Definition

Backup

Backup bezeichnet das Kopieren von Dateien oder Datenbanken, so dass diese bei einem Geräteausfall oder anderen Katastrophe erhalten bleiben. Backups stellen gewöhnlich eine Routineaufgabe im Betrieb großer Unternehmen mit Großrechnern oder auch für Administratoren kleinerer geschäftlicher Computer dar. Auch für die Benutzer von Personal-Computern sind Backups erforderlich, werden jedoch oft vernachlässigt. Das Zurückholen der gesicherten Dateien eines Backups wird Restore beziehungsweise Wiederherstellung genannt.

Für Anwender kommen lokale oder auch Cloud- beziehungsweise Online-Backups in Frage.

Lokales Backup

Hier ist eine Liste der Optionen dafür, beginnend mit den besonders kostengünstigen:

  • Sicherung wichtiger Dateien auf Disketten. Dieser Ansatz wird gewöhnlich von Personen verwendet, die ihre Ausgaben und persönlichen Finanzdaten auf dem Computer verwalten. Programme wie Quicken und Managing Your Money erinnern die Benutzer beim Beenden stets daran, die Daten zu sichern. Falls Ihre Festplatte ausfällt, sind Sie dann in der Lage, Ihre Überweisungsdaten zu rekonstruieren. Wenn Sie andere wichtige Dateien haben (zum Beispiel Kapitel eines Buchs, das Sie gerade schreiben), dann ist es eine gute Idee, ein Backup Ihrer täglichen Arbeit zu erstellen. Eine Kopie auf Diskette ist gleichermaßen schnell erledigt und preiswert.
  • Backup auf ein Zip-Drive, Jaz, Syquest oder ähnliche Festplatten. Etwa einmal pro Woche sollten Sie Ihre Dateien (zumindest Ihre eigenen und vielleicht doch den gesamten Inhalt Ihrer Festplatte) auf einem alternativen Speichermedium wie zum Beispiel einem Zip-Drive sichern. Diese Geräte können mindestens eine Million Bytes auf einer speziellen Festplatte unterbringen. Das Erstellen eines Backups dauert gewöhnlich eine Weile (ungefähr 45 Minuten für den Inhalt einer 500-Megabyte-Festplatte).
  • Es gibt auch leicht entnehmbare Laufwerke, auf denen Sie die Sicherung erstellen können. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie noch weitere Gründe für deren Verwendung haben (zum Beispiel für große Grafik-Dateien, die Sie offline speichern bzw. lagern wollen).

Disketten und Zip-Drives kommen selbst im Consumer-Bereich kaum mehr zum Einsatz. Vielmehr haben hier USB-Laufwerke, CDs/DVDs oder Cloud-Backups diese Sicherungsverfahren ersetzt.

  • Backup auf Disk: Das wohl verbreitetste Backup in Unternehmen ist die Datensicherung auf Festplatten beziehungsweise Festplattensystemen. Diese Methode ist aufgrund der Anbindungsoptionen (SAN, NAS, DAS) effizient und schnell sowohl beim Kopieren als auch bei der Wiederherstellung. Die Kapazitäten der Medien reichen mittlerweile an zweistellige Terabyte-Größen heran. Um die Drives noch effizienter zu nutzen, werden darüber hinaus Datenreduktionsmethoden wie Deduplizierung und Komprimierung eingesetzt. Um die Daten ausfallsicher vorzuhalten, kommen RAID-Level zum Einsatz.
  • Backup auf Band: Das ist eine Sicherung, bei der Datenkopien auf Magnetbänder geschrieben und teilweise auch an Zweitstandorte ausgelagert werden. Der derzeit am meisten eingesetzte Technologiestandard ist LTO. Band-Backups können auch als Ergänzung zu Disk-Backups genutzt werden, als so genannte Backup-to-Disk-toTape (B2D2T).

