Definition

Tier 0

Im Storage-Tiering sind Speicherklassen hierarchisch in fünf Tiers unterteilt, wobei Tier 0 die leistungsfähigste und teuerste Storage-Ebene für geschäftskritische Daten darstellt. Während CPU-Geschwindigkeiten und Festplattenkapazitäten sich exponentiell entwickelt haben, so sind die IOPS-Leistungen von Platten nur gering gewachsen, was Probleme in der Anwendungs-Performance verursachen kann.

Eine Methode, diese Performance-Einschränkungen zu kompensieren ist, Anwendungen über verschiedene Storage-Typen zu verteilen (tier). Dabei werden schnelle und teure Medien für transaktionsreiche und geschäftskritische Daten verwendet, während für andere Datentypen langsamere und günstigere Speichermedien zum Einsatz kommen. Diesen Ansatz kennt man als Hierarchisches Speichermanagement (HSM) oder auch als Automated Tiered Storage (ATS). Das Ziel dieses Ansatzes ist es, die Service Levels wichtiger Applikationen und Daten zu verbessern, während die Gesamtkosten für Storage gesenkt werden.

Im Allgemeinen gilt: je kleiner die Nummer des Tiers, desto teurer und leistungsfähiger ist er und desto schneller lassen sich die Daten abrufen. Ein Unternehmen kann beispielsweide über bestimmte Anwendungen verfügen, auf die schnell zugegriffen werden muss. Hier kann sich die Firma für SLC-SSDs als den höchsten Tier entscheiden, welcher dann Tier 0 darstellt.

Die Storage-Tier haben die Art und Weise, Daten und Anwendungen zu speichern verändert. Die Daten verbleiben nicht alle am gleichen Speicherort und werden erst durch Backups und Archivierung verschoben, sondern erhalten entsprechend ihren Anforderungen die Medienebene zugewiesen, die ihnen am besten dient.

Die Hierarchie beziehungsweise das Storage-Tiering eines Unternehmens kann zum Beispiel wie folgt aussehen:

  • Tier 0: Hier werden transaktionale Daten gespeichert, die extrem hohe Performance benötigen. Medien können hier SLC-SSD oder jede andere Form an Flash-Speicher sein.
  • Tier 1: Dieser sichert geschäftskritische Anwendungsdaten. Als Storage können leistungsfähige SAN- oder NAS-Systeme mit schnellen Festplatten zum Einsatz kommen.
  • Tier 2: Auf dieser Ebene werden weniger geschäftskritische Daten abgelegt, die in einem Ausfallszenario erst nach den geschäftskritischen Anwendungen und Daten wiederhergestellt würden. Üblicherweise werden hier SATA-Disk-Arrays genutzt.
  • Tier 3: Das entspricht mehr oder weniger Active-Archive-Daten, die nur noch selten abgerufen werden. Diese liegen auf Tape oder Wechselmedien.
  • Tier 4: Archivdaten, die für Disaster Recovery oder Compliance benötigt werden, sind hier gespeichert. Als Medium kann auch hier ausgelagertes Band, seit kurzem aber auch Cloud-Storage zum Einsatz kommen.

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Diese Definition wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

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