SearchStorage: Die Festplatte
Alles was Sie zur Festplatte schon immer wissen wollten/sollten.

Den fünfzigsten Geburtstag hat die Festplatte seit einem Jahr hinter sich. Wie sie funktioniert weiß fast jedermann, wenn auch meist nur rudimentär: Mit Magneten halt. Wer es genauer wissen will, findet nachfolgend reichlich Lesestoff über alle Aspekte dieser IT-Komponente.
Als wichtigster Bestandteil moderner Informationstechnik hat die Festplatte, häufig auch als Harddisk, manches Mal salopp als Disk, Platte oder Laufwerk bezeichnet, eine aufregende Karriere hinter sich. Ganz im Gegensatz zu ihrem Namen rotiert sie mit vielen tausend Umdrehungen pro Minute und ist heute fast so ausfallsicher wie es der Name verspricht.
1. Forschung und Wissenschaft: Konnte man vor 50 Jahren auf einer Festplatte, die damals einen Wandschrank als Gehäuse benötigte, „nur“ fünf Millionen Zeichen speichern, so sind es heute 200.000 Mal so viele. Diese riesige Speicherkapazität beansprucht inzwischen nicht mehr Raum als ein Taschenbuch, reicht aber für das Speichern ganzer Bibliotheken aus.
2. Verbundtechnik (RAID): Im Geschäftsleben ist die Festplatte fast immer in Begleitung. Entweder macht sie dann alles synchron, weil sie nur zu zweit ist (RAID-1). Ist sie zu dritt oder mehr (RAID-5), teilt man sich die Arbeit. Das spart Platz und geht schneller.
3. Speichervarianten: Früher war die Festplatte fest im Server installiert (DAS), bis sie merkte wie wichtig sie ist. Seitdem trifft man sie als NAS-Speicher im lokalen Netzwerk, oder gleich als eigenständiges Speichernetzwerk (SAN), damit interne Kopieraktionen für das Backup oder die Archivierung nicht den Arbeitsfluss im Unternehmen behindern.
4. Logische Sichtweisen (Datei und Block): Herrscher aller Festplatten sind die Betriebssysteme, die die Festplatte unter sich aufteilen (partitionieren) und mit je einem eigenen Dateisystem formatieren. Den kompletten Überblick über das auf viele Speichersysteme verteilte Datenlager, verschafft ein „Globales Dateisystem“ oder ein global namespace, wie das in Amerika heißt. Nur einige große Datenbanken sehen das noch anders und verwalten die Millionen Speicherblöcke einer modernen Disk lieber selbst.
5. Massenspeicher: Seit einigen Jahren erobert sich die Festplatte neue Einsatzgebiete. Als Micro-Disk in Fotoapparaten ist sie inzwischen nicht mehr aktiv. Diese Aufgabe überlässt sie den Flash-Speichern. Aber beim Backup (VTL, Deduplizierung) ersetzt sie Tape-Streamer und Bandbibliotheken und auch in der Archivierung unveränderbarer Inhalte (CAS) ist sie auf Grund ihres Speichervermögens fast schon unverzichtbar geworden.
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