Um Daten ausfallsicher zu speichern, bietet sich ein Backup an externe Standorte an oder die Auslagerung von Backup-Medien, wie beispielweise Wechseldatenträger wie RDX oder Bandlösungen wie LTO. Dies wird auch oft Online-Backup genannt Beim Backup an externe Standorte muss nicht zwangsläufig das gesamte primäre Rechenzentrum beziehungsweise dessen Ressourcen erneut erworben und konfiguriert werden. Vielmehr definiert das Unternehmen die Datenbestände, die es für seine Business Continuity benötigt und muss die notwendigen Ressourcen für das Backup dieser Daten am Zweitstandort zur Verfügung stellen. Je nachdem, wie weit das zweite RZ entfernt ist, lassen sich unterschiedliche Replikationsverfahren für das Backup nutzen: asynchron (über 300 km) oder synchron (bis 300 km). Ein solches Backup eignet sich zudem für Disaster-Recovery-Strategien. Sollte das Primäre RZ aufgrund von Naturkatastrophen oder anderen Störungen ausfallen, kann der Basisbetrieb für das Unternehmen am Zweitstandort aufrechterhalten werden.

Mit der Auslagerung von Medien lässt sich eine solche Hochverfügbarkeit oder BC nicht ganz erreichen, da für eine Wiederherstellung Hardware vonnöten ist, die bei einer Naturkatastrophe zum Beispiel nicht mehr am RZ vorhanden wäre. In einem solchen Fall müsste das Unternehmen neue Hardware erwerben oder leihen, um seinen Geschäftsbetrieb wiederaufzunehmen. Dieser Vorgang kann allerdings wichtige Zeit und letztlich Geld kosten. Für welche Backup-Strategie sich ein Unternehmen entscheidet, hängt vor allem von den selbstbestimmten RTOs und RPOs ab. Diese definieren, wie schnell ein Backup respektive die Daten und Anwendungen wieder bereitstehen müssen und wie viel Daten maximal verloren gehen dürfen, damit der Geschäftsbetrieb nicht davon beeinträchtigt ist.

Cloud-Backup

In den letzten fünf Jahren hat sich der Trend des Cloud-Backup nicht nur auf Consumer-Ebene, sondern auch bei Unternehmen durchsetzen können. Hierbei werden Daten nicht an einen eigenen zweiten Standort kopiert, sondern zum Rechenzentrum eines Dienstleisters. Man unterscheidet die Public Cloud (derzeit weit verbreitet), die Hybrid Cloud (eine Mischung aus Private und Public mit mehr Sicherheit) und die Private Cloud. Viele Firmen setzen verstärkt auf die hybride Cloud-Version, die ihnen die Flexibilität des externen Dienstleisters mit der Sicherheit interner Prozesse gibt. Es gibt zahlreiche Optionen, Cloud-Backups umzusetzen, sei es ein einfaches hochladen weniger genutzter Daten für DR-Zwecke, das aktive Betreiben von virtuellen Maschinen in der Cloud für Failover-Szenarien oder das Kopieren von Backup-Daten zusätzlich zur lokalen Datensicherung. Darüber hinaus sind auch Cloud-to-Cloud-Backups möglich.

Die Art und Weise der Cloud-Backups hängt nicht nur von RTOs und RPOs ab, sondern auch von den Datenformaten, erforderlichen SLAs oder Cloud-SLAs, der vorhandenen Bandbreite für die Datenübertragung und den Backup-Intervallen ab.

Folgen Sie SearchStorage.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Diese Definition wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

Erfahren Sie mehr über Tape-Backup

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

0 Kommentare

Älteste Beiträge 

Passwort vergessen?

Kein Problem! Tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse unten ein. Wir werden Ihnen eine E-Mail mit Ihrem Passwort schicken.

Ihr Passwort wurde an die folgende E-Mail-Adresse gesendet::

- GOOGLE-ANZEIGEN

Dateiendungen und Dateiformate

Gesponsert von:

SearchSecurity.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

SearchDataCenter.de

Close