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Sind Storage-Snapshots eine echte Alternative zu Backups?

Storage-Snapshots können auf unterschiedliche Art gemacht werden. Sie bieten beide kein vollwertiger Ersatz für klassische Backups.

Können Sie die verschiedenen Methoden skizzieren, mit denen Storage-Snapshots erzeugt werden? Und sind Snapshots eine gangbare Alternative zu Backups?

Storage-Snapshots können auf zwei verschiedene Weisen erstellt werden. Bei der ersten Methode spricht man von einem differentiellen Snapshot. Hierbei erzeugt das System beim Anlegen eines Snapshots eine Differenz-Disk. Von diesem Zeitpunkt an werden alle Schreib-Operationen auf die Differenz-Disk umgeleitet, statt weiterhin in das Primär-Storage zu gehen. Dies stellt sicher, dass das Primär-Storage unangetastet bleibt, so dass man bei Bedarf den vorherigen Systemzustand wiederherstellen kann.

Eine neuere Methode der Erstellung von Snapshots beruht dagegen auf Adressverweisen („pointers“) und beeinträchtigt die Performance deutlich weniger als das Verfahren mit Differenz-Disks. Bei der Snapshot-Erstellung mittels Pointern wird von der entsprechenden Software ein Verweis auf jeden Storage-Block erzeugt. Erfolgt eine Änderung an einer bestimmten Datei, dann werden die zugehörigen Blöcke jedoch nicht überschrieben. Stattdessen werden neue Blöcke belegt und dann die Pointer entsprechend aktualisiert, so dass sie danach auf die neuen Blöcke zeigen. Wird nun ein Rollback erforderlich, kann die Software ermitteln, welche Storage-Blöcke zu welchem Zeitpunkt verwendet wurden, und auf diese Weise das System in den früheren Stand zurückversetzen.

Die Snapshot-Lösungen der ersten Generation waren nicht als Ersatz für Backups konzipiert und wurden eher als praktisches Extra betrachtet. Modernere Snapshot-Lösungen dagegen können als Backup-Lösung verwendet werden – vorausgesetzt, es werden geeignete Maßnahmen zum Schutz der Daten getroffen. Man sollte dabei immer berücksichtigen, dass ein solcher Schnappschuss etwas anderes ist als ein echtes Daten-Replikat.

Mit der heute verfügbaren Technik ist es nahezu unmöglich, ein mehrere Terabyte großes Volume innerhalb von Sekunden zu kopieren. Ein Snapshot erzeugt keine echte Kopie der enthaltenen Daten. Um daher eine Snapshot-Lösung tatsächlich als Alternative zu traditionellem Backup einzusetzen, benötigt man sowohl für den Snapshot als auch für die Quelldaten zusätzliche Sicherungen. Üblicherweise wird man dabei so vorgehen, dass man die Daten und die Snapshots auf einen Mirror repliziert.

Artikel wurde zuletzt im Juli 2012 aktualisiert

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