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Wie konfiguriert man am besten ein Storage Array mit 16 Ein-Terabyte-Drives?

Bei der Entscheidung zwischen RAID 10 oder RAID 50 spielen Anforderungen an I/O-Performance und Datenschutz eine große Rolle.

Dieser Artikel behandelt

Sichere Datenspeicherung

RAID 10 vs. RAID 50: Wie konfiguriert man am besten ein Storage Array mit 16 Ein-Terabyte-Drives? Und was spricht dafür? Es wird empfohlen, zwei Arrays zu Testzwecken einzurichten.

Für die erste Lösung mit RAID 10 erhält man einen erhöhten Datenschutz, während der Vorteil bei RAID 50 in mehr Performance besteht. Der Anwender muss abwägen, für welche Variante er sich entscheidet und eventuell auch einen Nachteil in Kauf nehmen. Die Entscheidung für RAID 10 oder RAID 50 hängt von den Anforderungen des Unternehmens hinsichtlich dieser Fragen ab:

  • Wie will man seine Daten schützen?
  • Welche Ausgaben für die erforderlichen Festplatten will man sich leisten, um den ausgewählten RAID-Level in die Praxis umzusetzen?

Zunächst muss man die besonderen Eigenschaften von RAID 10 und RAID 50 klären:

RAID 10 (1+0): Daten über mehrere gespiegelte Platten-Sets verteilen (Striping).

Bei RAID 1 werden alle auf eine Platte geschriebenen Daten auf eine ihr zugeteilte weitere Platte gespiegelt (Disk Pair). RAID 10 führt diesen Ansatz einen Schritt weiter und verteilt die Datenblöcke über mehrere gespiegelte Plattenpaare. Insofern kann eine RAID-10-Anordnung den Ausfall mehrerer Platten tolerieren, solange eine Platte in jedem Paar weiter funktioniert. Sobald zwei Platten in dem gleichen gespiegelten Paar ausfallen, ist die ganze RAID-10-Gruppe betroffen und die Daten sind verloren.

RAID 10 bietet ausgezeichnete Performance und gilt als besonders geeignet für Anwendungen mit hohen I/O-Anforderungen. Der Nachteil von RAID 10 besteht darin, dass bei dieser Konfiguration wegen der erforderlichen Spiegelung der Daten lediglich 50 Prozent der gesamten Rohkapazität der Platten zur Verfügung stehen.

RAID 50 (5+0): Daten über mehrere RAID-5-Parity-Gruppen verteilen

Diese Konfiguration beruht auf einem RAID-0-Set und verteilt die Daten über verschiedene RAID-5-Sets. Wie bei RAID 10 können mehrere Platten-Ausfälle toleriert werden. Ein Datenverlust tritt erst dann ein, wenn mehr als eine Platte in jeder der RAID-5-Gruppen mit Striping-Funktionalität ausfällt.

Diese RAID-Variante wird immer populärer, da sie größeren Datenschutz bietet ohne die Overhead-Kosten, wie sie RAID 10 aufgrund der ungenutzten Speicherkapazität verlangt. RAID 50 ist besonders geeignet für Anwendungen mit hoher Schreibgeschwindigkeit und für Anwendungen mit unregelmäßigen I/O-Anforderungen (random I/O).

Allgemein sollte man unbedingt beachten, dass man unabhängig vom geforderten I/O-Profil und unabhängig vom ausgewählten RAID-Level auf jeden Fall mindestens eine Platte als Hot Spare konfiguriert. Diese Reserveplatte kann dann in einem Katastrophenszenario beziehungsweise Plattenausfall die Speicheraufgaben übernehmen. 

Dies ist eine grundlegende und sehr effektive Methode, um seinen Daten die beste Überlebenschance zu geben: Wenn eine Disk ausfällt, hat man auf diese Weise genug Zeit, sie auszuwechseln – und das, bevor eine weitere ausfällt.

Wenn eine Wahl zwischen RAID 10 und RAID 50 ansteht, wird die Entscheidung letztlich davon abhängen, ob die I/O- oder die Datenschutzanforderungen im Vordergrund stehen. In jedem Fall geht es bei der Planung einer effizienten Speicherumgebung nicht nur darum, wie viel Daten zu speichern sind, sondern auch darum, welche Art von Daten man speichern und sichern will. Dabei sollte man auch nicht vergessen, dass RAID-Lösungen zwar die Verfügbarkeit der gespeicherten Daten erhöhen, aber kein Backup ersetzen können.

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Artikel wurde zuletzt im September 2014 aktualisiert

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