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NAS-Arrays: Kriterien für die Kaufentscheidung

Network Attached Storage (NAS) ist nach wie vor gefragt. IT-Entscheider erwarten bei der Anschaffung günstige Preise, Schnelligkeit und Skalierbarkeit.

Storage Area Networks (SAN) mögen in modernen Rechenzentren dominieren, aber auch Network Attached Storage (NAS) hat nach wie vor einen wichtigen Platz im Markt für Primärspeicher. Der Bedarf nach File-Storage wird durch das Wachstum unstrukturierter Daten weiter steigen.

Laut einer Studie von TechTarget Research verwenden etwa ein Drittel aller Unternehmen ein NAS und 15 Prozent planen die Anschaffung eines NAS-Systems binnen der nächsten zwölf Monate.

Die entsprechenden Zahlen für SAN liegen mit 67 Prozent Penetration beziehungsweise 44 Prozent Kaufabsicht deutlich höher.

Immerhin ist die Nachfrage nach NAS erheblich bedeutender als nach anderen Optionen wie Unified Arrays oder konvergenten und hyperkonvergenten Infrastrukturen.

Der geschätzte Gesamtumsatz mit NAS-Systemen ist in den vergangenen Jahren stabil geblieben. Das Marktforschungsinstitut MarketsandMarkets bezifferte im Juli 2017 das Wachstum des globalen NAS-Marktes auf jährlich 20,1 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 45,21 Milliarden Dollar im Jahr 2023. Auch die Marktforscher von Beige Market Intelligence meldeten im vergangenen Jahr ähnliche Zahlen.

Der NAS-Umsatz im Einzelnen

Laut unserer Studie führt Dell EMC bei den NAS Installationen mit 45 Prozent, gefolgt von NetApp mit 28 Prozent, HPE mit 17 Prozent und IBM mit sieben Prozent. Auf den Plätzen fünf bis sieben liegen fast gleichauf mit jeweils etwa drei Prozent Oracle (Sun), Hitachi Data Systems und Nimble Storage.

Umfrageergebnisse von TechTarget Research zum Thema Herstellerwahl
Abbildung 1: Umfrageergebnisse von TechTarget Research zum Thema Herstellerwahl

Bei der Kaufabsicht haben die Marktführer einen noch größeren Vorsprung. Hier führt Dell EMC mit 57 Prozent vor NetApp mit 31 Prozent. Allerdings sind bei diesem Punkt auch Mehrfachnennungen möglich und auch alle anderen Anbieter haben höhere Zahlen als bei den Installationen.

Bei der Kaufentscheidung spielt der Preis eine entscheidende Rolle (81 Prozent). Auch die Produktfunktionen und Geschwindigkeit sind wichtig (61 Prozent). 39 Prozent wollen sich die Wartungsverträge und den Support genau ansehen. 24 Prozent legen Wert darauf, bei einem Marktführer einzukaufen. 14 Prozent würden sich für vorkonfigurierte Plug and Play Systeme entscheiden.

Bei der letzten Anschaffung haben 23 Prozent der Befragten weniger als 10.000 Dollar für ein NAS-Array ausgegeben. Elf Prozent entschieden sich für ein System für bis zu 25.000 Dollar. Am anderen Ende des Spektrums machten drei Prozent der Befragten mehr als eine Millionen Dollar für ein NAS locker.

Umfrageergebnisse von TechTarget Research zum Thema Kauffaktoren
Abbildung 2: Umfrageergebnisse von TechTarget Research zum Thema Kauffaktoren

60 Prozent vertrauten beim Kauf auf einen Reseller und 40 Prozent kauften direkt beim Hersteller. Die Hersteller locken Käufer mit zum Teil erheblichen Rabatten. Zwölf Prozent der Käufer zeigten kein Verhandlungsgeschick und erhielten keinen Rabatt. Zehn Prozent holten dagegen mehr als elf Prozent Rabatt heraus und drei Prozent sogar mehr als 50 Prozent.

Darüber hinaus können geschickte Käufer noch zusätzliche Konzessionen herausholen: Fünf Prozent erhielten kostenfrei zusätzliche Produkte, vier Prozent ein Jahr Wartung extra, drei Prozent zusätzlich Professional Services, drei Prozent flexible Zahlungskonditionen und zwei Prozent einen verbesserten Service Level.

Warum NAS jetzt kaufen

Als Hauptgründe für die Anschaffung eines neuen Systems ist höhere Geschwindigkeit für mehr als die Hälfte ein wichtiger Faktor, gefolgt von Ablösung bestehender Hardware (36 Prozent), zusätzlicher Speicher für neue Anwendungen (34 Prozent), Unterstützung für virtuelle Server (28 Prozent) oder als Backup beziehungsweise Archiv (23 Prozent).

Als wichtigste Funktion eines NAS sahen 52 Prozent die Größe des Dateisystems, 44 Prozent Skalierbarkeit und Clustering, Network File System (NFS) und Common Internet File System (CIFS) (31 Prozent). 27 Prozent legen Wert auf eine 10 Gbps Ethernet-Verbindung und die Fähigkeit, Kapazität und Geschwindigkeit unabhängig voneinander zu skalieren (26 Prozent).

Die Durchschnittskapazität des bereits vorhandenen NAS liegt bei 281 TB. Durch Neuanschaffungen soll dieser Wert auf 403 TB steigen. Dieser Trend wird vor allem von größeren Kunden getrieben. Eine erhebliche Zahl an Installationen liegt unter 10 TB.

Kapazitätserweiterung bleibt auch mittelfristig ein Fokus: 86 Prozent wollen jährlich ihre NAS-Kapazität ausbauen, 45 Prozent um mehr als elf Prozent.

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Kann Image Cloning beim Daten-Management im NAS helfen?

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2017 aktualisiert

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