Definition

Tape

Auch aktuell kommt Magnetband noch vielfach als externes Speichermedium in der IT zum Einsatz. Es ist in der Regel lesbar und beschreibbar und besteht aus Schleife eines flexiblen Zelluloid-ähnlichen Materials, das die Daten in Form magnetischer Felder speichern kann, die gelesen und auch wieder gelöscht werden können. Die Magnetbänder befinden sich in der Regel in Plastikkassetten, die denen von Audio- und Videokassetten ähnlich sind. Obwohl vielfach schon andere Techniken für die Langzeitspeicherung und Archivierung zum Einsatz kommen, werden trotzdem vielfach noch Magnetbänder und die entsprechenden Laufwerke für diese Zwecke verwendet. Ein großer Nachteil der Magnetbänder bleibt der Umstand, dass sie nur sequentiell gelesen und beschrieben werden können, was beispielsweise die Suche nach bestimmten Daten aufwändig und zeitraubend gestaltet. 

Ein großer Vorteil der Magnetbänder besteht darin, dass sie relativ lange verwendet werden können, wenn sie richtig und fachgerecht behandelt und gelagert werden. Als Richtwert wird zumeist eine Zeitspanne von 30 Jahren für die Haltbarkeit der Bänder und das fehlerlose Auslesen der Daten angegeben. Der SearchStorage-Experte Rick Cook hat einige Tipps zusammengetragen, die Administratoren bei der Verwaltung von Magnetbändern helfen können.

Backups auf Magnetbänder unbedingt überprüfen: Die meisten Backup-Lösungen bieten die Möglichkeit mit Hilfe einer schneller „Read-after-Write“-Funktion die Daten zu überprüfen. Zudem stellen diese Softwarelösungen zumeist die Möglichkeit einer vollständigen Überprüfung der Daten nach Beendigung des Speicherns zur Verfügung. Eine solche vollständige Überprüfung ist zwar deutlich gründlicher, aber benötigt auch deutlich mehr Zeit – in der Regel wird sie die Zeit des Backups verdoppeln. Doch wenn es um wirklich wichtige Daten geht, ist es sinnvoll, eine derartige Überprüfung durchzuführen.

Eine Kopie des Backups räumlich getrennt ablegen: Dieses Vorgehen, dass sich nicht nur für Sicherungen auf Magnetbändern empfiehlt, stellt sicher, dass die Daten auch dann noch wiederhergestellt werden können, wenn das eigenen Rechenzentrum durch Naturkatastrophen oder Feuer zerstört wird. Einige Firmen tauschen die Bänder zwischen ihren Außenstellen, während es in kleinen Unternehmen durchaus sinnvoll sein kann, dass ein Angestellter eine Kopie des Backup-Bands mit nach Hause nimmt. Außerdem gibt es noch Spezialfirmen, die vor Feuer geschützte Lager sowohl für gedruckte als auch digitale Medien vermieten.

Magnetbänder fachgerecht aufbewahren: Wer Magnetbänder in der eigenen Firma aufbewahrt muss sicherstellen, dass sie in einer stabilen Umgebung gelagert werden. Das bedeutet, sie sollten keinen extremen Temperaturen, hoher Feuchtigkeit oder gar Magnetfeldern ausgesetzt sein. So sollten die IT-Fachleute beispielsweise darauf achten, dass sich kein großer Generator auf der anderen Seite der Wand eines Lagerraums befindet, da die Magnetfelder die Daten auf den Bändern zerstören könnten.

Magnetbänder wechseln (rotieren): Es sollten unbedingt mehrere und nicht nur ein Magnetband für die Sicherung zum Einsatz kommen. Hierbei können die Administratoren verschiedene System des rotierenden Wechsels einsetzen, wie beispielsweise die Möglichkeit, für jeden Tag der Arbeitswoche ein eigenes Band zu nutzen und dann in der neuen Woche wieder von vorn zu beginnen.

Auf das „Verfalldatum“ achten: Die Hersteller geben für die Magnetbänder eine bestimmte Lebenszeit an, die häufig von einem Einsatz im Bereich von 5000 und 50.000 Zyklen ausgeht – je nach Typ des eingesetzten Magnetbands. Die Backup-Software sollte über die Zahl der Einsätze der Bänder automatisch Buch führen, aber Administratoren müssen diese Grenze ebenfalls im Blick behalten.

Wartung der Geräte: Das IT-Personal sollte auch darauf achten, dass die Bandgeräte regelmäßig gereinigt werden. Zudem sollte sichergestellt sein, dass die Laufwerke im Abstand von 12 bis 18 Monaten durch den Hersteller oder einen Drittanbieter überprüft und gegebenenfalls justiert werden – hat das Laufwerk Probleme, so kann es durchaus sein, dass die Backup-Dateien später nicht mehr lesbar sind.

Regelmäßige Checks: Nicht nur bei der Datensicherung auf Bandlaufwerke wird der Wiederherstellung der Daten oft zu wenig Bedeutung beigemessen. Die IT-Mannschaft sollte regelmäßig überprüfen, ob eine vollständige Wiederherstellung der gesicherten Daten (beispielsweise auf einen anderen Server, eine andere Partition oder in eine virtuelle Maschine) problemlos und vollständig gelingt.

Alte Speichermedien richtig entsorgen: Wurden die Daten von alten Bändern auf neue Bänder oder auch auf ein anderes Speichermedium migriert, so ist es extrem wichtig die alten Bänder richtig zu entsorgen. Auch wenn es immer weniger Bandlaufwerke gibt, ist es keine sichere Lösung, die alten Bänder einfach dem Müll zu überantworten. Die meisten Hersteller bieten auf ihren Webseiten entsprechende Informationen für die richtige Entsorgung/Vernichtung alter Magnetbänder an.

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Diese Definition wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

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