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Welche Optionen gibt es beim Backup von Ubuntu Linux?

Host-, Datei- oder Anwendungs-Ebene? Beim Backup von Ubuntu Linux gibt es verschiedene Optionen, die wir Ihnen hier kurz vorstellen.

Dieser Artikel behandelt

Backup-Tools

Sind spezielle Backup-Tools notwendig, um Systeme mit Ubuntu Linux als Betriebssystem zu sichern? Oder lassen sich solche Systeme auch mit allen anderen gängigen Backup-Lösung sichern?

Es gibt sehr viele Utilities, die Sie für ein Backup unter Ubuntu verwenden können. Sie finden einige in der Ubuntu Backup Documentation. Dort sind unter anderem rsync, tar BackupPC, Bacula und SimpleBackupSuite beschrieben. Einige dieser Tools bringen eine grafische Oberfläche mit sich, andere wiederum setzen auf die Kommandozeile. Zudem fertigen manche Tools Raw-Backups und andere Datei-Backups an. Außerdem ist die Möglichkeit zur Automatisierung nicht bei allen gleich. Fakt ist, dass Sie Kommandozeilen-Tools immer in Skripte einbauen können. Skripte wiederum lassen sich über so genannte Cron-Jobs periodisch aufrufen. Anders gesagt ist eine Automatisierung mit Kommandozeilen-Tools immer möglich, auch wenn Sie möglicherweise etwas Handarbeit damit haben.

Auch einige der großen Backup-Anbieter unterstützen Ubuntu-Sicherungen. Zum Beispiel unterstützt CommVault neben einigen veralteten Ubuntu-Versionen auch Ubuntu in Version 10.04 LTS (Long Term Support) und 12.04 LTS. Auch EMC Networker bietet Unterstützung für Ubuntu an.

Das Problem ist aber, dass die Unterstützung für Ubuntu bei den großen Backup-Anbietern limitiert ist. Viele Backup-Lösungen unterstützen Ubuntu nur im Rahmen des allgemeinen Linux- oder VM-Supports (virtuelle Maschine). Andere Anbieter haben Unterstützung für Ubuntu im Portfolio, aber möglicherweise nur für ältere Versionen des Betriebssystems. Ein Unternehmen kann also nicht automatisch davon ausgehen, dass für die vorhandene Backup-Applikation auch ein Ubuntu-Agent verfügbar ist.

Einige Unternehmen lassen Ubuntu innerhalb einer virtuellen Maschine laufen und erstellen Backups dann auf Host-Ebene. Somit wollen Sie Probleme umgehen, die mit der Kombination aus Ubuntu und Backups auftreten können.

Microsoft zum Beispiel hat angefangen, virtuelle Maschinen mit Linux ähnlich zu unterstützen wie das auch bei einer Windows-VM der Fall ist. Somit ist es möglich, Online-Backups von virtuellen Maschinen mit Linux zu erstellen, die auf einem Windows Server 2012 R2 Hyper-V laufen.

Allerdings sollten Sie dabei im Hinterkopf behalten, dass solche Backups zwar auf Datei-Ebene konsistent sind, aber nicht auf Anwendungs-Ebene. Wenn Sie Linux-Applikationen am Laufen haben, dann dürfte es wahrscheinlich auch effizienter sein, ein Linux-spezifisches Backup-Tool zu verwenden. Sind Sie dazu in der Lage, sollten Sie diese Lösung einer herkömmlichen Backup-Lösung oder einem Hypervisor-Backup vorziehen.

Artikel wurde zuletzt im Mai 2014 aktualisiert

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