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So lösen Sie Probleme bei der Deduplizierung mit Windows Server 2012 R2

Bei der Daten-Deduplizierung mit Windows Server 2012 R2 kann es zu unerwarteten Problemen kommen. Diese Tipps können bei der Lösung helfen.

Was passiert, wenn eine Anwendung Probleme mit deduplizierten Daten hat? Kann ich die Deduplizierung in Windows Server ausschalten?

Storage-Anforderungen haben sich dramatisch erhöht, da immer mehr Anwendungen mit  datenintensiven Dateitypen wie Kundendatenbanken, E-Mail-Archiven oder auch Bild- und Medien-Bibliotheken arbeiten oder Medien-Daten streamen. Daten-Deduplizierung, egal ob Target, Quell- oder Inline-Deduplizierung, ist dabei eine leistungsfähige Technologie, um die damit zusammenhängenden Storage-Anforderungen zu senken. Mit der Deduplizierung können Sie durch die Identifizierung und dem anschließenden Entfernen redundanter Dateien Platz auf Servern schaffen.

Windows Server 2012 R2 bietet erweiterte Funktionen zur Deduplizierung, aber IT-Profis müssen  auf die ordnungsgemäße Verwendung der Deduplizierung achten und sicherstellen, dass die im Netzwerk betriebenen Anwendungen diese Art der Deduplizierung auch unterstützen. Nur bei korrekter Einstellung und Verwendung dieser Funktion ist sichergestellt, dass keine Probleme auftreten und die Anwendungs-Performance sowie die Systemleistung durch die Deduplizierung besser und nicht schlechter werden.

Einmal auf einem Server mit Windows Server 2012 R2 aktiviert und konfiguriert, wird die Deduplizierung von Daten in der Regel als Hintergrund-Job in regelmäßigen Abständen vom Server automatisch durchgeführt. Die Vorgänge unterscheiden sich etwas von der nativen Inline-Deduplizierung von einigen Speichersubsystemen. Wenn Sie im Unternehmen die Deduplizierung mit Windows Server verwenden besteht also die Gefahr, dass einige Anwendungen oder Dateitypen nicht optimal mit der Deduplizierung zusammenarbeiten und es zu Problemen kommt. Dateien, die ständigen Zugang erfordern, oft geändert werden oder aktive I/O-Patterns erfordern, können so zum Beispiel Probleme verursachen, genauso wie Hyper-V-Host-Systeme, SQL-Datenbank-Dateien, Exchange-Server, Windows Server Update Services (WSUS) und generell Dateien, die größer als ein Terabyte sind.

Das zugrunde liegende Problem besteht darin, dass Dateien, die sich häufig ändern, nicht effizient dedupliziert werden. Auch Windows Server 2012 R2 bietet hier keine optimale Lösung. Der Server muss erhebliche Rechenkapazitäten aufwenden, um einen Deduplizierungs-Auftrag zu verarbeiten. Wenn sich die Datei kurz darauf wieder ändert, muss die Deduplizierung erneut erfolgen. Für dedizierte Speichersubsysteme, wie beispielsweise von EMC, ist dies kein Problem. Diese wurden genau dafür entworfen, eine kontinuierliche Deduplizierung zu unterstützen. Für herkömmliche Server wie auch Windows Server bedeuten diese Vorgänge aber enormen Rechenaufwand.

In der Praxis wird die Deduplizierung am besten verwendet, um nur Dateien zu deduplizieren, die einige Zeit nicht verändert wurden. Wenn Sie einen kurzen Deduplizierungs-Zyklus wählen wollen, dann sollten Sie Benchmarks durchführen, um die Leistung der Anwendung vor und nach der Deduplizierung vergleichen zu können. So können Sie sicherzustellen, dass die Leistung der Anwendung nicht zu stark beeinträchtigt wird.

Wenn eine Anwendung oder ein Dateizugriff nachteilig von der Deduplizierung mit Windows Server 2012 R2 belastet wird, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Erstens können Sie die Frequenz der Deduplizierung ändern und den Zeitplan anpassen. Alternativ können Sie sich auch für eine manuelle Deduplizierung entscheiden. Darüber hinaus können Sie die Deduplizierung mit der Job-Optionen StopWhenSystemBusy anhalten, wenn der Deduplizierungs-Job zu einem Problem für die Arbeitsbelastung des Servers wird. Zudem stehen Ihnen Priority-Optionen zur Priorisierung bestimmter Jobs bei der Deduplizierung zur Verfügung. Per Expand-DedupFile-Cmdlets können Sie bestimmte Dateien erweitern (oder un-deduplizieren), wenn dies für die Kompatibilität oder die Leistung notwendig ist.

In den meisten Fällen kann eine bessere Zeitplanung und eine der oben beschriebenen Optionen die Leistung der Deduplizierung deutlich verbessern und Probleme vermeiden. Daher dürfte es selten erforderlich sein, die Deduplizierung tatsächlich zu deaktivieren. Es mag aber durchaus Zeiten und Infrastrukturen geben, bei denen die Deduplizierung deaktiviert werden muss. Dies erledigen Sie auf einem Laufwerk, indem Sie das CMDlet Start DedupJob mit der Option Unoptimization nutzen.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2014 aktualisiert

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