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Enterprise Data Management ist ein Job für Superhelden

Enterprise Data Management ist eine echte Aufgabe für Superhelden. Nur wenige Storage-Anbieter haben das Gesamtkonzept bisher wirklich begriffen.

Im Sommer 2017 erschien fast jede Woche ein neuer Superheldenfilm aus Hollywood, der auf den Comic-Serien von Marvel und DC beruht. Letzten Monat feierte Jack Kirby, der eigentliche Vater der Superhelden, posthum seinen 100. Geburtstag. Aber geht es nur mir so, oder sind Superhelden langweilig geworden?

Meine Kinder wollen trotzdem jeden neuen Film sehen, obwohl die Handlung fast immer dieselbe ist. Ich debattiere dann mit ihnen darüber, ob der Film die Treue zu den Comics wahrt oder über die vorergehenden Filme.

Das Gefühl der Langeweile überkommt mich auch, wenn ich dem Marktgeschrei der Storage-Hersteller zuhöre, die jetzt Data Management in den Vordergrund rücken. Um die Wahrheit zu sagen, decken die neuen Produkte Data Management nur unzureichend ab.

Genau wie Batman oder die meisten Avengers keine echten Superkräfte haben, scheint es mir unangemessen, wenn Hersteller über Data Management reden und in Wirklichkeit nur Storage Management oder einfach Flash Storage, Objekt-Storage oder einen Cloud Storage Service anbieten.

Bei echtem Data Management geht es nicht darum, einfach nur heiße und kalte Daten auf verschiedene Storage Tiers zu verlagern. Auch wenn IBM mit dem Spruch „Hot Edge, Cold Center“ eine Managed-Storage-Infrastruktur bewirbt, hört sich das an, als würden sie über ein Steak und nicht über ein Rechenzentrum reden.

Und auch Anbieter wie Cohesity, Ctera, Nasuni oder Panzura, die sich Data Management auf die Fahne geschrieben haben, klingt ihre Agenda mehr nach Flash, Objekt-Storage oder Cloud statt nach einer echten Enterprise-Data-Management-Strategie.

Um nicht missverstanden zu werden: Es gibt echten Mehrwert in einem besseren Cache-Algorithmus, der Daten mit häufigen Zugriffen auf ein Edge-NAS-Gerät platziert, um sie schneller in die Cloud zu bewegen.

Aber diese Methode erinnert an den Iron Man, der sich einfach einen Panzer anzieht, und nicht wie Superman oder Flash angeborene Superkräfte hat. Ich mag das Kostüm und die Zielsicherheit von Scarlett Johansson als Black Widow, aber sie kann nicht Thors Hammer hochheben und ist keine Halbgöttin wie Wonder Woman.

Enterprise-Data-Management-Strategie-Technologie ist im Verhältnis zu konventionellem Storage das, was echte Superkräfte gegenüber Comic-Charakteren sind. Sie ist von vorneherein eingebaut und nicht angenagelt oder das Abfallprodukt von etwas anderem.

Betrachten wir die Realität

Technologien wie hierarchisches Storage Management, Archive, Scale-Out Storage, Storage Virtualization Engines, Cloud Gateways, Objekt-Storage-Models und Flash Storage sind kein Data Management. Sie sind nur Optimierungen für Storage, deren Mehrwert in einer besseren Kapazitätsnutzung liegt.      

Bei echtem Data Management liegt der Fokus auf Daten, nicht auf Storage. Dabei werden Daten nach mehreren Kriterien in der Infrastruktur bewegt. Die wichtigen Daten dienen den Geschäftsprozessen, nicht der Storage-Kapazität. Data Management kümmert sich um die Genese von Daten und wirkt nicht als externes Ziehen und Drücken von Daten. Es passiert, wenn man die Daten sich selbst überlässt. Die Anforderungen des Datenlebenszyklus, wie er von Geschäftsprozessen definiert wird, erschaffen und nutzen die Daten.

Der unglaubliche Hulk ist dann am besten, wenn der Rest des Avenger-Teams seinen ständigen Zorn versteht und den grünen Kerl aus dem Körper von Bruce Banner herauslocken kann. In ähnlicher Weise haben Daten ein inneres Leben. Sie sind heiß und kühlen dann ab. In jedem Stadium gibt es unterschiedliche Anforderungen an Hosting, Zugang, Schutz, Aufbewahrung und Datenschutz, die meist von den Geschäftsprozessen festgelegt werden.

Im Gegensatz dazu ist Batman kein echter Held. Bruce Wayne nutzt als Milliardär seinen Reichtum, um Kämpfe zu gewinnen. Er hat viele Ausrüstungsgegenstände in seinem Gürtel, der Batcave oder dem Batmobil, mit denen erfolgreich ist. Dass er nicht kugelsicher ist wie Superman, macht die Auseinandersetzungen dramatischer.

Aber diese Art von Spannung wollen wir uns in Data-Management-Produkten ersparen. Wir wollen echte Superhelden, die Milliarden Entscheidungen in Bezug auf die richtigen Ressourcen zu den richtigen Services für die rechten Daten zur rechten Zeit zu treffen, um den Vorschriften und Geschäftsvorgaben gerecht zu werden.

Die Superhelden des Data Management

Echte Superhelden des Data Managements sind Anbieter wie Strongbox und vielleicht eines Tages Pure Storage oder IBM. Sie begreifen, dass Data Management mehr ist als Tiering, Archive, Scale-Out NAS, Object Storage oder Cloud.

Es ist ein Gemisch aus von Metadaten erzeugten Global Namespace, Storage-Ressourcen und Storage Services Management Engines sowie kognitiven Computerprozessoren, die die Geschäfts-Policies richtig interpretieren können und Daten die richtigen Türen öffnet, durch die sie sich bewegen können und auf das richtige Medium gelangen, sei es Tape, Festplatte, Flash oder Cloud. Alles soll für den Endanwender oder die Anwendung transparent ablaufen.

Bei dem ständig wachsenden Datenvolumen brauchen wir ein Superhirn, um durch die amorphen Cloud- und Flash-Technologien hindurch zu finden, die im Moment eher Marketing als echte Architekturen sind. Deswegen übertrifft eine echte Enterprise-Data-Management-Strategie eine Palette von coolen Technologien, die nicht wirklich mit den Daten arbeiten.

Wenn Sie die ganzen Anspielungen auf Superhelden nicht verstanden haben, fragen Sie Ihre Kinder oder besuchen Sie eine Videothek. 

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Artikel wurde zuletzt im September 2017 aktualisiert

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