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Vor- und Nachteile der verschiedenen Disk-Backup-Lösungen

Virtual Tape Libraries, Deduplizierungs-Arrays und integrierte Appliances sind mögliche Disk-Backup-Lösungen. Unser Experte erklärt die Unterschiede.

Können Sie die derzeitigen Optionen bei Disk-Backup-Lösungen kurz darstellen und erklären, wie sie sich voneinander unterscheiden?

Eine Virtual Tape Library (VTL) ist eine Backup-Lösung, bei der Festplatten-basiertes Storage (in der Regel ein SATA- oder SAS-Arrays) virtualisiert und als Band-Storage repräsentiert wird. Virtual Tape Libraries bringen drei wesentliche Vorteile mit sich: Zunächst einmal funktionieren Sie mit fast jeder existierenden Backup-Software, weil die Storage-Datenträger als Bänder präsentiert werden. Weiterhin bieten Virtual Tape Libraries eine bessere Performance als Bandlaufwerke, weil man damit Daten auf Festplatten schreibt. Zu guter Letzt eliminiert diese Technologie die allgemeinen Probleme, die beim Streamen von Daten auf Bänder auftreten. Nicht selten legt man eine zweite Kopie der Virtual Tape Library an und schreibt deren Inhalte zusätzlich auf Datenbänder. Das ist in der Regel effizienter als die Original-Daten direkt auf Backup-Bänder zu sichern, da die Daten von einem zentralen Storage-Einsatzort gelesen werden.

Deduplizierungs-Arrays sind Storage-Arrays, die speziell für Backup- und Wiederherstellungs-Prozesse entwickelt wurden. Diese Disk-Backup-Geräte verwenden Deduplizierung, um die Menge der gespeicherten Daten maximieren zu können. Normalerweise verknüpft man damit auch Load-Balancing-Features, um gleichzeitig den Datendurchsatz zu optimieren. Deduplizierungs-Arrays unterstützen zum Schutz vor Ausfällen möglicherweise auch Replikation auf Hardware-Ebene. Allerdings emulieren diese Geräte in der Regel keine Datenbänder, wie das bei VTL der Fall ist. Heutzutage ist das allerdings nicht wirklich ein Problem. Neuere Backup-Software-Plattformen können Daten meist direkt auf Festplatten schreiben.

Integrierte Backup-Appliances sind Systeme, die einen deduplizierten Storage-Pool inklusive Backup-Software und Datenträger-Server in einem Gerät zur Verfügung stellen. Diese Disk-Backup-Appliances sind darauf ausgelegt, komplett eigenständig agieren zu können. Die Geräte lassen sich einfach im Netzwerk einstecken und sind sofort einsatzbereit. Weil diese Systeme in sich geschlossen sind und sowohl Hardware als auch Software von einem Hersteller mit sich bringen, gestaltet sich das Finden und Eliminieren von Problemen vergleichsweise einfach. Kritiker von integrierten Backup-Appliances weisen aber darauf hin, dass diese Systeme nicht so gut skalierbar sind als andere Lösungen. Außerdem könnte eine Backup-Appliance zu einem problematischen goldenen Käfig werden, der Sie an einen Hersteller bindet.

Artikel wurde zuletzt im Dezember 2013 aktualisiert

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