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Vor- und Nachteile des kostenfreien VMware Hypervisors

In Test- und Entwicklungsumgebungen ist der kostenfreie VMware Hypervisor nützlich. Fehlende Storage-Funktionen schränken seine Einsatzgebiete ein.

Was genau sind die Vor- und Nachteile der kostenlosen Hypervisor-Version von VMware?

Laden Sie sich den kostenfreien VMware Hypervisor genauso herunter wie die Bezahlversion, es sei denn sie geben keinen Produktschlüssel als Teil des Installationsprozesses ein. Diese Testversion gibt Ihnen die gleichen Funktionen wie die 60-Tage-Bezahlversion. Wenn die Testversion abläuft, werden die Funktionen der Bezahlversion gesperrt und die Software fällt auf den Leistungsstand der kostenfreien Version.

VMware ist nicht gerade als Billigplattform für Virtualisierung bekannt, deswegen ist die kostenfreie Software auf jeden Fall von Vorteil, allerdings nicht für jedes Einsatzszenario.

Die Gratis-Version eignet sich am besten für Entwicklungs- und Testumgebungen, in denen Administratoren ihre virtuellen Maschinen dann je nach Bedarf bereitstellen können, ohne befürchten zu müssen, die Lizenzkosten für den Hypervisor in die Höhe zu treiben. Damit lassen sich virtuelle Labor-Umgebungen kostengünstiger betreiben.

In Produktionsumgebungen sollte man sich den Einsatz der kostenfreien VMware-Software allerdings gründlich überlegen. Für kleine IT-Abteilungen mit äußerst begrenztem Budget mag dies eine Lösung sein, für größere Unternehmen ist der Einsatz mit Sicherheit nicht sinnvoll.

Hauptgrund dafür ist der fehlende Support für Hochverfügbarkeit in der kostenfreien Version. Fällt ein physischer Server in einem rein physischen Rechenzentrum aus, so ist auch nur dessen Workload betroffen. Beim Ausfall eines physischen Servers in einer virtualisierten RZ-Umgebung sind mit einem Schlag alle Workloads der darauf laufenden virtuellen Server beeinträchtigt. Das wiederum kann zu einem massiven Störfall führen, wenn kein Hochverfügbarkeitsspeicher im Einsatz ist, der dann diese Workloads an andere, noch funktionierende VMs verschieben kann. Leider fehlt genau diese Funktion im kostenfreien VMware Hypervisor.

Dass die Freeware zudem nur Single-Server-Management unterstützt, ist eine weitere große Einschränkung. Die Verwaltung kann nur mit einem entsprechenden Management-Client erfolgen, der nur das Management eines einzelnen Servers erlaubt. Möchten Sie vCenter für die VMware-Verwaltung nutzen, so müssen sie zwangsläufig auf die Bezahlversion umsteigen.

Darüber hinaus bietet der Gratis-Hypervisor keinen Support für Host-Level-Backups, da das nötige API (Application Programming Interface) gesperrt ist. Falls Sie eine Backup-Anwendung von Anbietern wie z.B. Symantec oder Veeam verwenden, können Sie zwar individuelle VMs mittels Guest-Level-Backup sichern, jedoch keine Host-Level-Backups anlegen.

Zudem gibt es weitere Beschränkungen der Freeware, aber die oben genannten sind die wohl signifikantesten.

Artikel wurde zuletzt im August 2014 aktualisiert

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