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Was sind Einsatzgebiete für Cloud-Storage neben Backup und Archivierung?

Cloud-Storage muss sich nicht auf Backups oder Archive beschränken, vielmehr kann Cloud-Storage neue Disaster-Recovery-Optionen ermöglichen.

Was sind neben Backups und Archivierung die besten Einsatzmöglichkeiten für Cloud-Storage?

Cloud-Storage muss sich nicht auf Backup- und Archivierungszwecke beschränken. Vielmehr können Cloud-Services für schnellere Implementierung von Anwendungen oder optimierte Disaster-Recovery-Umgebungen sorgen.

Während die meisten Unternehmen den Wert erkennen, den Cloud ihrer bestehenden Infrastruktur bringen kann, so sind sich auf der andere Seite die meisten nicht schlüssig, wie sie mehr Nutzen daraus ziehen können, statt nur Online-Applikationen wie Salesforce.com, Cloud-Backups oder File-Sync-and-Share-Lösungen zu nutzen.

Um mit der Cloud einen Schritt weiter zu gehen als nur Anwendungen und Daten in der Cloud zu sichern, müssen Unternehmen zunächst entscheiden, für welche Workloads oder Datenbestände es kostengünstiger wäre, wenn sie von einem Provider in der Cloud gehostet würden. 

Danach muss man entscheiden, wie man diese Services erhält. Für Anwendungen empfiehlt Storage Switzerland einen hybriden Ansatz. Der optimale Startpunkt hierfür ist, wenn sich eine Firma entscheidet, eine neue Anwendung online zu nehmen. Hier gibt es zwei Einsatzszenarien für Cloud-Storage, die es Anwendern erlaubt, Cloud auch in anderen Gebieten zu nutzen als nur für Backups.

Applikation-Lifecycle-Ansatz

Will man eine Anwendung in Betrieb nehmen, so muss man traditionellerweise neue Server und neuen Storage kaufen. Oftmals werden diese Komponenten erworben, um die Anwendung zu hosten und die Daten zu speichern, nachdem die Applikation voll in Betrieb ist. Das Problem dieser Methode ist, dass es Monate oder selbst Jahre dauern kann, bis die Anwendung letztlich den Wert des Hardware-Kaufs rechtfertigt, sprich: bis sich die Lösung amortisiert.

Eine Alternative kann die Cloud sein, die man zunächst nutzen kann, um die Anwendung dort zu entwickeln und somit Compute und Storage des Providers zu nutzen. Kommt die Anwendung zu Marktreife, kann man sie in Rechenzentrum holen und dort voll in Betrieb nehmen. 

Damit lassen sich die Neukäufe von Server- und Storage-Hardware hinauszögern. Das ist insgesamt günstiger, da in der Regel die Infrastrukturkosten über längere Zeiträume hinweg abnehmen. Es bedeutet zudem, dass die endgültige Infrastrukturentscheidung besser durchdacht sein wird, da nun mehr Zeit hierfür zur Verfügung steht, während die Applikation entsteht und läuft.

Mit dieser Methode lässt sich die Cloud auch dafür nutzen, die Applikation wieder zurück in die Cloud zu migrieren, wenn sie ausläuft und durch eine andere ersetzt werden soll. Wenn das passiert, brauchen die Anwender oft noch die alten Daten der veralteten Anwendung und die Cloud ist ein idealer Platz für diese Referenzdaten.

Self-Service Disaster Recovery

Viele Cloud-Backup-Anbieter haben ihre Angebote weiter entwickelt und offerieren nun Disaster Recovery as a Service (DRaaS). Das heißt, sie sichern die Daten wie gehabt in einem Backup und ermöglichen darüber hinaus, dass sich die Daten und ihre Anwendungen aus der Cloud heraus wiederherstellen lassen. 

Falls das Rechenzentrum nicht verfügbar sein sollte, können die Applikationen in der Cloud gestartet werden. Das können Sie auch einfach selbst übernehmen und müssen nicht auf den Provider angewiesen sein.

Es gibt Anwendungen, die konstant Daten vom Rechenzentrum zu einem Cloud-Compute-Provider wie Amazon, Google oder Rackspace replizieren. Während der Replikation werden die Daten ebenso in das virtuelle Format des Providers konvertiert. 

Fällt das eigene Rechenzentrum aus, kann man die Cloud-Instanzen ganz nach Bedarf wieder starten. Interessant ist, dass viele Provider nur eine geringe Gebühr für diesen Storage fordern und die Compute-Zyklen nur nach Verbrauch berechnen. Das garantiert eine recht günstige DR-Funktion sowie eine praktische Methode Applikationen zu testen und zu entwickeln.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2015 aktualisiert

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