Definition

Festplatten-Striping

In Computern mit mehreren Festplatten-Systemen bedeutet Striping, Daten in Blöcke zu organisieren und über mehrere Partitionen auf mehreren Festplatten zu verteilen. Jeder „Streifen“ hat die Größe der kleinsten Partition. Sind zum Beispiel drei Partitionen in den Größen 50, 100 und 150 MB selektiert, dann ist jede Stripe 50 MB groß. Dabei ist es ratsam, die Partitionen gleich groß zu wählen, um keinen Speicherplatz zu verschwenden. Jeder erstellte Streifen gehört zum Stripe-Set. Striping wird mit RAID (Redundant Array of Independent Disks) verwendet. RAID ist ein Speicher-System, das mehrere Datenträger zum Speichern und Verteilen von Daten einsetzt. Beim Striping können bis zu 32 Festplatten genutzt werden.

Es gibt zwei Arten von Festplatten-Striping: Single-User und Multi-User. Beim Single-User-Striping bedienen mehrere Festplatten gleichzeitig mehrere I/O-Anforderungen einer Workstation. Multi-User-Striping erlaubt mehrfache I/O-Anforderungen von verschiedenen Workstations an mehrere Disks. Während eine Festplatte also die Anforderung einer Arbeitsstation bedient, kann eine andere einen gesonderten Auftrag einer anderen Workstation bearbeiten.

Disk-Striping wird mit oder ohne Parität verwendet. Beim Striping mit Parität speichert ein zusätzlicher Streifen die Paritätsinformationen auf einer eigenen Partition oder Festplatte. Fällt eine Festplatte aus, macht ein fehlertoleranter Treiber die verlorene Partition unsichtbar und ermöglicht fortgesetzte Lese- und Schreib-Operationen. So bleibt Zeit, ein neues Stripe-Set zu erstellen. Nach Ausfall einer Festplatte ist das Stripe-Set nicht mehr fehlertolerant, was seinen Verlust bedeutet, falls nach der ersten weitere Festplatten ausfallen. Striping ohne Parität bedeutet: keine Fehlertoleranz.

Der Striping-Prozess wird in Verbindung mit Software verwendet, die den Benutzer über ausgefallene Festplatten informiert. Die Software erlaubt auch, die Größe der Streifen sowie zwecks Identifikation und Diagnose ihren Farbcode festzulegen. Auch die Paritätsoptionen setzt man über die Software.

Artikel wurde zuletzt im September 2005 aktualisiert

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