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Sind Cloud-Backups bereit für den Unternehmenseinsatz?

Backups in der Cloud sind noch nicht für den Einsatz in größeren Unternehmen geeignet. Die Bandbreite des Internet-Zugangs ist in der Regel zu gering.

Sind Backups in der Cloud schon weit genug für den Einsatz in Unternehmen? Worin liegen die Beschränkungen?

Cloud-Backups als solche sind noch nicht reif für den Einsatz in Unternehmen. Es gibt eine Reihe von Einschränkungen, die der Möglichkeit entgegenstehen, die Cloud als allein stehende Backup-Lösung zu nutzen. An vorderster Stelle ist dabei die begrenzte Bandbreite des Internet-Zugangs zu nennen. Diese kann den Vorgang einer ersten Synchronisierung extrem hinauszögern. Selbst wenn man mit der Methode Cloud-Seeding arbeitet (also zunächst eine physische Kopie an den Provider sendet), um diese Erstsynchronisierung zu umgehen, können sich differentielle Backups als schwierig erweisen, wenn im Hause schnell größere Datenmengen anfallen oder bestehende Daten vielen Änderungen unterliegen.

Letztlich müssen alle neuen oder geänderten Daten ja in die Cloud geladen werden, und oft ist die dafür verfügbare Bandbreite einfach zu gering. Unternehmen, die ein Cloud-Backup planen, müssen auch mit anderen Einschränkungen seitens der Internet-Provider rechnen. Obwohl dies nur selten deutlich gesagt wird, können Provider je nach Vertrag eine Drosselung der verfügbaren Bandbreite vornehmen, um den monatlichen Datentransfer zu begrenzen. Die Telekom plant dies nun auch im privaten Bereich und steht deshalb in der öffentlichen Kritik.

Cloud-Backups waren ursprünglich nur für Backups auf Datei-Ebene geeignet und stellten in dieser Form nur für die kleine Firmen eine echte Option dar. Allerdings beginnt die Technologie in letzter Zeit einen gewissen Reifegrad zu erlangen, und es existieren mittlerweile einige Anbieter, die Funktionen wie Bare-Metal Recovery (komplettes Neuaufsetzen), Application Awareness, die Wiederherstellung des Systemstatus sowie die Sicherung geöffneter Dateien bieten. Zudem haben einige Anbieter begonnen, über ihre für Vorort-Backups konzipierten Produkte auch Zugriffe auf Cloud-Speicher zu ermöglichen. Mit diesen Anwendungen lässt sich zunächst ein traditionelles Backup erstellen, das dann in die Cloud kopiert werden kann.

Artikel wurde zuletzt im Juli 2012 aktualisiert

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