Definition

WORM (Write Once Read Many)

Der Begriff WORM steht für die englische Bezeichnung Write Once Read Many (einmal Schreiben, mehrfach Lesen). Es handelt sich hierbei um ein Datensicherungsverfahren, bei dem Daten unveränderbar auf einem Speichermedium abgelegt werden und sich dann beliebig oft lesen lassen. Diese Methode wird überwiegend in der Langzeitdatenaufbewahrung (Archive) verwendet. Häufig kommen dafür Magnetbänder, Festplatten oder optische Speicher wie CDs oder DVDs zum Einsatz. WORM ist quasi ein Schreibschutz. Des weiteren verhindert WORM auch ein versehentliches Löschen der Daten. Unternehmen setzen WORM ein, um Daten für Audits vorzuhalten oder um rechtliche Auflagen (wie zum Beispiel GDPdU, SOX, Basel II) zu erfüllen.

Zunächst wurde WORM in den 1970er Jahren für optische Medien entwickelt. Mittlerweile wurde das Verfahren auch für andere Formate wie Bandspeicher (LTO) oder Festplatten (RDX) adaptiert. Eine hundertprozentige Sicherheit ist allerdings nie gegeben, da sowohl Hardware- und Software-Ausfälle als auch manuelle Eingriffe den Schutz umgehen könnten. Da es keine Standards gibt, lassen sich WORM-Medien oft nur von dem Laufwerk auslesen, in dem sie auch beschrieben wurden. Kompatibilitätsprobleme bei Hard- und Software erschwerten zudem die Marktakzeptanz. Optische Medien wie CDs oder DVDs lassen sich einmal beschreiben und beliebig oft lesen und werden oft auch als WORM-Medien bezeichnet. Dies trifft nicht ganz zu, da einige Formate in mehr als einem Durchgang beschrieben werden können. CD-R wird als WORM-Medium betrachtet, ebenso wie DVD-R und HD-ROM. Es gibt drei Arten der WORM-Methode: Hardware-WORM, Software-WORM und systemisches WORM.

Hardware-WORM

Hardware-WORM wird auch TrueWORM genannt und wird auf physischer Ebene umgesetzt. Dabei erzeugt ein Laser spezielle Vertiefungen oder Blasen auf dem Medium, die sich nicht mehr entfernen lassen. Zunächst war WORM nur bei bestimmten Medien und Laufwerken in verschiedenen Größen (14, 12, 8, 5¼ und 3½ Zoll) verfügbar. Für modernes TruWORM werden die UDO- oder PDD-Technologie genutzt. Die Speicherkapazitäten sind hier aber begrenzt: Ein UDO-Medium fasst 60 GByte. Software-WORM kommt hier auf Werte im TByte-Bereich.

Software-WORM

Bei dieser Methode wird die Unveränderbarkeit der Daten mittels Softwarefunktion umgesetzt, beispielsweise in Netzwerkspeichersystemen. Beispiele sind SnapLock von NetApp oder FileLock von Grau Data. Das so genannte SoftWORM kommt auch auf speziellen Magnetbändern (WORM-Tape) zum Einsatz. Diese werden in dafür dedizierten Laufwerken beschrieben. Das WORM-Verfahren bei Festplatten nennt man auch WORM-RAID.

Systemisches WORM

Das systemische Verfahren nutzt die Adressierung oder die Verwaltung durch den internen Prozessor/Controller, um die Daten unveränderbar und nicht löschbar zu speichern. So gibt es hier WORM-USBs oder auch MO-Laufwerke. Darüber hinaus bieten einige Hersteller Content Addressed Storage (CAS), das digitale Informationen entsprechend auf Festplattensystemen sichert. Beispiele dafür sind die Centera von EMC, Caringo, Silent Cubes oder iTernity iCAS.

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Artikel wurde zuletzt im April 2016 aktualisiert

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