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SSDs mit hoher Kapazität können Backup- und Recovery-Pläne beschleunigen

Die Planung von Backup und Recovery kann von Solid State Disks (SSDs) mit hoher Kapazität profitieren. Dies kann das Backup Window verkürzen.

Solid State Disks (SSDs) in die Planung von Backup und Recovery einzubeziehen, erscheint auf den ersten Blick absurd. SSDs sind zwar schnell, im Vergleich zu Festplatten aber immer noch teuer. Und dennoch ergeben sich Vorteile beim Einsatz von SSDs, wenn man einen Blick unter die Haube wagt.

Heute kosten SSDs mit einer Kapazität von einem TB etwa 200 Euro beim Distributor. Eine vergleichbare Festplatte bietet zum selben Preis 4 TB.

Aber die Vorzüge von SSDs kommen zur Geltung, wenn das Backup Window betrachtet wird. Dieses wird immer länger, je mehr die Storage-Anforderungen wachsen. Auch wenn Daten in die Cloud mit Gateway Appliances bewegt werden, ist die Leistung des WAN fixiert und begrenzt, so dass ein guter Buffer erforderlich wird.

Hier kommt der Nutzen von SSDs ins Spiel. Die Daten können zum Gateway in einer Spiegelkonfiguration mit zwei SSDs geleitet werden, was die Datenintegrität sichert. Die große SSD erlaubt mehrere parallele Backup Streams, die nur von der Kapazität der LAN-Verbindung begrenzt werden.

SSDs mit hoher Bandbreite können Daten komprimieren und deduplizieren, bevor sie in die Cloud verlagert werden. Dies kann im Hintergrund geschehen, bevor die Datenübertragung beginnt. Das spart Speicherplatz in der Cloud und entlastet den Netzwerk-Traffic.

Die Preise von SSDs werden weiter fallen. Durch 3D-Technologie sind 2017 möglicherweise Kapazitäten von 100 TB erreichbar. Wenn das passiert, werden SSDs zu einer echten Alternative für Festplatten. Sie können Energie und Platz sparen und die Zahl der benötigten Storage Appliances drastisch reduzieren.

Schnelles Storage sowohl für lokales als auch Cloud-Backup kann die Recovery-Zeiten einzelner Dateien drastisch reduzieren. Die meisten Software Backup Caches halten Dateien für mehrere Tage vor, weil 70 Prozent aller Zugriffe erfahrungsgemäß in den ersten Tagen erfolgen. Dies kann für eine erhebliche Beschleunigung sorgen.

Wenn neue Technologien wie NVDIMM oder Gen-Z Storage zur Verfügung stehen, werden SSDs ein essentieller Bestandteil jedes Backup- und Recovery-Plans werden.

Über den Autor:
Jim O'Reilly war Vice President of Engineering at Germane Systems, wo er Ruggedized Server und Storage-Systeme für die US-amerikanische U-Boot-Flotte konzipierte.
Ebenso war er im Senior Management bei SGI/Rackable und Verari und arbeitete als CEO bei Start-ups Scalant und CDS. O’Reilly übernahm leitende Funktionen bei PC Brand und Metakithic sowie Memorex-Telex und NCR. Bei NCR entwickelte sein Team das erste SCSI ASIC, das heute im Smithsonian ist. Jim ist derzeit als Consultant tätig und fokussiert auf Storage und Cloud-Computing.

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Artikel wurde zuletzt im November 2016 aktualisiert

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