Definition

RAM

Der RAM (Random Access Memory) oder auch Arbeitsspeicher beherbergt das Betriebssystem, Anwendungsprogramme und die derzeit genutzten Daten eines Computers, damit der Prozessor schnell auf diese zugreifen kann. Auf RAM lässt sich schneller schreiben und lesen als auf anderen Storage-Komponenten eines Rechners, wie zum Beispiel die Festplatte, ein Floppy-Laufwerk, eine CD-ROM oder gar eine SSD. Allerdings speichert RAM die Daten nur so lange das System läuft. Wird der Computer ausgeschaltet oder fällt wegen Stromverlust aus, so sind die Daten verloren. Wird der Rechner wieder eingeschaltet, so werden Betriebssystem und Anwendungen wieder in den RAM geladen, normalerweise von der Festplatte.

Den Arbeitsspeicher kann man mit dem menschlichen Kurzzeitgedächtnis vergleichen und die Festplatte mit der Langzeiterinnerung. Das Kurzzeitgedächtnis konzentriert sich auf das was gerade im Moment passiert und kann nur die Fakten, die zu dem Zeitpunkt sichtbar sind, behalten. Füllt sich das Kurzzeitgedächtnis, so kann es mit Fakten aus den Langzeiterinnerungen aufgefrischt werden. Ein Computer funktioniert ähnlich: Läuft das Memory voll, muss der Prozessor auf die Festplatte zugreifen, um alte Daten im RAM mit neuen zu überschreiben. Das wiederum verlangsamt die Rechnerleistung. Anders als bei einer Festplatte, die keine neuen Daten mehr speichert, wenn sie voll ist, geht RAM nie das Memory aus. RAM bleibt weiterhin operativ, allerdings könnte die Leistung des Arbeitsspeichers erheblich zurückgehen.

Die RAM-Größe

RAM ist verhältnismäßig klein, sowohl in seinen Abmessungen (Mikrochip) als auch in der Speicherkapazität. Diese ist erheblich kleiner als die Kapazität einer Festplatte. Ältere Versionen verfügen über 256 Mbytes, 512 Mbytes oder ein GByte. Neuere Versionen können bis zu 16 GByte Speicher bieten. Mittlerweile gibt es auch andere typen an RAM, wie beispielsweise DRAM, SDRAM oder SRAM. RAM wird als Mikrochip beziehungsweise als Modul ausgeliefert, das auf dem Motherboard in Löchern eingesteckt ist. Diese Einstecklöcher verbinden sich über einen Bus mit den elektrischen Pfaden zum Prozessor.

Die meisten PC sind so konzipiert, dass sie das Einstecken zusätzlicher RAM-Module ermöglichen. Mehr RAM-Ressourcen bedeuten, dass der Prozessor weniger auf die Festplatte zugreifen muss, um Daten zu lesen. Damit wird der Prozess deutlich beschleunigt als es über die Festplatte möglich ist. Die Zugriffszeit auf RAM liegt im Nanosekundenbereich, auf Festplatten im Millisekundenbereich.

RAM wird „Random Access“ (zufälliger Zugriff) genannt, weil jeder Storage-Standort direkt angesprochen werden kann. Der Begriff wurde zunächst dafür verwendet, Core-Memory von Offline-Memory zu unterscheiden.

 

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Diese Definition wurde zuletzt im November 2015 aktualisiert

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