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Hyper-V und vSphere: Virtuelle Server mit Veeam Backup & Replication 9 sichern

Virtuelle Maschinen sollten mit anderen Tools gesichert werden als physische Server. Eines der bekanntesten ist Veeam Backup & Replication.

Version 9 der bekannten Sicherungslösung Veeam Backup & Replication ermöglicht das unkomplizierte Backup virtueller Maschinen einer Umgebung. Einer der Vorteile dieser Backup-Lösung ist die kostenlose Testmöglichkeit durch die Freeware-Version. Mit einem Lizenzschlüssel kann jederzeit die Vollversion freigeschaltet werden, ohne hierbei die Einstellungen zu verlieren. Mit Veeam Backup & Replication 9 lassen sich einzelne Server manuell sichern, aber auch alle VMs in einer Umgebung automatisiert.

Die Installation der Sicherungslösung sollte auf einem dedizierten Server erfolgen, der mit der vSphere- oder Hyper-V-Umgebung verbunden ist. In größeren Umgebungen lassen sich die einzelnen Serverdienste von Veeam Backup & Replication auch auf mehrere Server aufteilen. Die Installation der Sicherungslösung ist schnell abgeschlossen. Fehlen auf dem Server, zum Beispiel unter Windows Server 2012 R2, noch Funktionen, welche die Software benötigt, erscheint ein Warnfenster. Die Installation bricht an dieser Stelle aber nicht ab, wie bei anderen Lösungen. Der Assistent kann notwendige Erweiterungen selbst installieren.

Abbildung 1: Veeam Backup & Replication erkennt fehlende Voraussetzungen und kann diese installieren.

Veeam entwickelt seine Backup-Lösung ständig weiter. In diesem Zusammenhang gibt es auch Service-Packs für Backup & Replication, die vor der Einrichtung der Datensicherung auf dem Server installiert werden sollten. Natürlich lassen sich aber auch jederzeit nachträglich Aktualisierungen installieren.

Nach der Installation steht die Veeam Backup & Replication Console auf dem Server zur Verfügung., mit der sich Administratoren nach dem Start mit ihrer Umgebung verbinden können. Durch die Installation der Konsole über das Installationsprogramm von Veeam Backup & Replication auf einer Arbeitsstation kann die Sicherungslösung dann auch von hier verwaltet werden.

Abbildung 2: Die Veeam Backup & Replication Konsole verbindet sich über das Netzwerk mit dem Sicherungs-Server.

Wurde auf dem Server ein Update installiert, weist die Konsole darauf hin. Oft müssen noch weitere Komponenten aktualisiert werden. Diesen Vorgang führt der Assistent aber automatisch durch.

Abbildung 3: Nach dem Start der Verwaltungskonsole für Veeam Backup & Replication prüft die Konsole, ob noch Aktualisierungen ausstehen, und führt diese mit einem Assistenten durch.

Veeam Backup & Replication einrichten und Virtualisierungs-Hosts anbinden

Sobald Installation und Aktualisierung des Sicherungsservers abgeschlossen sind, steht die Verwaltungskonsole von Veeam Backup & Replication 9 zur Verfügung. Hier lassen sich jetzt Datensicherungen schnell und einfach einrichten und durchführen.

Abbildung 4: Nach der Installation steht die Konsole zur Verwaltung von Backup & Replication zur Verfügung.

In den ersten Schritten binden Administratoren über Assistenten die Virtualisierungs-Hosts an. Hier besteht die Möglichkeit, vSphere, vCenter, aber auch Hyper-V anzubinden, und zwar das Ganze auch parallel. Dadurch können Administratoren verschiedene Virtualisierungsumgebungen auch in gemischten Umgebungen sichern.

Über den Menüpunkt Add Server lässt sich ein Assistent starten, mit dem die Umgebung zur Sicherung angebunden werden kann. Hier werden Namen und Anmeldedaten eingegeben, zum Beispiel die Anmeldedaten eines vSphere-6-Hosts. Veeam Backup & Replication kann auch einen kompletten vCenter-Server anbinden, und alle Hosts, die wiederum an diesen Server angebunden sind. Die Anmeldedaten lassen sich im Assistenten zur späteren Verwendung speichern. Der Assistent ist bei der Anbindung von Hyper-V identisch. Nach der erfolgreichen Anbindung erscheinen alle Hosts im Fenster auf der linken Seite.

Abbildung 5: Nach der Anbindung von vCenter oder vSphere erscheinen die Komponenten der Umgebung im Verwaltungsfenster.

Alle virtuellen Server der Umgebung erscheinen automatisch im Fenster. In größeren Umgebungen lässt sich Veeam Backup & Replication auch an die Storage-Infrastruktur anbinden, um die Daten der gesicherten Server gleich an der richtigen Stelle zu positionieren. Außerdem kann Veeam Backup & Replication auch Snapshots von SANs (Storage Area Network) verwenden, um virtuelle Server zu sichern. Die jeweiligen Einstellungen dazu finden sich in der Verwaltungskonsole von Veeam Backup & Replication.

Abbildung 6: In der Verwaltungskonsole von Veeam Backup & Replication lassen sich auch SANs und andere Stroage-Systeme anbinden.

Auch Bandsicherungsserver lassen sich in der Verwaltungskonsole an Veeam Backup & Replication anbinden. Dazu stehen eigene Menüpunkte zur Verfügung.

In der Konsole von Veeam Backup & Replication sind alle vSpere-Hosts zu sehen, alle virtuellen Maschinen, aber auch alle Datenspeicher, die auf den Hosts verbunden sind. Die Anzeige erfolgt automatisch, sobald ein Host direkt oder über vCenter verbunden ist.

Virtuelle Server mit Backup & Replication sichern

In den Einstellungen der Konsole lassen sich die Backup-Ziele und generellen Einstellungen der Sicherungslösung definieren. Sind diese erst festgelegt, müssen die VMs nur noch manuell oder über einen Zeitplan gesichert werden. Über die Registerkarte Home und der Auswahl von VeeamZIP lassen sich Sicherungen starten.

Über einen Assistenten wird ausgewählt, welche virtuellen Server gesichert werden sollen. Außerdem können Administratoren auf diesem Weg das Backup-Ziel definieren. Hier unterscheidet sich die kostenlose Version von der kommeziellen. Sobald der Assistent durchgearbeitet ist, kann Veeam Backup & Replication den virtuellen Server sichern.

Abbildung 7: Sicherung der virtuellen Maschinen mit Veeam Backup & Replication.

Gesicherte Server lassen sich über den Menüpunkt Restore wiederherstellen. Die gesicherten Daten befinden sich in einer Container-Datei im Backup-Repository. Alle weiteren Aufgaben zur Sicherung und Wiederherstellung werden über die Verwaltungskonsole vorgenommen.

Neben der Wiederherstellung von VMs lassen sich auch Serveranwendungen wie Exchange, SharePoint oder Active Directory aus den VMs innerhalb der Backup-Konsole wiederherstellen. Dazu kann der Wiederherstellungsassistent zum Beispiel auch auf Datenbanken von Exchange zugreifen. Hierfür nutzt Veeam Backup & Replication den Veeam Explorer für Exchange, der Bestandteil von Veeam Backup & Replication ist.

Die kostenpflichtige Version bietet noch die Möglichkeit, zusätzlich Sicherungsjobs zu definieren. Hier lässt sich festlegen, welche VMs auf den angebundenen Hosts zu den verschiedenen Zeitpunkten gesichert werden sollen.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2016 aktualisiert

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