Definition

Over-Subscription

Over-Subscription bedeutet in Speichernetzen (SANs), mehrere Geräte an denselben Switch-Port anzubinden, um die Nutzung des Switches zu optimieren. Jeder SAN-Port unterstützt eine bestimmte Kommunikationsgeschwindigkeit. Ein Fibre-Channel-Switch kann beispielsweise Ports mit 2 GBit/s, 4 GBit/s, 8 GBit/s oder 16 GBit/s haben. Allerdings laufen die Ports selten längere Zeit mit voller Geschwindigkeit. Deshalb können mehrere langsamere Geräte einen Port gemeinsam nutzen, um die ungenutzte Kapazität zu verwenden. Beispielsweise wird ein Server nicht dauerhaft die verfügbaren 8 GBit/s eines FC-Ports nutzen. Daher kann man zwei 4 GBit/s-Server oder vier Server mit 2 GBit/s an denselben Port anbinden.

Over-Subscription ist technisch und finanziell sinnvoll. Switch-Ports sind teuer und Ports im Verhältnis 1:1 zuzuweisen setzt die verfügbare Bandbreite der vorhandenen Ports nicht bestmöglich ein. Die gemeinsame Nutzung eines Ports durch mehrere Systeme kann die Nutzungsrate dieses Ports erhöhen. Das spart Geld und verringert die Zahl der Switch-Ports, die konfiguriert werden müssen, oder maximiert den Nutzungsgrad der verfügbaren Ports.

Allerdings gibt es auch einen Nachteil: Mehrere Geräte, die an denselben Switchport angebunden sind, können die Bandbreite des Ports überbeanspruchen, was zu langen Reaktionszeiten führt. Wenn Over-Subscription erwogen wird, muss man Bandbreite, Ein-Ausgabe- und Antwortzeiten verstehen, die jedes Endgerät benötigt. Speichersysteme oder Applikationen, die hohe Bandbreiten brauchen und hohe Anforderungen an die Dienstgüte stellen, sollten generell im Verhältnis 1:1 an Switch-Ports angebunden werden. Außerdem ist es einfacher, 1:1 zugewiesene Ports zu verwalten.

Over-Subscription unterscheidet sich etwas vom Thin Provisioning. Beim Thin Provisioning wird viel Speicherraum für eine Anwendung reserviert, aber der Speicherraum wird nur schrittweise mit steigendem Kapazitätsbedarf freigegeben. Da die Applikation weit mehr Speicher kontrolliert als sie im gegenwärtigen Moment nutzen kann, bezeichnet man die gesamte Speicherkapazität als „over-subscribed“ oder „überbucht“ Diese Praxis kann erhebliche Mengen an Speicherkapazität binden, bevor sie irgendwann wirklich benötigt wird, aber sie gestattet die automatische Zuweisung, die das Management vereinfacht.

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Diese Definition wurde zuletzt im Juni 2016 aktualisiert

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