Definition

CompactFlash-Karte (CF Card)

Mitarbeiter: Sonia Lelii

Die sehr populären CompactFlash-Karten (CF-Karten) sind Speichermedien, die von der Firma SanDisk im Jahr 1994 entwickelt wurden. Bei ihnen kommt Flash-Speichertechnik zum Einsatz, um Daten auf sehr kleinen Karten zu speichern. Diese Karten besitzen keinerlei mechanischen Teile und benötigen auch keine Batterie, um die Daten abzuspeichern. Nutzer können mit Hilfe der CF-Karten Daten auf eine ganze Reihe von unterschiedlichen elektronischen Geräten bringen.

Die CF-Karten basieren auf der Schnittstelle Parallel Advanced Technology Attachment (PATA), haben mit 42,8 x 36,4 mm in etwas die Abmessung eines Streichholzbriefchens und werden mit einer Speicherkapazität von bis zu 512 GByte angeboten. Es existieren zwei Typen von CF-Karten, die unterschiedliche Dicke besitzen, um so verschiedene Kapazitäten anbieten zu können: CF-Karten vom Typ 1 sind 3,3 mm dick, während die des Typs 2 eine Dicke von 5,0 mm aufweisen.

Die CompactFlash-Karten unterstützen das Arbeiten mit 3,3 oder 5 Volt und können zwischen diesen beiden Werten umschalten. Da bei Flash nichtflüchtiger Speicher zum Einsatz kommt, bleiben die Daten auf diesen Medien auch erhalten, wenn die Stromzufuhr eines Gerätes ausgeschaltet wird oder verloren geht. Da es sich bei diesen Karten um eine sogenannte Solid-State-Konstruktion handelt, sind diese weitaus robuster als viele andere Speichermedien. Der Wert des „Operating Shock Rating“, der für die Höhe steht, aus der ein Medium herunterfallen kann und dann immer noch arbeitet, beträgt 2000 Gauss im Vergleich zu 100 bis 200 Gauss bei einem mechanischen Laufwerk eines typischen mobilen Computergeräts. Das entspricht dann in etwa einem Sturz auf den Grund aus einer Höhe von etwa 3 Meter im Vergleich zu einem Fall aus zirka 30 cm Höhe bei einem mechanischen Disk-Laufwerk.

CompactFlash-Karten werden sehr häufig in digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR) eingesetzt. Eine High End-Version mit der Bezeichnung Ultra CompactFlash steht speziell für anspruchsvollere fotografische Aufgaben wie Serienbilder mit hoher Auflösung oder Aufnahmen von bewegten Objekten in der Sportfotografie. Die Ultra-CF-Medien stellen eine doppelt so hohe Übertragungsrate wie die Standardmedien von SanDisk zur Verfügung, so dass die Daten sehr schnell abgespeichert und die Kamera schneller für die nächste Aufnahme bereit ist. CFast oder CompactFast kombiniert den Formfaktor der Compact Flash-Karten mit der Serial ATA-Schnittstelle (SATA).

Konformität der CompactFlash-Karten

Die Hersteller die Mitglieder bei der CompactFlash Association (die 1995 gegründet wurde) sind, testen die CF-Karten selbst auf Interoperabilität. Karten, die solche Test durchlaufen haben, werden auf die folgende Weise gekennzeichnet:

  • CF 4.1a: Diese weitverbreiteten Produkte unterstützen eine sequentielle Zugriffsgeschwindigkeit von bis zu 90 MByte pro Sekunde (MBps).
  • CF 5.0: Diese Produkte besitzen effizientere Kommandos und unterstützen TRIM-Optionen, wodurch sie eine einheitliche Geschwindigkeit bieten.
  • CF 6.0: Hier wurde Ultra Direct Mode Access 7 (UDMA 7) implementiert, wodurch eine Busgeschwindigkeit von bis zu 167 MBps ermöglicht sowie das Sanitize-Kommando unterstützt wird.

 

Weitere Formate von Flash-Speicherkarten

Um Daten, Bilder und Musik, die in ihrer Größe immer weiterwachsen, zu speichern und zwischen verschiedenen Geräten zu übertragen, wurden weitere, neue Formate von Flash-Speicherkarten eingeführt. Dazu gehören beispielsweise Secure Digital (SD) Speicherkarten, die von der SD Association – ein weiteres Industrie-Konsortium ganz ähnlich der CompactFlash Association – geregelt werden. SD-Karten besitzen Abmessungen von 32 x 24 x 2.1 mm. Sie sind leicht an der abgeschrägten Ecke zu erkennen. Mini- und MicroSD-Karten wurden für die Nutzung in mobilen Telefonen entwickelt. Die MiniSD-Karten besitzen Maße von 21,5 x 20 x 1,4 mm während MicroSD-Karten 15 x 11 x 1 mm groß sind. Der Hauptunterschied zwischen SD- und CF-Karten besteht darin, dass die SD-Karten im Gegensatz zu den CF-Karten keinen Mikro-Controller beinhalten.

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Diese Definition wurde zuletzt im Juli 2016 aktualisiert

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