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Storage in der Cloud: Welche Alternativen gibt es zu Object Storage?

Bestehende Anwendungen fit für Object Storage zu machen ist ein erheblicher Aufwand. Mit diesen Tipps kommt Ihr Storage trotzdem in die Cloud.

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Service (S3) in der AWS-Cloud (Amazon Web Services) im Jahre 2006. Der Name des Services gibt bereits einen Hinweis darauf, was S3 war und immer noch ist: Eine extrem einfache Methode für Entwickler, Ihre Objekte in der Cloud speichern zu können, um damit Cloud-basierte Applikationen zu unterstützen. Im Vergleich zu anderen Storage-Arten ist Object Storage hier von großem Vorteil, weil es kostengünstig, skalierbar und einfach zu verwalten ist und sich somit hervorragend für Applikationen eignet, die speziell für die Cloud geschrieben sind.

Für traditionelle Applikationen, die On-Premises betrieben werden, ist Object Storage allerdings nicht so gut geeignet, da die meisten bisher genutzten Applikationen so geschrieben sind, dass sie Block- oder Datei-Storage verwenden. Einige Anwender mögen Object Storage wegen der Skalierbarkeit und besseren Möglichkeit zur Verwaltung attraktiver finden, aber existierende Anwendungen für die Nutzung von Object Storage zu adaptieren oder umzuschreiben ist alles andere als einfach. Die Implementierung einer komplett neuen Object-Storage-Plattform jedenfalls dürfte wesentlich leichter durchzuführen sein. Wer diesen Weg trotzdem gehen will, der muss sich einigen Herausforderungen stellen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Wer schreibt die existierenden Anwendungen neu, um die Vorteile von Object Storage nutzen zu können? Was passiert mit einer existierenden Metadaten-Datenbank und wie lassen sich die Metadaten-Komponenten mit Objekten in Verbindung bringen?
  • Wie sieht es in Sachen Performance aus? Wenn die Anwendung anfällig für Latenz ist oder viele IOPS benötigt, dann wirkt sich ein Neuschreiben oder das Anpassen für Object Storage wahrscheinlich negativ auf die Performance aus.
  • Was passiert, wenn ein Unternehmen eine existierende Anwendung tatsächlich umschreiben möchte, um sie mit Object Storage in einer extern gehosteten Cloud zu betreiben, die Applikation aber aus Performance- oder Compliance-Gründen gleichzeitig auch intern ausführen will? Sollte man die Applikation dann in zwei verschiedene Versionen aufteilen und jede einzeln warten? Wenn dem so ist, wie nutzt man die Daten für diese Anwendung dann gleichzeitig lokal und in der Cloud?

Bei all diesen Problemen mit bestehenden Anwendungen müssen Unternehmen, die trotzdem von der Skalierbarkeit der Cloud profitieren wollen, Alternativen suchen, um ihren Datei-Storage in die Cloud auszulagern. Im Folgenden finden Sie drei häufig genutzte Vorgehensweisen, die Ihnen dabei helfen können:

  1. Migrieren Sie Anwendungen, die auf Block Storage basieren, auch auf Cloud-Services, die entsprechende Block-Storage-Kapazitäten anbieten. Beispiele hierfür wären AWS Elastic Compute Cloud (EC2) oder Elastic Block Storage (EBS), wo sich Storage-Datenträger in EBS erstellen und dann an EC2-Instanzen anbinden lassen. Das ist zwar ebenfalls mit etwas Arbeit verbunden, aber der Aufwand ist wesentlich geringer als wenn Sie die Applikationen für die Verwendung von Object Storage neu schreiben müssen.
  2. Setzen Sie ein so genanntes Cloud Storage Gateway ein. Dabei verwenden Sie dann aus Compliance- oder Performance-Gründen On-Premise eine lokale, primäre Storage-Appliance, die zwecks Cloud Bursting und Skalierbarkeit mit Ihrem Storage in der Cloud verbunden ist. Zudem können Sie so von Einsparungen bei der Verwendung von Backups und Archiven auf Tier-2- oder Tier-3-Storage in einem kostengünstigen Cloud-Repository profitieren. Diese Variante setzt zwar einige Investitionen in Hardware und Support voraus, führt Sie aber trotzdem schnell und relativ kostengünstig zu Ihrem Cloud-Storage, während Sie noch nicht einmal auf die Vorteile Ihres bestehenden lokalen Storage verzichten müssen.
  3. Sehen Sie sich nach Produkten von Drittanbietern um, die Storage speziell für Applikationen zur Verfügung stellen, die in Public- oder Private-Cloud-Umgebungen betriebenen werden. Hier gibt es von bekannten Unternehmen bis hin zu Startups zahlreiche Anbieter, beispielsweise Red Hat mit Red Hat Storage Server for AWS, NetApp und Zadara. Sie alle bieten Storage-Lösungen an, die eng mit Instanzen in AWS oder virtuellen Private Clouds in Verbindung stehen. Mit Zadaras Virtual Private Storage Array können sie zum Beispiel ein Private Storage Array definieren, das die komplette Flexibilität eines Tier-1-Storage-Arrays mit sich bringt, aber vollständig auf AWS-Storage setzt. NetApps Private Storage for AWS dagegen erlaubt es Ihnen, ein NetApp Storage Array in der Nähe eines AWS-Data-Centers zu wählen, in dem die EC2-Instanzen laufen. Diese Alternativen sind natürlich vor allem für die Unternehmen sinnvoll, die bereits Kunden eines entsprechenden Drittanbieters sind.
Artikel wurde zuletzt im April 2014 aktualisiert

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