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PowerShell: Tipps und Tricks zu Storage-Befehlen

Mal eben ein Image mit dem System verbinden oder ein Laufwerk formatieren, diese PowerShell-Tipps erleichtern alltägliche Storage-Aufgaben.

Die Einsatzmöglichkeiten der PowerShell für Storage sind vielfältig. Grundlegendes zum Thema finden Sie in dem Beitrag PowerShell: Cmdlets für Zugriff und Verwaltung von Storage. Hier gibt es dafür drei schnelle PowerShell-Tipps rund um Speicher und Dateien:

1. Images mit dem System verbinden

Die aktuellen Windows-Systeme können seit Windows 8 problemlos und ohne Zusatzprogramme mit Image-Dateien und virtuellen Festplatten umgehen. Dafür gibt es auch in der PowerShell die entsprechende Cmdlets. Mit dem Aufruf von „Mount-DiskImage“ können Nutzer und Administratoren sowohl ISO- als auch VHD- und VHDX-Dateien in das Dateisystem einbinden:

Mount-DiskImage – ImagePath “C:\tmp\TestContainer.vhdx“

Wird das Kommando auf eine bereits mit dem System verbundene Datei angewendet, so gibt die PowerShell eine Fehlermeldung mit dem Hinweis aus, dass die Datei von einem anderen Prozess verwendet wird. Mit Dismount-DiskImage ebenso schnell wieder aus dem System lösen – hier am Beispiel einer ISO-Datei:

Dismount-DiskImage -ImagePath “F:\tmp\Meine_Bilder.iso“

Wichtig dabei: Um eine VHD- beziehungsweise VHDX-Datei anzubinden sind Administrator-Rechte notwendig. Auf dem Windows Server 2012 kann zudem nur der Administrator ISO-Dateien in das Dateisystem einbinden.

Abbildung 1: Das Cmdlet Mount-Diskimage hat hier die VHDX-Datei unter dem Laufwerksbuchstaben in das Dateisystem eingehängt

2. Ein Laufwerk schnell formatieren

Eine weitere häufig auszuführende Aufgabe ist das Formatieren von Laufwerken. Mit Hilfe des Cmdlets Format-Volume gelingt das schnell und kann in Skripts zur Automatisierung solcher immer wiederkehrenden Vorgänge eingesetzt werden:

Format-Volume -Driveletter E

Auch dieser Aufruf muss mit Administrator-Rechten erfolgen und es können natürlich noch weitere Parameter übergeben werden, wie in diesem Beispiel, bei dem der Typ des Dateisystems und eine Bezeichnung für das Volumen mitgegeben wurden:

Format-Volume -Driveletter E -Filesystem NTFS -NewFileSystemLabel “TestVolumen“

3. Temporäre Datei in der PowerShell 5 anlegen

Manchmal sind es kleine Änderungen, durch die einige täglichen Arbeiten leichter werden können. Bei der PowerShell 5, wie sie jetzt auf den Windows-10-Systemen zur Verfügung steht und auch Teil des kommenden Windows Servers 2016 sein wird, sind einige dieser kleinen Änderungen eingeflossen. Eine davon ist die Möglichkeit, eine temporäre Datei im aktuellen TEMP-Verzeichnis des Nutzers anzulegen – ohne, dass der Anwender sich dabei um Namen oder Speicherort kümmern müsste. Ein Tipp, den wir im Blog des „Scripting Guy“ in Microsofts TechNet fanden. Der Aufruf New-TemporaryFile legt eine Datei auf diese Weise an. Er zeigt dann auch Namen und Pfad der Datei an. Da dann aber der Zugriff auf diese Datei noch etwas umständlich bleibt, empfiehlt es sich, den Dateinamen gleich einer Variablen zuzuweisen:

$testo = New-TemporaryFile

Da dieser Aufruf nun keine Informationen über die Datei ausgibt, besteht eine Möglichkeit darin, auf die Eigenschaft fullname zuzugreifen: $testo.fullname, um auf diese Weise den kompletten Pfad/Dateinamen angezeigt zu bekommen, aber auch mit ihm zu arbeiten:

Get-Service >> $testo.fullname

Die Anzeige der Dienste auf dem System wird in die temporäre Datei umgeleitet, die der Administrator dann beispielsweise mit dem folgenden Ausruf anzeigen und auslesen kann:

notepad $testo.fullname

Abbildung 2: Mit dem Cmdlet New-TemporaryFile legen Administratoren automatisch eine temporäre Datei im entsprechenden Systemverzeichnis an und können die beliebig einsetzen.

Nach Gebrauch der temporären Datei sollte sie der Nutzer auch wieder löschen, was am einfachsten mit dem folgenden Aufruf gelingt:

Remove-Item $testo.fullname

Wer eine umfangreiche Übersicht über all die Kommandos, die sich auf Storage und die Arbeit mit Dateien beziehen, haben möchte, findet diese ebenfalls in Microsofts TechNet unter dem Eintrag „Speicher-Cmdlets für die PowerShell“.

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Nächste Schritte

PowerShell 5.0: Die wichtigsten Cmdlets und Module.

PowerShell-Tutorial: Windows und Storage Spaces verwalten.

Schritt für Schritt: Eine Hyper-V Core VM mit der PowerShell erstellen.

Fünf virtuelle Festplatten-Formate, die jeder VDI-Administrator kennen sollte.

Artikel wurde zuletzt im August 2016 aktualisiert

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