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Wie lange hält eine Solid State Disk der Belastung stand?

In der ersten Generation war die Lebensdauer von Solid State Disks stark begrenzt. Das hat sich mittlerweile durch Einsatz neuer Technologien gewandelt.

Die Anbieter von Festplatten und RAIDs streuen gerne Gerüchte über die begrenzte Lebensdauer von Solid State Disks (SSDs). Die entsprechenden Besorgnisse gibt es noch, sie sind aber mittlerweile unbegründet.

In der Frühzeit der SSDs konnten in der Tat Testläufe mit zahlreichen wiederholten Schreibvorgängen ein Laufwerk binnen Wochen verschleißen. Die SSD-Branche reagierte darauf, indem sie die physischen Eigenschaften der Zellen kritisch unter die Lupe nahm. Es wurden Wege gefunden, Wellenformen und Voltgrenzen so zu gestalten, dass die Schreibqualität verbessert wurde.

In ähnlicher Weise wurden auch die Lesezyklen so optimiert, dass die Interaktionen zwischen Zellen und die Voltgrenzen besser wurden. Mit mathematischen Methoden wurden effektive Fehlerkorrekturmechanismen entwickelt.

Die Angst vor einem schnellen Verschleiß war der Grund dafür, dass in frühen SSD-Laufwerken einfache Single Level Cells (SLC) zum Einsatz kamen. Anspruchsvolle Multi Level Cells (MLC) wurden nur im Consumer-Umfeld, nicht im Unternehmenseinsatz verwendet. Aber mittlerweile ist die Lebensdauer so gut geworden, dass SLCs praktisch nicht mehr angeboten werden. MLCs sind jetzt so gut geworden, dass Schreibvorgänge Software-gesteuert über mehrere Blöcke verteilt werden, was den Verschleiß stark reduziert.

Wie hoch ist die Lebensdauer von SSDs?

Die Hersteller machen heutzutage Angaben zur voraussichtlichen Lebensdauer jedes Laufwerks. In der Praxis gibt es starke Schwankungen über Produktfamilien hinweg, weil die Anbieter einen Teil der Laufwerkskapazität als Reserve zur Lebensdauererweiterung vorhalten, wenn Zellen altern.

Typischerweise wird die Lebensdauer über einen bestimmten Zeitraum (beispielsweise fünf Jahre) garantiert mit einer vorgegebenen Zahl von vollständigen täglichen Überschreibungen des Laufwerks. So können Kunden ein Laufwerk wählen, das für Ihren Einsatzzweck am besten geeignet ist.

Beispielsweise macht ein Laufwerk mit 0,2 Überschreibungen pro Tag für fünf Jahre dann Sinn, wenn dieses in erster Linie für Archivzwecke genutzt wird. Dann wird normalerweise jeder Block nur ein- oder zweimal im Rahmen seiner Lebensdauer überschrieben. Dagegen kann ein sehr schnelles NVMe-Laufwerk als Primärspeicher für eine Datenbank fünf Schreibvorgänge täglich benötigen, ist aber auch sehr viel teurer.        

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Artikel wurde zuletzt im August 2017 aktualisiert

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