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Wie können Sie Ihre Daten aus sozialen Medien am besten sichern?

Ein Backup der Daten in sozialen Medien wird von vielen Firmen vernachlässigt. Aber auch diese Daten können wichtig sein und Backups sind nötig.

Die meisten Unternehmen strengen sich sehr an, ihre Daten zu schützen, egal ob im eigenen Rechenzentrum oder der Cloud. Aber nur wenige kümmern sich um ein Backup sozialer Medien.

Dabei besteht wie bei allen Daten auch in sozialen Medien das Risiko des Datenverlusts. Eine Site eines Anbieters sozialer Medien könnte gehackt werden, in Konkurs gehen oder die Vertragsbedingungen ändern. Es ist wichtig, die Daten auf solchen Plattformen abzuspeichern, um die Präsenz der eigenen Firma im sozialen Umfeld notfalls rekonstruieren zu können.

Ein Backup sozialer Medien hilft außerdem dabei, von allem, was die Firma gepostet hat, eine Kopie aufzubewahren. Man weiß nie, wann ein Anbieter seine Storage-Kosten dadurch reduziert, dass er ältere Posts löscht.

Wie viel mit sozialen Medien schiefgehen kann, zeigt ein aktueller Fall: Auf der Chinareise des FC Chelsea im Juli 2017 postete der Spieler Kenedy „Fuck China“ auf Twitter. Die chinesische Staatszeitung wurde darauf aufmerksam und es folgte eine für den britischen Fußballclub sehr unangenehme Erfahrung. Statt des erhofften Image-Gewinns ist der Ruf des FC Chelsea in China ruiniert und wohl auch ein erheblicher materieller Schaden zu befürchten.

Das Problem mit einem Backup sozialer Medien ist, dass die Netzwerkanbieter sich nicht an Standards halten müssen. Jeder hat seine eigene Speichermethode. Beispielsweise behandelt Twitter Daten ganz anders als Facebook.

Es gibt einige Methoden, Backups sozialer Netzwerke über Umwege anzugehen. Manche gibt es, die Fotos von sozialen Medien herunterladen oder Screenshots ihrer Tweets anfertigen. Einige Plattformen wie Twitter oder Gmail ermöglichen sogar den Export von Daten und Archiven.

In den vergangenen Jahren gab es eine Reihe von Versuchen von verschiedenen Anbietern, Tools für das Backup sozialer Medien zu entwickeln. Aber im Moment sind wohl nur eines dieser Tools realistische Optionen.

Das bekanntere und umfassendere Tool ist Frostbox. Allerdings scheint dort der Kontakt zu den Kunden abgerissen zu sein. Der letzte aktive Eintrag im Firmenblog und auf Twitter datiert von 2015. Seit 2016 beschweren sich Kunden auf Twitter #Frostboxcom, dass Support-Anfragen nicht beantwortet werden, die Software nicht funktioniert oder es andere Probleme gibt.

Wenn man sich auf der Site anmelden will, erscheint die Meldung „Frostbox is currently not accepting new users“. Eine E-Mail-Anfrage von TechTarget Deutschland an den Firmengründer Shane Robinson blieb unbeantwortet. Im LinkedIn-Profil von Mr. Robinson und seiner Mitgründerin Maggie Foggin taucht Frostbox gar nicht mehr auf, sondern nur noch eine andere Firma Converted.co.uk. Die Firmenadressen in Sheffield/UK von Frostbox und Converted sind identisch. Frostbox behauptete, tägliche Backups von Facebook, Twitter, Gmail, LinkedIn, Foursquare, Flickr, Instagram, Tumblr und Evernote durchzuführen.

Eine hoffnungsvollere Alternative ist digi.me. Das Unternehmen ist aktiv, hat im Juni 2017 an einer Messe in Paris teilgenommen und CEO Rory Donelly war einige Zeit in Deutschland tätig. Sie sehen sich aber nicht als Backup-Anbieter, sondern fokussieren die Konsolidierung aller Daten in sozialen Medien an einem Ort. digi.me ist dafür ausgelegt, Kopien aller Daten in sozialen Medien auf Cloud Storage oder lokalem Speicher abzuspeichern. Diese Online-Bibliothek kann als Backup dienen.

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Artikel wurde zuletzt im August 2017 aktualisiert

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