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Vergleich der Storage-Arrays: Active-Active-Array und Active-Passive-Array

Active-Active-Arrays ermöglichen im Gegensatz zu Active-Passive-Arrays echtes Load Balancing und bieten in der Regel höhere Performance.

Was sind Active-Active und Active-Passive Arrays und wo liegen die jeweiligen Vorteile?

Um diese Frage zu beantworten, sollten wir das Storage als eine gewisse Anzahl an Festplatten betrachten. Die Konfiguration und die Datenverarbeitung übernimmt dabei eine Reihe an geclusterten „Servern“. Man nennt diese oftmals auch Storage-Controller, Storage-Prozessoren oder -Direktoren. 

Wie man die Controller im Cluster aufteilt, hängt damit zusammen, wie der I/O an die Festplatten weitergegeben wird. Weiterhin ist entscheidend, wie eine Host-Failover-Software mit einem Pfad-Ausfall für eine zugewiesenen Festplatte umgeht.

Im Falle eines Active-Passive-Disk-Arrays wird eine erstellte LUN einem Host-Server mithilfe eines bevorzugten Controllers dargeboten. Sämtliche Daten-I/Os für diese individuelle LUN werden über diesen Controller versendet und empfangen. Der alternative (Standby) Controller wartet auf Anweisungen, die LUN zu übernehmen, sollte es zu einem Pfad-Ausfall kommen. 

Sobald ein Failover in Kraft getreten ist, übernimmt der alternative Controller die Kontrolle über die LUN und alle zugehörigen Lese- und Schreib-Operationen. Das gilt solange, bis die Kontrolle wieder an den ursprünglichen Controller zurückfällt.

Active-Passive-Arrays erlauben kein echtes Load Balancing. Trotzdem sollten Administratoren sicherstellen, dass beiden Controllern eines Active-Passive-Arrays eine gerade Anzahl an LUNs zugewiesen sind. Somit lässt sich eine Verarbeitung zwischen diesen gerecht aufteilen. Sie sollten die LUNs auch überwachen, die einen Failover ausgelöst haben. Somit stellen Sie sicher, dass beide Controller des Arrays immer gleich viel zu tun haben.

Ein gutes Design ist der Schlüssel, um potenzielle Risiken zu minimieren.

Active-Active-Arrays behandeln I/Os unterschiedlich. Sie finden die Technologie oftmals in High-End-Enterprise-Systemen. Active-Active-Arrays verwenden eine gewisse Anzahl an Controllern. Das Minimum ist zwei, es können aber auch viel mehr sein. Sie verarbeiten Lese- und Schreib-Zugriffe für die gleiche LUN. 

Die Verwendung mehrerer aktiver Controller hat gewisse Vorteile. Der größte davon ist, dass Load Balancing bezüglich I/Os des Arrays mithilfe von Host-basierter Software möglich ist. Je mehr Controller Sie verwenden, desto toleranter wird das Konstrukt auch hinsichtlich Pfad-Ausfällen. 

Ein sehr wichtiger Faktor ist, dass Active-Active-Arrays höhere Performance erlauben. Ein Ausfall würde natürlich die verfügbare Bandbreite für die I/Os reduzieren, was sich logischerweise negativ auf die Performance auswirken kann. Wie immer gilt auch hier, dass Sie Ihre Ausrüstung genau kennen sollten. Ein gutes Design ist der Schlüssel, um potenzielle Risiken zu minimieren.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2014 aktualisiert

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