Definition

Cloud Storage SLA

Ein Cloud Storage SLA ist ein Service-Level Agreement – also eine Vereinbarung über die Qualität eines Dienstes – zwischen einem Anbieter von Cloud-Storage und einem Kunden. In ihm sind Detailvereinbarungen zum gebuchten Dienst enthalten, die sich üblicherweise quantifizieren lassen.

Ein typisches SLA für Cloud-Storage definiert genaue Vorgaben wie etwa 99,9 Prozent Verfügbarkeit sowie die dem Kunden zustehenden Gegenmaßnahmen und Ausgleichszahlungen, falls der Dienst nicht wie beschrieben zur Verfügung steht. Ebenfalls meist enthalten sind Angaben zur Serviceverfügbarkeit: Diese spezifizieren, wie lange eine Leseanfrage maximal dauern darf, wie viele wiederholte Versuche zulässig sind und dergleichen mehr. Ebenso sollte ein SLA definieren, welchen Ausgleich Nutzer beim Verfehlen der Spezifikationen bekommen. Die meisten Anbieter von Cloud-Storage arbeiten mit gestaffelten Service-Plänen. Wenn es Abweichungen zwischen den SLA-Spezifikationen und dem tatsächlich gelieferten Serviceniveau gibt, erhält der Nutzer entsprechend dieser Staffelung Gutschriften.

Die meisten Anbieter von öffentlichen Cloud-Diensten stellen auf ihren Websites Details zum Serviceniveau zur Verfügung, die meist für alle Nutzer identisch sind. Große Unternehmen, die einen Dienst bei einem Anbieter von Cloud-Storage buchen, können aber unter Umständen ein individuelleres Angebot aushandeln. In solchen Fällen kann ein SLA auch Aufbewahrungsregeln, die Zahl der vorzuhaltenden Kopien, Storage-Standorte etc. enthalten.

Es ist sehr wichtig, ein SLA genau zu lesen und seine Konsequenzen zu verstehen. Eine häufige Vorgabe ist zum Beispiel 99,9 Prozent Verfügbarkeit, was letztlich bis zu neun Stunden an Ausfällen pro Jahr bedeutet. Für manche geschäftskritischen Daten ist das vielleicht zu viel. Ebenfalls sollten Sie prüfen, wie solche Begriffe definiert sind, rät Terri McLure, leitende Analystin bei der Enterprise Strategy Group im US-Bundesstaat Massachusetts: "Ich weiß zum Beispiel vom SLA eines Anbieters, in dem von 99,9 Prozent Verfügbarkeit die Rede ist. Das klingt ja ganz gut. Aber als Ausfall zählt nur, wenn der Kunde mehr als zehn Minuten nicht auf die Anwendungen zugreifen kann. Ein Ausfall von neun Minuten wird also gar nicht berücksichtigt."

Diese Definition wurde zuletzt im Juni 2011 aktualisiert

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