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Microsoft Azure File Storage im Netzwerk als Freigaben verwenden

Mit Azure File Storage haben Unternehmen die Möglichkeit, Datenspeicher aus der Azure-Cloud im Netzwerk als herkömmliche Freigaben zu verwenden.

Mit Azure File Storage haben Administratoren die Möglichkeit, zuverlässigen und sehr skalierbaren Speicher in der Cloud zu buchen, und lokalen Servern im Netzwerk zur Verfügung zu stellen.

Aber nicht nur da stehen die Freigaben zur Verfügung, sondern generell weltweit für jeden Cloud-Dienst, VM oder in jedem lokalen Netzwerk.

Der Dienst ist vor allem für Anwendungen hilfreich, die Dateifreigaben benötigen und den Zugriff über das SMB-Protokoll durchführen wollen. Der Vorteil dabei ist auch, dass Entwickler ältere Anwendungen leichter in die Cloud migrieren können, auch dann, wenn diese Zugriffe auf Dateifreigaben benötigen. Mit Azure File Storage lassen sich alle Arten von Anwendungen und deren Daten schnell und einfach migrieren.

Die Dateifreigaben in Azure File Storage kann man problemlos als dauerhafte Dateifreigaben für Cloud-Dienste und Serverdienste nutzen. Im Hintergrund der Freigabe steht kein Windows-Dateiserver, sondern der Azure-File-Storage-Dienst. Auf die Freigaben können beliebig viele Server, VMs, Cloud-Dienste und andere Anwendungen zugreifen. Auch der verschlüsselte Zugriff ist möglich.

Hochverfügbarkeit und Skalierbarkeit für Dateifreigaben in der Cloud

Azure File Storage basiert auf der gleichen Technologie wie Blob-, Tabellen-, und Warteschlangendienste in Microsoft Azure. Der Dateispeicher bietet also die gleiche Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und geografische Redundanz, wie jeder Speicher in der Azure-Storage-Plattform.

Azure File Storage stellt Dateifreigaben auch innerhalb des Azure-Netzwerkes zur Verfügung, so dass die verschiedenen Anwendungen und virtuellen Maschinen in Azure per SMB auf die Datei zugreifen können. Die Verwaltung der Freigaben erfolgt über das Webportal oder die PowerShell. Entwickler können wiederum Azure Storage-Client-Bibliotheken oder der Azure-Storage-REST-APIs verwenden, um die Freigaben zu erstellen.

Abbildung 1: Innerhalb eines Speicherkontos lassen sich verschiedene Datenspeicher in Microsoft Azure erstellen, auch Azure File Storage.

Ein Speicherkonto in Microsoft Azure kann eine unbegrenzte Anzahl von Freigaben enthalten. Die Kapazitätsgrenze für Dateifreigaben beträgt aktuell 5 TByte. Dateien dürfen eine Größe von bis zu 1 TByte erreichen. Dateien können zusätzlich über eine URL erreicht werden. Die Syntax dazu ist:

https://<storage account>.file.core.windows.net/<share>/<directory/directories>/<file>

Azure File Storage produktiv einsetzen

Neben der Möglichkeit, Freigaben zur Verfügung zu stellen, die von verschiedenen Cloud-Diensten und VMs zur Datenspeicherung genutzt werden können, bietet Azure File Storage noch zahlreiche weitere Vorteile: So lassen sich dort Konfigurationsdateien ablegen, die dann wiederum von verschiedenen Cloud-Diensten aus genutzt werden können. Zudem eignet sich Azure File Storage gut für die Ablage von Diagnosedaten für die Fehlerbehebung. Generell lässt sich der Speicher auch als zentraler Speicherort für Tools und Skripte nutzen, um zum Beispiel Cloud-Dienste oder VMs bereitzustellen.

Azure File Storage in der Praxis

Eine Freigabe für Azure File Storage lässt sich am einfachsten über das Webportal erstellen. Nachdem über das Hinzufügen von neuen Ressourcen ein Speicherkonto hinzugefügt wurde, lassen sich neue Speicher in Azure erstellen.

Abbildung 2: Neue Dateifreigaben erstellen Sie schnell und einfach im Azure Portal.

Innerhalb eines Speicherkontos stehen dann die verschiedenen Dienste zur Verfügung. Hier lassen sich Blobs, Tabellen, Warteschlangen, aber eben auch Dateien als Dienst erstellen. Durch Auswahl von Dateien erstellen Administratoren oder Entwickler eine neue Freigabe in Microsoft Azure Storage. Bereits beim Erstellen einer Dateifreigabe lassen sich auch Kontingente definieren.

Freigaben in Azure File Storage in der PowerShell erstellen und verwalten

Um eine Freigabe in der PowerShell zu erstellen, ist der einfachste Weg das Definieren einer Variablen mit den notwendigen Daten:

$ctx=New-AzureStorageContext storage-account-name storage-account-key

 Die neue Freigabe lässt sich dann zum Beispiel mit folgendem Befehl erstellen:

$s = New-AzureStorageShare logs -Context $ctx

Um innerhalb der Freigabe ein neues Verzeichnis zu erstellen, kann zum Beispiel folgender Befehl verwendet werden:

New-AzureStorageDirectory -Share $s -Path CustomLogs

Dateien lassen sich in der PowerShell problemlos hochladen:

Set-AzureStorageFileContent -Share $s -Source C:\temp\Log1.txt -Path CustomLogs

Um sich wiederum die Dateien in der Freigabe anzuzeigen, wird der folgende Befehl verwendet:

Get-AzureStorageFile -Share $s -Path CustomLogs | Get-AzureStorageFile

Das Kopieren von Dateien in der PowerShell funktioniert so:

Start-AzureStorageFileCopy -SrcShareName srcshare -SrcFilePath srcdir/hello.txt -DestShareName destshare -DestFilePath destdir/hellocopy.txt -Context $srcCtx -DestContext $destCtx

Mit Dateifreigaben produktiv arbeiten

Alle Freigaben erscheinen unterhalb des Speicherkontos. Hier können jederzeit Einstellungen geändert werden. Durch das Aufrufen einer Dateifreigabe im Azure-Portal können Dateien direkt über das Portal hochgeladen werden. Über die Verwaltung einer Freigabe kann der net-use-Befehl angezeigt werden, mit dem sich die Dateifreigabe schnell und einfach mit jedem Windows-Rechner verbinden lässt. Ein Beispiel sieht folgendermaßen aus:

net use [Laufwerkbuchstabe] \\joosstorage.file.core.windows.net\testfile1 /u:joosstorage [Zugriffsschlüssel des Speicherkontos]

Man kann Dateien in der Freigabe im Web-Portal von Microsoft Azure über das Kontextmenü herunterladen. Den notwendigen Schlüssel für die Verbindung erhalten Administratoren oder Anwender über die Eigenschaften des Speicherkontos.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2016 aktualisiert

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