IDC erwartet Wachstum bei IT-Services und Rückgang bei Beratung

Bitkom prognostiziert Anstieg der globalen IT-Ausgaben

11.09.2008 | Redakteur: Sarah Maier

Auch wenn China, Indien und Russland prozentual die größten Wachstumsraten aufweisen, liegen die absoluten Wachstumszahlen weit hinter den USA, der EU und Japan.

Nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom wächst der weltweite Umsatz mit Informationstechnologie um 5,2 Prozent. Trotz Konjunkturkrise zeigt selbst der US-Markt keinen Rückgang bei den Investitionen. Marktforscher IDC sieht hingegen gegen Jahresende einen Einbruch auf dem westeuropäischen Markt.

Der IT-Weltmarkt wächst im Jahr 2008 voraussichtlich um 5,2 Prozent auf 963,5 Milliarden Euro, so die Aussage des Bitkom. Der Verband beruft sich dabei auf aktuelle Daten des Marktforschungsinstituts Eito. Geradezu einen Boom erleben die aufstrebenden Volkswirtschaften China, Indien und Russland mit Wachstumsraten zwischen 17 und 18 Prozent.

„Die konjunkturelle Abschwächung der Weltwirtschaft hat den Umsatz im Hightech-Sektor bisher kaum beeinträchtigt”, sagt Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. Auch für das kommende Jahr rechnet Eito mit einem Wachstum des weltweiten IT-Marktes von 5,6 Prozent. Damit könnten die IT-Ausgaben erstmals die Eine-Billion-Euro-Hürde überspringen.

Nachholbedarf der neuen EU-Mitglieder

Für die Europäische Union wird prognostiziert, dass die Umsätze bis zum Jahresende um 4,2 Prozent auf 311,1 Milliarden Euro ansteigen. Wachstumstreiber sind die neuen EU-Mitglieder wie Polen, Tschechien oder Rumänien, die noch Nachholbedarf beim Ausbau ihrer IT-Infrastruktur haben. 2009 soll das EU-Wachstum mit 4,1 Prozent auf einem ähnlichem Niveau liegen. In Japan soll der Markt um vier Prozent auf 127,7 Milliarden Euro zulegen. Der Finanzkrise zum Trotz steigt auch in den USA der Umsatz um 3,7 Prozent auf 345 Milliarden Euro. 2009 werden die USA dann mit einem Zuwachs von vier Prozent auf 360 Milliarden Euro wieder richtig Fahrt aufnehmen.

„Der weltweite IT-Markt wird insbesondere von steigenden Ausgaben für Software und IT-Services angetrieben”, erklärt Scheer. Der Software-Markt legt 2008 global voraussichtlich um 6,7 Prozent auf 185 Milliarden Euro zu, der Markt für IT-Dienste um sechs Prozent auf 476 Milliarden Euro.

Obwohl die Nachfrage momentan in China, Indien und Russland am stärksten ist, ist das absolute Niveau geringer als das der führenden Industriestaaten. So legt der IT-Markt in China nach Eito-Angaben um 17,8 Prozent auf 39,1 Milliarden Euro zu. In Indien wächst der Umsatz um 17,2 Prozent auf 18 Milliarden Euro, in Russland um 17,5 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro. Dieses Wachstumstempo werde wohl auch im kommenden Jahr beibehalten.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr darüber, warum IDC ein schwächeres Wachstum des westeuropäischen IT-Markts erwartet.

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