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Dell antwortet: Wie sich das Internet of Things auf Storage auswirkt

Eine Frage, vier Antworten. Hier antwortet Hans Schramm auf unsere Frage, was das Internet der Dinge und Storage miteinander zu tun haben.

TechTarget fragt und Industrieexperten antworten. In unserer vierteiligen Serie antwortet hier Hans Schramm, Field Product Manager Large Enterprise bei Dell, auf die Frage, wie sich das Internet der Dinge und Storage bedingen.

Das Internet der Dinge wird von vielen Herstellern und Industrievertretern geradezu heraufbeschworen, mit allen Vor- und Nachteilen. Was aber bedeutet das für die Storage-Branche und die Speicherlandschaften in heutigen Rechenzentren? Wie beeinflusst das IoT wirklich unsere Storage-Anforderungen und wo müssen Anbieter wie Anwender (Unternehmen) umdenken und neue Wege beschreiten? Oder reicht es, lediglich „am Ball“ zu bleiben, Erweiterungen anzuschaffen und den Storage modern zu halten? Vielleicht ist es ja doch nur ein Hype, den man technisch aussitzen kann.

Hans Schramm: Global betrachtet würde ich sagen: Das Internet der Dinge ist noch ein Hype, aber ich sage bewusst noch. Wie die Entwicklung weitergeht, hängt von zahlreichen Faktoren und Fragestellungen ab, weil es auch unendlich viele Möglichkeiten gibt. Vom Prinzip her kann alles, was „elektronisch“ funktioniert und eine Schnittstelle hat, infrage kommen. 

Hans Schramm,
Field Product Manager
Large Enterprise, Dell

Ich persönlich warte noch auf konkrete Szenarien in unterschiedlichen Anwendungsbereichen, und ich bin mir sicher, da kommen etliche sinnvolle und auch weniger sinnvolle oder auch solche, die ich unter Datenschutzgesichtspunkten für bedenklich halte. Spontan fällt mir hier die Werbung mit der Bluetooth-Zahnbürste ein: Die „schwätzt“ morgens und abends immer schön mit dem Smartphone, das „schwätzt“ dann mit der Krankenkasse und die schreibt mir dann per E-Mail, dass ich ruhig etwas länger und mit mehr Druck putzen könnte – vor allem auch oben links. Im Hinblick auf den Schutz der Privatsphäre würde mir eine solche Entwicklung etwas zu weit gehen.

Andererseits muss man aber auch sagen, dass das Internet der Dinge aus dem Stadium der Pilotprojekte herausgewachsen ist. Die Idee, dass nicht nur Computer oder Mobiltelefone, sondern beliebige physische Objekte mit dem Internet verbunden sind und über dessen Infrastruktur Daten austauschen können, hat sich gut, aber alles in allem keineswegs spektakulär entwickelt. Flächendeckend werden solche Lösungen nur selten genutzt, beispielsweise bei der Vernetzung von Stromzählern.

Geht man aber von einem kontinuierlichen Wachstum der durch Maschinen generierten Daten im Internet der Dinge aus, kommt man unweigerlich zum Thema Storage. Glaubt man Gartner, werden 2020 rund 26 Milliarden Objekte durch das IoT vernetzt sein. Klar ist dann, dass man auch entsprechend dimensionierte Storage-Systeme vorhalten muss. Das ist in meinen Augen aber das geringere Problem. Wir sollten uns einig sein, dass es keinen Sinn macht, die Daten nur zu speichern. Es geht vielmehr um die Auswertung, Schlüsse müssen gezogen werden, Aktionen daraus entstehen. Das heißt, wir sind sofort beim Thema Big-Data oder konkret Big-Data-Analyse

IoT bedeutet auch, durch eine schnelle Auswertung großer Datenmengen – manchmal sollte dies sogar in Echtzeit erfolgen – die Grundlage für wichtige Business-Entscheidungen zu schaffen. Beispielsweise kann ein produzierendes Unternehmen auf Basis der Analyse maschinell erzeugter Daten (Sensordaten) seine Fertigungsprozesse optimieren. Steigende Storage-Anforderungen sind somit nur die eine Seite der Medaille. Viel entscheidender für den erfolgreichen IoT-Einsatz ist die Implementierung der „richtigen“ Big-Data-Lösung.

Über den Autor: 
Hans Schramm ist Field Product Manager Large Enterprise bei Dell in Frankfurt am Main.

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Artikel wurde zuletzt im August 2015 aktualisiert

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