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Für diese Einsatzzwecke ist Objekt-Storage sinnvoll und geeignet

Objekt-Storage wird immer populärer. Die einfache Skalierbarkeit ist nur einer der Pluspunkte, die neue Einsatzszenarien erschließen helfen.

Objekt-Storage ist im Gegensatz zu File- und Block-Storage gut für große Mengen unstrukturierter Daten geeignet.

Objekt-Storage hat sich in den vergangenen fünf Jahren auf breiter Front durchgesetzt und es besteht eine gute Chance, dass Sie es bereits verwenden. Und wenn nicht, wird es angesichts der Vorteile von Objekt-Storage bald soweit sein.

Wahrscheinlich kamen Sie das erste Mal mit Objekt-Storage in Berührung, als sie einen Account für Facebook, Twitter oder Spotify angelegt haben. Diese Unternehmen haben ihre eigenen Architekturen für Objekt-Storage als Backend entwickelt, um große Mengen unstrukturierter Daten wie Videos, Fotos oder Musik zu speichern. Unglücklicherweise hat der Rest von uns keinen Zugang zu diesen Architekturen.

Als Unternehmen erstmals begonnen, Internetannwendungen auszurollen, bemerkten sie schnell, wie gut geeignet Objekt-Storage für das Web ist. Es gibt leichten Zugriff auf Objekt-Storage mittels einer REST-basierten Programmierschnittstelle, die dir Programmierung direkt in HTML ermöglicht. Eine modifizierbarer und unbegrenzter Metadatenindex erleichtert den Zugriff.

Anwendungsentwickler für Web 2.0 können mit Objekt-Storage die Schwierigkeiten von File- und Block-Storage umgehen. Mit Autotagging, Autokategorisierung und Datenanalyse können riesige unstrukturierte Datensätze angelegt werden. Dagegen ist traditionelle Storage zur Verwaltung unstrukturierter Daten eher ungeeignet. Eine vor kurzem durchgeführte Umfrage der Taneja Group stellte die folgenden Nachteile traditioneller Storage fest:

  1. Geringe Flexibilität: 42 Prozent der Befragten bemängelten, dass traditionelle Storage dedizierte Hardware erfordert und sich nicht ausreichend in kollaborative Umgebungen integriert.
  2. Schlechte Ressourcennutzung: 39 Prozent bemängeln, traditionelle File-Storage verbrauche zu viel Storage-Ressourcen für Fehlertoleranz, was sich ungünstig auf die Gesamtkapazität auswirkt.
  3. Schlechte Skalierbarkeit: 38 Prozent sind der Ansicht, dass RAID-basierte Arrays nicht einfach ausgebaut werden können.

Leichte Abrechnung nach Verbrauch

Die Entwickler bauten ihre Objekt-Storage-Angebote rapide aus, nachdem Amazon im Jahr 2006 den Simple Storage Service (S3) einführte. Dies erlaubt es, Anwendungen mit Objekt-Storage im Backend zu entwickeln und damit skalierbare On-Demand-Angebote aufzusetzen.

Amazon ist populär, aber nicht jedes Unternehmen will den Weg in die Public Cloud gehen. Deswegen nutzen viele Plattformen für Objekt-Storage von Drittanbietern oder nutzen Service-Provider, die Objekt-Storage für Anwendungen bieten.

Hersteller wie Cleversafe (jetzt IBM Cloud Object Storage), Scality und Western Digital offerieren verschiedene Optionen zum Ausrollen von Objekt-Storage. Damit können Anwender je nach Belieben in der Private, Public oder hybriden Cloud ablegen. Damit wird das Einsatzspektrum von Objekt-Storage breiter. Taneja Group hat die wichtigsten Einsatzgebiete identifiziert:

  1. Dateibackup und Archiv: 57 Prozent halten dies für sinnvoll, weil damit kosteneffektive Speicherung von Daten ermöglicht wird. Objekt-Storage skaliert einfach durch das Hinzufügen von Knoten. So entkommt man dem Flaschenhals durch Single- und Dual-Controller. Die Abhängigkeit von dedizierter Hardware entfällt und Standardhardware kann einfach hinzugefügt werden.
  2. Storage as a Service (SaaS): 44 Prozent setzen auf SaaS, weil Service-Provider damit kosteneffektiv Backups in einer sicheren und skalierbaren Multi-Tenant-Umgebung verwalten können. Unternehmen sparen Personal-, Raum- und Hardwarekosten, weil es ein Service ist. Ein Administrator kann Storage einfach nach Bedarf mieten und nach Verbrauch abrechnen.
  3. Big Data Analyse: Objekt-Storage ist für große Datensätze ausgelegt und damit ideal für Big Data Analyse, meinen 35 Prozent. In einer vorherigen Umfrage fanden wir heraus, dass 30 Prozent 100 TB oder mehr aggregieren, um Big Data Analyse durchzuführen und die Datenmenge wächst ständig. Allerdings muss man Objekt-Storage eng mit Storage niedriger Latenz und Hochleistungsrechnern integrieren sowie künstliche Intelligenz für Datenaggegrierung und Interpretation nutzen.
  4. Sicheres File Sharing: 35 Prozent schätzen die verteilte Architektur von Objekt-Storage, die File Sharing erleichtert. Datenspaltung, Erasure Coding und geoverteilte Technologien ermöglichen automatische, effiziente und sichere Datenreplizierung und Zugang über verschiedene Standorte. Die meisten Objekt-Storage-Produkte bieten außerdem bemerkenswerte Fehlertoleranz, die vor Ausfall von Standorten, Festplatten und Knoten schützt.

Objekt und sekundäre Welt

Die machtvolle Kombination aus Einsatzszenarien und Funktionen haben die Nachfrage nach Objekt-Storage in Umgebungen von Sekundärspeicher stark ansteigen lassen. Deswegen ist Objekt-Storage mittlerweile führend als Grundlage für Data Protection der nächsten Generation, Archiv und Analyseanwendungen, besonders in der Cloud. Cohesity Data Protect ist ein gutes Beispiel für Data Protection der nächsten Generation. Außerdem hat Objekt-Storage mittlerweile die Welt des Sekundärspeichers durchdrungen.

Für gewöhnlich nutzen Firmen verschiedene Arten von Sekundärspeicher. Dazu gehören Backup und Recovery, Replikation, Deduplizierung, Archiv, Disaster Recovery und Dateiservices. Dieses führt zu hohen Lizenz- und Betriebskosten, Storage-Silos und Komplexität, weil Administratoren verschiedene Systeme betreiben und verwalten müssen. Wenn Daten von einem System auf ein anderes migriert werden müssen, muss dies oft manuell geschehen und belastet das Rechenzentrum.               

Mit Objekt-Storage, die skalierbar und flexibel ist, ist es viel einfacher, Systeme und Workloads zu kombinieren und so eine einfachere Struktur zu erreichen. Da die Hersteller dies erkannt haben, gibt es eine starke Bewegung hin zu Objekt-Storage mit verteilten Dateisystemen. Hinzugefügt wird Multiprotokoll und Multicloud Support, globale Datendeduplikation und umfassende Datenanalyse. Wenn diese neuen Produkte für Data Protection und Management ausreifen, wird die Datenverwaltung wesentlich einfacher werden.   

Über den Autor:
Steven Ricketts ist Senior Analyst und Consultant der Taneja Group.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2017 aktualisiert

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