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In den vergangenen 50 Jahren der kommerziellen elektronischen Datenverarbeitung sind es die dynamischen Transaktionsdaten gewesen, die die IT aus den Forschungslaboren ins Geschäftsleben getragen haben. Billiarden Dollar wurden investiert, um eine Infrastruktur zu schaffen, in der das Ziel alles ist, der Weg dahin aber nur Kummer und Sorgen bereitet. Das Problem ist heute, dass die meisten Daten keine Transaktionsdaten mehr sind.
Die kommerzielle Datenverarbeitung fußt auf dem Anspruch an die Technik, Geschäftsvorgänge zu unterstützen – Wettbewerbsvorteile zu schaffen, indem Anwender effizienter arbeiten. Das hat zu höheren Profiten und dank häufigeren Datenanalysen zu schnelleren Entscheidungsfindungen geführt. Die Industrie baute große, Unsummen verschlingende Anlagen. Doch der Wettbewerbsvorteil verpuffte in dem Augenblick, in dem Computer einer breiten Masse zur Verfügung standen und nicht länger strategischen, sondern taktischen und defensiven Zwecken dienten.
Nun änderten sich die Spielregeln. Die darauf folgenden 35 Jahre verbrachten die Firmen mit dem Versuch, sich bei der Anzahl der gleichzeitig verarbeiteten Transaktionen zu übertreffen. Die dezentralisierte Datenverarbeitung senkte zwar die Anschaffungskosten, erhöhte aber dramatisch die Betriebskosten der Systeme.
Die kommerzielle Datenverarbeitung wurde von Menschen bestimmt, die das richtige Zeug zur richtigen Zeit gebaut und dann am effektivsten unters Volk gebracht haben. Mainframes von IBM sind nach wie vor die erste Wahl bei Transaktionssystemen, Oracle dominiert bei Datenbanken, und EMC-Speicherschränke sind immer noch das Nonplusultra.
Nutznießer waren Hewlett-Packard und Sun Microsystems, die den Run auf dezentrale Rechnerumgebungen bedienen konnten. Kleinere Server zogen viele kleinere, dezentralisierte Speicher nach sich. Das hat die Türen für Firmen wie Network Appliance geöffnet. Das Unternehmen schuf – angetrieben von der „Distributed-Computing-Evolution“ – den inzwischen ausufernden Markt für File-Server. Gott und Jedermann bieten seitdem ein Block-Array für die „offene“ Welt an.
Damit existiert heute ein riesiges Produktangebot für ein Problem, das es so gar nicht mehr gibt. Und noch schlimmer: Die Anzahl der Geräte, die wir in heterogenen Netzwerken verwalten müssen, hat die Komplexität des menschlichen Gehirns erreicht. Und das Ganze wird auch nicht dadurch besser, dass wir in dieser neuen Welt die gleichen Basisoperationen und technischen Entwürfe verwenden, die wir auch schon in der alten, monolithischen Welt benutzt haben.
Heute brauchen wir 100-mal mehr Spezialisten, die 1.000-mal mehr über ihr System wissen müssen, als das jemals in zentralisierten Umgebungen notwendig war. Wir handeln so, weil wir die falschen Probleme mit den falschen Mitteln lösen – und wenn wir nicht damit aufhören, werden wir daran zugrunde gehen.
IBM Deutschland GmbH
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posted am 01.09.2010 um 13:57 von nicht registrierter User
posted am 27.08.2010 um 10:43 von nicht registrierter User
posted am 25.08.2010 um 12:10 von nicht registrierter User
posted am 23.08.2010 um 17:12 von Storm
posted am 22.08.2010 um 15:55 von nicht registrierter User
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