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Mesh- oder Core-Edge-Topologie: SAN-Fabrics von Beginn an richtig planen

Ob eine SAN-Fabric nach dem Mesh- oder Core-Edge-Prinzip aufgebaut wird, hängt davon ab, welche Anforderungen Unternehmen an ihr Speichernetzwerk haben.

Dieser Artikel behandelt

SAN-Management

Was sind die Vor- und Nachteile beim Aufbau einer SAN-Fabric mit Mesh- oder Core-Edge-Topologie?

Der Aufbau von zwei identischen SAN-Fabrics ist ein bewährtes Verfahren, wenn in einem Storage Area Network (SAN) Redundanz benötigt wird. Jedes einzelne Host-System, das können Server oder Disk-Arrays sein, wird dabei über je einen Host Bus Adapter (HBA) an jede SAN-Fabric angebunden. Da die Host-Systeme mit jeweils beiden SAN-Fabrics verknüpft sind, wird ein unterbrechungsfreier Betrieb im SAN sichergestellt. Selbst beim Ausfall eines HBA, eines Switches oder gar einer ganzen SAN-Fabric, kann in einem Server immer noch Speicherkapazität geteilt werden.

Bevor mit dem eigentlichen Entwurf des Speichernetzes begonnen wird, muss jedoch die Entscheidung gefällt werden, ob das spätere SAN mit einer Mesh- oder Core-Edge-Topologie aufgebaut werden soll.

Mesh-SAN: In einem Mesh-SAN sind alle Switches in der Fabric über Inter-Switch-Links (ISL) miteinander verbunden. In einer solchen Konfiguration muss ein Host maximal einen ISL durchlaufen, um auf das Speichersystem zuzugreifen. Im Idealfall ist ein Mesh-SAN so konfiguriert, dass die Host-Systeme und das Speichernetzwerk am selben Switch angeschlossen sind. 

Auf diese Weise kann die Datenmenge, die ein ISL bewältigen muss, reduziert werden. Wächst das Mesh-SAN, dann erhöht sich auch die Anzahl der ISL auf den einzelnen Switches. Für jeden zusätzlichen Switch wird ein weiterer ISL benötigt. Werden zu einem Mesh-SAN laufend weitere Switches hinzugefügt, wird er ab einem bestimmten Zeitpunkt ineffizient, da für die dazugekommenen ISLs auch zusätzliche Ports benötigt werden, die wiederum ständig zu überwachen sind.

Core-Edge-SAN: Die Core-Edge-Topologie nutzt einen großen Switch im Kern der Fabric, an den Storage-Arrays angeschlossen sind. Die Host-Systeme werden in der Regel an kleinere Edge-Switches angebunden, die dann wiederum über ISLs mit dem Kern-Switch verknüpft sind. Der Vorteil der Core-Edge-Topologie liegt darin, dass sich hunderte von Ports einsetzen lassen, die angeschlossenen Hosts aber nur maximal zwei Switches überwinden müssen, um auf das Speichersystem zu kommen. Zudem können Host-Systeme, etwa besonders transaktionsintensive Server, die geringe Latenzen benötigen, ohne Umweg mit dem Kern-Switch verbunden werden und kommen somit ohne ISLs auf das Storage-Netzwerk.

Das Core-Edge-Design eignet sich am besten für sehr große SAN-Fabriken, da damit die Anzahl der ungenutzten ISL-Ports verringert wird, auch wenn das SAN erweitert wird. Die Mesh-Topologie dagegen ist hervorragend für kleinere und mittlere Unternehmen geeignet. Im Unterschied zur Core-Edge-Topologie gibt es beim Mesh-Design im Core-Switch keine hohe Zahl an ISL-Ports, die nicht genutzt werden.

Artikel wurde zuletzt im September 2014 aktualisiert

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