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Was ist Objekt-Storage und warum setzen gerade Cloud-Anbieter darauf?

Objekt-Storage ist einfach zu handhaben und günstig, allerdings gibt es auch Nachteile. Wofür im Unternehmen sollten sie Objekt-Storage einsetzen?

Viele, wenn auch nicht alle Cloud-Storage-Services basieren auf Objekt-Storage-Backends. Die haben nicht mehr viel Ähnlichkeit mit dem Block- und Dateispeicher, der normalerweise in Unternehmen zum Einsatz kommt. Was ist Objekt-Storage (Object Storage) und warum verlassen sich Cloud-Anbieter so stark darauf?

Im Gegensatz zu anderen Storage-Technologien speichert Objekt-Storage die Informationen nicht in Form hierarchischer Dateien. Objekt-Storage verpackt Daten inklusive aller zugehörigen Metadaten in "Objekten" zusammen mit einem eindeutigen Bezeichner oder Schlüssel, die sich dann in einem flachen Namespace (Namensraum) oder "Bucket" befinden.

Auf diese Objekte kann von überall auf der Welt über eine standardmäßige HTTP-Adresse zugegriffen werden. Veränderungen sind via REST-API möglich. Das macht Objekt-Storage zum Naturtalent für Cloud-Anwendungen.

Die großen Cloud-Anbieter lieben Objekt-Storage, weil es vollständig skalierbar ist. Wenn sie Kapazität hinzufügen möchten, fügen sie einfach weiter Knoten hinzu. Die zugrunde liegende Objekt-Storage-Plattform kümmert sich um die Replikation der Objekte, um die notwendigen Redundanz zu erreichen. Cloud-Anbieter lieben Objekt-Storage auch, weil es vergleichsweise billig ist. Die meisten Objekt-Storage-Systeme basieren auf Standardservern und gängigen Festplatten, ohne Einsatz von teuren RAID- und Festplatten-Controllern.

Aber Objekt-Storage ist andererseits zu neu, damit traditionelle Anwendungen wie Backup, Collaboration, Dokumentenmanagement und dergleichen damit arbeiten schon könnten. Oft ist diese Software noch nicht aktuell genug, um Objekt-Storage als Target zu erkennen. Unternehmen, die Objekt-Storage einsetzen wollen, müssen daher ihre Anwendungen neu schreiben oder aktualisieren. Eine alternative Lösung sind Cloud-Storage-Gateways, die zwischen Datei-, Block- und Objekt-Formaten „übersetzen“ können.

Zudem ist Objekt-Storage nicht besonders schnell. Damit ist es keine ideale Lösung für Anwendungen wie Datenbanken, die häufige Aktualisierungen an den Daten vornehmen. Objekt-Speicher als solches wird daher im Allgemeinen für Daten verwendet, die selten oder überhaupt nicht zu aktualisieren sind. Das sind beispielsweise Backups, Archive oder Multimedia-Dateien.

Über die Autorin: Alex Barrett ist Chefredakteurin des Magazins Modern Infrastructure. Schreiben Sie ihr an abarrett@techtarget.com.

Artikel wurde zuletzt im November 2013 aktualisiert

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