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10 Schritte zur erfolgreichen Konfiguration Ihres NAS Racks

Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Einrichtung eines Network Attached System (NAS) Racks in zehn einfachen und unkomplizierten Schritten vollziehen.

Storage-Hardware leidet unter dem Ruf, schwer konfigurierbar zu sein. Aber das gilt nicht für NAS Appliances (Network Attached Systems). Hier läuft die Konfiguration unkompliziert. Wir zeigen Ihnen den Weg in zehn Schritten.

Wir fokussieren uns auf NAS Appliances in einem Rack, aber es gibt auch andere Formfaktoren für NAS wie Tower, Minitower, Desktop und ähnliches. Die in einem Rack untergebrachten NAS-Systeme bieten normalerweise erweiterte Funktionen und höhere Kapazitäten.

Jeder Hersteller hat seine eigene Methode, aber grundsätzliche gibt es zehn Schritte, um eine NAS Appliance einzurichten.

1. Hardware vorbereiten

Zunächst muss man die Appliance im Rack mounten, die Festplatten installieren und die Netzwerk- und Stromkabel anschließen.

2. Administrator-Account konfigurieren

Wenn Sie die den Benutzernamen und das Passwort auf den werksseitigen Einstellungen belassen, gehen Sie ein gewaltiges Risiko ein. Zumindest das Passwort müssen Sie unbedingt ändern. Noch besser ist es, wenn Sie einen separaten Account für jedes Mitglied des Administratoren-Teams einrichten. Einige Appliances unterstützen den Zugang zu Microsoft Active Directory direkt.

Um Accounts zu konfigurieren, müssen Sie sich einloggen. Jeder Hersteller bietet einen unterschiedlichen Zugang zur Benutzerverwaltung. Einige setzen auf Webbrowser, andere stellen eine dedizierte Client-Anwendung zur Verfügung.

3. Machen Sie eine Diagnoseprüfung

Stellen Sie mindestens sicher, dass die Appliance alle angeschlossenen Festplatten erkennt. Viele Hersteller bieten darüber hinaus eine Diagnoseprüfung, die den Gesamtzustand des Systems analysiert.

4. Konfigurieren Sie die Storage-Architektur

In den meisten Fällen verbinden Sie die Festplatten zu einem RAID Array. Manche Unternehmen setzen aber auf ein anderes Konzept und fassen ihre Appliances zu einer Just a Bunch of Disks (JBOD) zusammen. Auch ist es oft nicht angemessen, jede Festplatte in ein RAID einzubeziehen. Manchmal empfiehlt es sich, eine Platte als Cache oder als Reserve zu belassen (siehe 9.)

5. Legen Sie Volumina an

Die Zahl der angelegten Volumina hängt vom Einsatzzweck ab. Wenn eine Appliance als File-Server dienen soll, mag ein einziges großes Volumen angemessen sein. Wenn dagegen File Sharing für Abteilungen angesagt ist, sollte jede Abteilung ein von den anderen getrenntes und isoliertes Volumen erhalten.

6. Konfigurieren Sie die Zugangsberechtigungen für die Volumina

Dies ist wiederum vom Verwendungszweck abhängig. Für einen File Server sollten Sie Share-Level Zugänge einrichten. Je nach Dateisystem sind darüber hinaus File-Level-Zugänge nötig.

7. Netzwerkzugang einrichten

Sie müssen einer Appliance eine IP-Adresse zuweisen und den entsprechenden DNS Host Record einrichten, wenn Sie nicht auf dynamischen IP-Zugang setzen. Normalerweise müssen Sie auch das angemessene Zugangsprotokoll zuweisen. Die meisten High-End NAS Appliances unterstützen verschiedene Zugangsprotokolle wie Server Message Block (SMB), AppleTalk, NFS, FTP oder iSCSI. Es ist die Entscheidung des Administrators, die Wahl unter diesen Protokollen zu treffen.

8. Benachrichtigungen konfigurieren

Jetzt sollte die NAS Appliance lauffähig sein, aber es gibt noch einige Entscheidungen zu treffen und dazu zählt die Konfiguration von Benachrichtigungen. NAS Appliances haben normalerweise eingebaute Alarmmechanismen, um den Administrator auf Probleme hinzuweisen (wie Lüfter- oder Festplattenausfall oder geringer Speicherplatz). Eine Benachrichtigungsoption ist es, diesen Alarmmechanismus mit dem eigenen Mail-System zu verbinden und dann die Adressen zuzuweisen, an die die Nachricht weitergeleitet werden soll.

9. Fortgeschrittene Optionen konfigurieren

Es hängt vom Hersteller ab, welche fortgeschrittenen Optionen verfügbar sind. Dazu zählen automatischer Wiederaufbau von RAID, Schreib-Caching, automatisches Abschalten bei Stromausfall oder eine Netzwerkschnittstelle oder Festplatte als „Ersatzreifen“ reservieren.

10. Backup konfigurieren

Obwohl es nicht zur eigentlichen Konfiguration gehört, sollte man sich auch um den Schutz der NAS Appliance Gedanken machen. Normalerweise können Backup-Agenten nicht auf einer Appliance installiert werden und deshalb ist es nötig, Backups gemäß des Network Data Management Protocol (NDMP) anzulegen. NDMP ist dafür gedacht, den Datentransport zwischen Appliance und Backup Server zu übernehmen.     

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2017 aktualisiert

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