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Disaster Recovery: Cloud und Tape sollten Sie in Ihre Strategie einbeziehen

Bei Disaster Revovery kann die Cloud für Agilität und geringere Datenverluste sorgen. Bandlaufwerke bleiben dennoch für längere Fristen unverzichtbar.

Es gibt gute Gründe, Cloud-Services in die Strategie für Disaster Recovery einzubeziehen. Auf Bandlaufwerke sollte aber nicht verzichtet werden.

In einem aktuellen Report der Enterprise Strategy Group (ESG) gab ein großer Teil der Befragten an, binnen ein bis drei Jahren Daten in der Cloud speichern zu wollen. Sie unterliegen allerdings meist Aufbewahrungsfristen von fünf oder mehr Jahren. Und für jahrelange Aufbewahrung bleibt Tape das geeignete Medium.

Aber auch wenn auf Bandlaufwerke nicht verzichtet werden kann, gibt es dennoch interessante Einsatzszenarien für die Cloud in der Strategie für Disaster Recovery. Der größte Vorteil der Cloud liegt in der Agilität, nicht bei den Kosten.

Diese Agilität hat verschiedene Aspekte: So können potentielle Datenverluste minimiert und größere Vorteile aus den sekundären Kopien gezogen werden. Beleuchten wir dies im Detail.

Datenverluste reduzieren

Unternehmen haben oft mit Ausfallzeiten zu kämpfen. Einfacher zu messen sind aber die Kosten verlorener Daten oder die Anstrengungen, Daten wiederherzustellen. Die Arbeitszeit,  die für Datenwiederherstellung vergeudet wird, könnte sinnvoller genutzt werden.

Für IT-Administratoren ist oft die Recovery Point Objective (RPO) ein Maßstab für die Dauer der Datenwiederherstellung. Einfach ausgedrückt, geht es dabei um die Annahme, ein vorhersehbarer Datenverlust entspräche etwa der Hälfte der Data Protection Frequenz.

Wenn beispielsweise ein Unternehmen täglich mitternachts einen Backup oder Snapshot durchführt, würde ein Ausfall am frühen Morgen zu relativ geringen Datenverlusten führen, am späten Nachmittag dagegen fast den gesamten Arbeitstag betreffen. Um eine vorhersehbare Kalkulation des Datenverlustes zu fertigen, geht man daher von einer Durchschnittswahrscheinlichkeit eines Ausfalls zur Mittagszeit aus.

Laut der zitierten ESG-Studie schicken 17 Prozent der Befragten einmal täglich in die Cloud. Das ist eine effektive Strategie bei Bandlaufwerken, aber nutzt nicht die Agilität der Cloud. Das haben die meisten Anwender bereits begriffen und erstellen im Durchschnitt alle zwei Stunden ein Cloud-Backup. Das reduziert den RPO entsprechend und kann zu einer Absenkung der Betriebskosten führen.

Datenagilität

Oft stellt sich die Frage, was man mit den sekundären und tertiären Datenkopien eigentlich anfangen soll. Bei Snapshots können sogar zehn oder mehr Kopien vorliegen. Eine solche hohe Anzahl von Kopien lässt sich vom Standpunkt der Sicherheit der Daten rechtfertigen. Aber die Kopien fressen Speicherplatz und sind mühsam zu verwalten. Es ist daher ratsam, mit diesen Kopien Mehrwerte zu erzielen.

Beispiele dafür sind Analysen, die über die sekundären Kopien laufen, oder Test-/Dev-Szenarien. Sekundäre Daten können in Orchestration Workflows einbezogen werden, ohne die Datenintegrität zu beeinträchtigen.

Zwar können solche Operationen auch mit On-Premise erreicht werden, in der Cloud kann das aber nur bei Bedarf On-Demand und in einer beliebigen Zeit mit sofortigem Ein- und Abschalten abgehalten werden. Das ist wirtschaftlich und skalierbar. Unternehmen, die dies einsetzen, erkennen den Mehrwert „warmer“ Daten in der Cloud.

Das ist der Hauptgrund, warum Unternehmen Daten mit kurzen Aufbewahrungsfristen (ein bis drei Jahre) in der Cloud speichern, während Daten mit langen Fristen (zehn Jahre und mehr) auf Bandlaufwerke ausgelagert werden. Je wärmer die Daten, desto agiler sind sie und damit auch wertvoller für Einsatzzwecke jenseits der reinen Aufbewahrung.

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Artikel wurde zuletzt im März 2017 aktualisiert

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