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Externe Festplatten als Backup-Ziel und für Disaster Recovery

Für Backup-Ziele in Zweigstellen oder kleineren Büros gibt es viele Optionen. Dazu gehören auch externe Festplatten, RDX und NAS-Appliances.

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Gibt es vernünftige Optionen, um Backups in Außenstellen oder kleinen Büros auf einen Wechseldatenträger zu realisieren? Mit Festplatten in der Größenordnung von mehreren TByte scheint das kein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Damit könnte man doch Backups in kleineren Büros oder Zweigstellen durchführen?

Es gibt einige Möglichkeiten, wie kleinere Unternehmen eine externe Festplatte als Backup-Medium in Zweigstellen nutzen können. Eine Option ist, die externe Festplatte als iSCSI-Storage zu konfigurieren und damit die Datensicherung zu realisieren. Danach haben Sie die Möglichkeit, lokale Backups auf einen Wechseldatenträger zu replizieren. Diesen wiederum können Sie nachts in Sicherheit bringen.

Des Weiteren könnte sich ein kleines Büro die Replikations-Option von Windows Server 2012 R2 Hyper-V zu Nutze machen. Die neueste Version von Hyper-V erlaubt eine Replikation in zwei Richtungen. Somit lassen sich auch Kopien auf einem Wechseldatenträger erstellen. Microsoft unterstützt den Betrieb virtueller Maschinen (VM) auf externen Festplatten nicht. Es gibt allerdings keinen triftigen Grund, warum kleinere Unternehmen mit mittleren I/O-Ansprüchen die Kopien der VMs nicht auf externen Festplatten in der Außenstelle vorhalten sollten.

RDX-Wechseldatenträger

RDX-Wechseldatenträger sind eine weitere Option, um Daten portabel zu machen. RDX ist ein Festplatten-basiertes und tragbares Storage-Format, das als Ersatz für Datenbänder gedacht ist. Die robusten Cartridges enthalten eine SATA-Festplatte mit 2,5 Zoll und bieten derzeit Kapazitäten von bis zu zwei TByte. Hersteller von RDX-Medien sind unter anderem Tandberg Data und Imation. Ein RDX-System bringt eine Docking-Station mit sich, in der manchmal auch Platz für mehrere Datenträger ist.

Cloud-Storage

Alternativ könnte ein kleineres Unternehmen oder eine Außenstelle Cloud-Storage als Ziel für das Backup verwenden. Viele Hersteller von Backup-Produkten bieten heutzutage die Möglichkeit, Cloud-Storage als Ziel für die Datensicherung zu konfigurieren. Möglicherweise bringt die von Ihnen verwendete Software bereits alles dafür Notwendige mit. Es gibt auch einige recht günstige physische und virtuelle Backup-Appliances, mit denen Anwender Datensicherungen am jeweiligen Ort realisieren können. Damit ist eine Wiederherstellung wesentlich schneller möglich. Eine weitere Kopie der Daten können Sie immer noch für Disaster-Recovery-Zwecke in die Cloud legen. Dieser Prozess lässt sich automatisieren. Somit ist die Chance geringer, dass gewisse Daten nicht geschützt sind.

Network-Attached Storage (NAS)

Auch NAS-Systeme sind hervorragende Möglichkeit für Außenstellen und kleinere Büros. Es gibt zum Beispiel NAS-Systeme von Synology und Qnap, die mit nur einer oder auch vier Einschüben verfügbar sind. Die Software dieser NAS-Systeme ist bereits sehr ausgereift und Sie können damit RAID-Systeme für bestmögliche Datensicherheit konfigurieren. Mit drei Festplatten ist RAID 5 möglich und mit vier sogar RAID 10. Das Synology-Betriebssystem bringt zum Beispiel auch eine App für Strato HiDrive mit sich, womit Sie eine zweite Kopie der Daten automatisch in die Cloud replizieren können. Da das Synology-OS auf Linux basiert, sind auch Kommandozeilen-Tools wie rsync an Bord. Damit und einem Cronjob können Sie Daten ebenfalls regelmäßig nach außen replizieren.

Sie brauchen keine besonderen Fachkenntnisse, um ein iSCSI-Target und -LUN beispielsweise auf einem Synology-NAS einzurichten.

Diese NAS-Systeme lassen sich komfortabel über ein WebGUI als iSCSI LUN einrichten. Bei einem Synology rufen Sie beispielsweise lediglich den Speicher-Manager auf, klicken auf iSCSI Target und folgen dem Assistenten. Ob eines dieser NAS-Systeme für Ihr Unternehmen in Frage kommt, hängt natürlich von der Anzahl der Mitarbeiter ab, die auf das System zugreifen müssen. Weiterhin sollten Sie den Datenzuwachs in die Rechnung aufnehmen, damit so eine Anschaffung nicht nach kurzer Zeit schon komplett ausgelastet ist.

In Sachen NAS gibt es auch das freie FreeNAS. Das auf FreeBSD basierende System bietet ZFS als Dateisystem an, womit sich periodisch Snapshots erstellen lassen. Weiterhin haben die Entwickler kürzlich mit dem FreeNAS Mini eine eigene Storage-Appliance auf den Markt gebracht. Diese ist in Deutschland derzeit allerdings noch nicht erhältlich. Mit vier Einschüben, 16 bis 32 GByte RAM, einer Acht-Core-CPU inklusive AES-NI und ZFS-Verschlüsselung richtet man sich damit genau an kleine und mittelständische Unternehmen, sowie Zweigstellen.

Eine externe Festplatte ist sicher günstiger als ein NAS-System. Dafür sind diese NAS-Appliances aber sehr ausgereift und schnell komplett bereit für einen Einsatz in kleineren Büros oder Zweigstellen. Wollen Sie die Daten vom NAS in das eigene Data Center replizieren, finden sich genügend brauchbare Lösungen dafür.

Artikel wurde zuletzt im Mai 2014 aktualisiert

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