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Vergleich: Aktiv/Aktiv- versus Aktiv/Passiv-Arrays

Aktiv/Aktiv- und Aktiv/Passiv-Arrays nutzen unterschiedliche Controller-Konfigurationen. Die I/O-Leistung kann unterstützt oder eingeschränkt werden.

Was sind die Unterschiede zwischen Aktiv/Aktiv- und Aktiv/Passiv-Arrays? Welche Technologie ist besser?

Storage-Arrays (SCSI, Fibre Channel, iSCSI und NAS) mit zwei oder Doppel-Controllern (oder mehr) können entweder in einem Aktiv/Aktiv- oder in einem Aktiv/Passiv-Modus konfiguriert werden.

Aktiv/Passiv bedeutet, dass ein Controller aktiv ist, um I/O-Anfragen zu erledigen, während sich der andere in einem Standby-Modus befindet. Der zweite Controller ist im Wartezustand, um dann die I/O-Aktivität zu übernehmen, wenn der primäre Controller ausfällt oder vom Netz genommen wird. Eine Aktiv/Aktiv-Konfiguration befähigt beide Controller-Nodes, abwechselnd I/O-Operationen auszuführen, wobei der jeweils andere sich vorübergehend im Standby-Modus befindet.

Was die Frage betrifft, welche Variante besser ist, sollte man überlegen, ob man sich einen Controller im Wartezustand leisten kann.

Im Allgemeinen braucht ein Aktiv/Aktives Storage-System einen batteriegestützten, gespiegelten Cache. In diesen werden die Inhalte des Controller-Caches des einen Controllers in den Cache des anderen gespiegelt, um die Datenintegrität und Verfügbarkeit zu gewährleisten. Wenn zum Beispiel ein Aktiv/Aktiv-Controller über einen Cache von insgesamt vier GBytes (GB) verfügt (= zwei GByte pro Controller), beträgt der nutzbare Cache-Bereich wegen der Spiegelung 50 Prozent oder zwei GBytes.

In der Regel wird ein LUN vor allem über einen spezifischen Controller angesprochen, um Cache-Kohärenz zu erhalten. Dies nennt man auch LUN- oder Cache-Beziehung. Einige Controller befähigen jeden Controller, auf eine Server-Anforderung für eine LUN-I/O-Operation zu antworten. Doch der aktuelle I/O-Prozess wird durch einen dafür bestimmten Controller angestoßen – dies ist auch als I/O-Shipping bekannt.

Was die Frage betrifft, welche Variante besser ist, sollte man überlegen, ob man sich einen Controller im Wartezustand leisten kann: Eine Aktiv/Passiv-Konfiguration hat den Vorteil, während eines Failovers über eine vorhersehbare Performance zu verfügen. Viele NAS-Hersteller nutzen diese Verfahrensweise, die auch als NAS-Cluster bezeichnet wird. 

Eine Aktiv/Aktiv-Konfiguration erlaubt beiden Controllern, aktiv zu sein, und verstärkt so die Performance während normaler Arbeitsprozesse. Doch während eines Failover-Szenarios könnte die Performance je nach gesamter Workload abnehmen.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2014 aktualisiert

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