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Was ist Cloud-integriertes Storage und wann sollten Sie es einsetzen?

Unter Cloud-integriertem Storage (CIS) versteht man sowohl Storage als auch Cache für Cloud-Speichersysteme.

Image goes here Marc Staimer

Cloud-integriertes Storage (CIS) ist die Bezeichnung für Systeme für SAN, Network-attached Storage und Unified...

Storage, die als Storage-Stufe und/oder Cache für Cloud-Storage dienen. Auf zweierlei Weise unterscheidet sich CIS von Gateways für Cloud-Storage. Erstens bietet CIS den „Look and Feel“ von primärem Storage, also die Performance und Funktionalität eines typischen Systems für primäres Storage einschließlich Redirect-on-write-Snapshots, Thin Provisioning, Storage-Pooling, Hypervisor-Integration, Daten-Reduktion (Komprimierung und/oder Deduplizierung) und mehr. Die Leistung ist ähnlich wie bei traditionellen Storage-Systemen der Mittelklasse, und in vielen Fällen gibt es auch Ähnlichkeiten zu den aktuellen hybriden Storage-Systemen (einer Mischung aus Solid-State- und Festplatten-Laufwerken).

Der zweite große Unterschied: CIS ist in der Lage, Terabytes oder Petabytes (und noch viel mehr) an Kapazität in einem Repository für Cloud-Storage als lokale Daten erscheinen zu lassen.

Die Architektur von CIS ist für den Umgang mit passiven, kalten oder inaktiven Daten ausgelegt. Passive Daten machen 90 Prozent des Bestandes in typischen Organisationen aus und brauchen viel Regalplatz, Raum, Administration, Strom und Kühlung. In der Vergangenheit sind die Kosten pro Gigabyte Speicherplatz durch höhere Datendichte etwa alle 18 Monate um 50 Prozent gefallen. Doch diese Dichte-Zuwächse lassen nach, und mit ihnen die Kostensenkungen. Das bereitet vielen Unternehmen Probleme, denn ihre Datenvolumina verdoppeln sich weiterhin alle 18 Monate (laut Gartner und IDC liegt die jährliche Wachstumsrate bei 62 Prozent). Damit sind die Storage-Kosten für selten genutzte Daten zu einem wichtigen Thema bei der Budgetplanung geworden.

Öffentliches Cloud-Storage soll das Kostenproblem lösen. Es ist relativ günstig – abhängig von Faktoren wie der Zahl der gespeicherten Kopien, der geografischen Verteilung und dem Schutz vor Ausfällen liegen die Kosten zwischen sieben und 25 US-Cent pro Gigabyte und Monat. Allerdings hat Storage in einer öffentlichen Cloud zwei Nachteile: Es dauert eine Weile, Daten in die Cloud zu schicken und aus ihr abzurufen, und man braucht ein Vehikel (Data Mover) für das Bewegen der Daten. Bei vielen Data Movers erfolgt allerdings keine Deduplikation oder Komprimierung vor der Verlagerung in der Cloud, was die monatlichen Kosten erhöhen kann.

CIS löst dieses Problem von Cloud-Storage, indem aktive Daten automatisch im lokalen Cache gespeichert werden. Storage-Administratoren können die Kriterien dafür vorgeben, etwa „Zeit seit der letzten Änderung“ oder „Häufigkeit des Zugriffs“. Je nachdem, als was Daten auf dieser Grundlage klassifiziert werden, werden sie dann automatisch und dynamisch auf schnelleres oder langsameres Storage verlegt. Dem Nutzer oder Anwendungen werden allerdings mit Hilfe eines „stub“ (Platzhalter) auch solche Daten als lokal gespeichert präsentiert, die in das Cloud-Repository verlagert wurden. Auch Snapshots werden bei CIS auf der Grundlage von Richtlinien in die Cloud verschoben oder repliziert, Eingriffe des Administrators sind dafür nicht erforderlich.

Cloud-integriertes Storage ermöglicht eine Verteilung von Inhalten auf unterschiedliche geografische Standorte ohne Replikation. Die Daten befinden sich in einem oder mehreren Cloud-Repositories, erscheinen aber für Nutzer und Anwendungen an unterschiedlichen Standorten jeweils als lokales Storage. Dies beherrschen nicht alle CIS-Systeme, doch wenn es möglich ist, macht es das gemeinsame Nutzen von Inhalten deutlich einfacher und billiger.

Repositories für öffentliches Cloud-Storage sind bestens geeignet für passive Daten mit geringem Wert sowie Archiv- und Backup-Daten. Cloud-integriertes Storage ist dabei eine effektive und einfache Methode, um im Rechenzentrum ein oder mehrere Storage-Repositories zu nutzen. Auf diese Weise kommt Cloud-Storage zu den Nutzern und Anwendungen statt umgekehrt.

ÜBER DEN AUTOR: Marc Staimer ist Gründer und Senior Analyst von Dragon Slayer Consulting im US-Bundesstaat Oregon. In seinen 15 Jahren Beratungspraxis hat er sich auf die Gebiete strategische Planung, Produkt-Entwicklung und Markt-Entwicklung konzentriert. Insgesamt verfügt Staimer über 33 Jahre Marketing-, Verkauf- und geschäftliche Erfahrung bei Infrastruktur, Storage, Servern, Software, Datenbanken, Big Data und Virtualisierung. Damit gilt er als einer der führenden Experten der IT-Branche. Sie erreichen ihn unter marcstaimer@me.com.

Artikel wurde zuletzt im April 2013 aktualisiert

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