Definition

USB-Laufwerk

Ein USB-Laufwerk – häufig auch als Flash-Laufwerk oder USB-Stick bezeichnet – ist ein mobile Plug-and-Play-Speichergerät, das Flash-Speicher verwendet und in der Regel klein genug ist, um auch als Schlüsselanhänger zu dienen. Diese Geräte können als Ersatz beziehungsweise Nachfolger solcher Medien wie Floppy-Disketten, ZIP-Drives oder auch der CD/DVD eingesetzt werden. Wenn der Anwender ein USB-Laufwerk mit dem USB-Anschluss seines Computers verbindet, erkennt das Windows-Betriebssystem das Gerät als portables Gerät und weist ihm automatisch einen Laufwerksbuchstaben zu.

Im Gegensatz zu portablen Geräten, wie sie früher häufig zum Einsatz kamen, ist es nach dem Anstecken eines USB-Laufwerks nicht notwendig, den Computer neu zu starten. Außerdem benötigen USB-Sticks keine Batterien oder eine externe Stromversorgung (was bei externen USB-Festplatten im 3,5-Zoll-Format allerdings notwendig sein kann) und ihr Einsatz ist nicht von der Computer-Plattform abhängig. Eine ganze Reihe von Anbietern statten diese Geräte mit zusätzlichen Features wie einem Schutz durch Passwörter aus oder sie bieten zusätzliche Treiber zum Download an, die es erlauben, die Geräte auch an älteren Systemen ohne USB-Anschluss zu verwenden. USB-Laufwerke stehen in der Zwischenzeit mit einer Speicherkapazität von bis 512 GByte zur Verfügung und seit Anfang 214 werden auch schon erste Modelle mit bis zu einem TByte Speicherplatz angeboten. Gerade diese sehr großen Speicher werden je nach Anbieter dann auch zu entsprechenden Preise verkauft.

Ein großer Vorteil solcher Geräte besteht darin, dass die Daten auf ihnen eine lange Zeit gespeichert werden können, auch wenn die USB-Geräte nicht mit dem Computer verbunden sind oder das System ausgeschaltet ist. Dadurch können sie von Anwendern gut dafür eingesetzt werden, Daten beispielsweise zwischen einem Desktop- und einem Notebooksystem auszutauschen oder persönliche Sicherungen ihren Daten auf ihnen abzuspeichern.

Die USB-Spezifikationen

Grundsätzlich existieren drei Hauptspezifikationen, über die sich die USB-Laufwerke mit einem Rechner verbinden können: 1.0, 2.0 und 3.0. Jede dieser drei USB-Beschreibungen erlaubt eine höhere Datendurchsatzrate als die jeweilige Vorgängerversion. Zu fast jeder dieser Spezifikationen brachten die Hersteller dann auch verschiedene Vorabversionen und Updates auf den Markt.

USB 1.0 wurde im Januar 1996 veröffentlicht und steht in zwei Versionen zur Verfügung:

  • USB 1.0 low speed: Stellt eine Übertragungsrate von 1,5 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) bereit.
  • USB 1.0 high speed: Hier steht eine Übertragungsrate von 12 Mbit/s zur Verfügung.

Da USB 1.0 mit einigen Probleme zu kämpfen hatte, wurde im September 1998 dann die Version 1.1 auf den Markt gebracht, die schnell eine weitaus größere Verbreitung fand.

USB 2.0 wurde auch unter dem Namen Hi-Speed USB bekannt und im April 2000 vorgestellt. Es wurde von der USB 2.0 Promoter Group entwickelt. Diese Organisation wurde von den Firmen Compaq, Hewlett-Packard, Intel, Lucent, Microsoft, NEC und Philips geführt. USB 2.0 bietet eine maximale Datenübertragungsrate von 480 Mbit/s. Dadurch erhöhte sich die Leistung um bis zu dem 40-fachen der bisherigen USB-Geräte. USB-2.0-Anschlüsse sind rückwärtskompatibel zu den vorherigen Versionen, so dass auch USB-Geräte mit der Originaltechnik diesen Übergang problemlos schaffen.

USB 3.0, das auch als SuperSpeed USB bekannt ist, wurde von der USB Promoter Group entwickelt, um sowohl die Übertragungsrate der Daten ein weiteres Mal zu erhöhen als auch den Stromverbrauch zu senken. Durch SuperSpeed USB wurde die Datenübertragungsrate um das Zehnfache im Vergleich zu Hi-Speed USB auf einen Wert von bis zu 5 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) weiter gesteigert. Die Technik ermöglicht sowohl im aktiven wie auch im passiven Modus geringe Anforderungen an den Stromverbrauch und ist rückwärts-kompatibel zu USB 2.0. Im Juli 2013 kam dann noch USB 3.1 hinzu, das auch als SuperSpeed+ oder SuperSpeed USB 10 Gbps bezeichnet wird. Die Datentransferrate wurde ein weiteres Mal erhöht und die Kodierung der Daten wurde verbessert, um auf diese Weise einen höheren Durchsatz zu erzielen.

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Artikel wurde zuletzt im März 2016 aktualisiert

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