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So verbinden Sie Container und traditionelle Storage-Arrays

Es gibt verschiedene Ansätze, um Container mit Storage-Arrays zu verbinden. Die Spannbreite reicht von umfassenden Projekten bis zu einfachen Plug-ins.

Da Container immer populärer werden, reagieren nun auch die Hersteller traditioneller Storage-Arrays und suchen nach Möglichkeiten, Verbindungen zu schaffen.

Dabei unterscheiden sich die Methoden erheblich voneinander. IBM und Dell EMC sind ehrgeizig und wollen eine Komplettarchitektur für Container und Storage schaffen, während sich andere Anbieter auf Plug-ins beschränken.

Anfangs schien Flocker ein verlockender Ansatz für Storage-Hersteller, um Container und Arrays in Einklang zu bringen. Das ist aber problematisch geworden, seit sich ClusterHQ Ende 2016 vom Markt verabschiedet hat. ClusterHQ hat das Flocker-Konzept aus der Taufe gehoben und unterstützt. Jetzt ist Flocker verwaist und es ist ungewiss, wie es damit weitergeht. Zwar ist Flocker Open Source, aber ohne aktive Community nützt das auch nichts.

Dell EMC setzt auf REX-Ray

Dell EMC will mit einem eigenen Konzept Container wie Docker und Mesos unterstützen. REX-Ray ist eine Open-Source-Lösung für Storage-Management. Das Projekt wurde 2016 gestartet und sorgt für die Verbindung von Dell-EMC-Technologien mit Containern. Auch Orchestrierungswerkzeuge wie Docker Swarm, Kubernetes oder Mesos Marathon werden unterstützt. Bei REX-Ray hat Dell EMC das Gewicht auf die verteilten Storage-Plattformen ScaleIO und Isilon. Die Integration anderer Plattformen aus dem Hause Dell EMC sollte über Flocker Plug-ins verwirklicht werden. REX-Ray beruht auf dem libstorage Framework.

Die Bestandteile von REX-Ray werden als Services auf Linux Server-Hosts und einem Container-Cluster installiert. Die Kommunikation mit Docker erfolgt über Plug-ins. REX-Ray stellt die Persistenz von Daten sicher für „stateful“ Anwendungen.

REX-Ray ist nicht auf Dell EMC Produkte beschränkt. Die Open-Source-Technologie unterstützt auch Amazon (EBS, EFS et S3), Digital Ocean, Google, Microsoft und Ceph RBD.

IBM will Container mit Ubiquity überall verfügbar machen

Ähnlich wie Dell EMC hat auch IBM ein eigenes Projekt namens Ubiquity zur Verbindung von Containern und Arrays gestartet. Laut einem Blog-Post von IBM von Juli 2017 ist Ubiquity noch im Pre-Release Stadium, also noch nicht offiziell verfügbar, aber zu Testzwecken freigegeben.

Das IBM-Open-Source-Projekt deckt Docker und Kubernetes ab und erlaubt das Speichern auf Block-Storage. Ubiquity ist ein modulares Framework, das eine ganze Palette an IBM Produkten umfassen soll. Ursprünglich war Ubiquity nur für IBM Spectrum Scale ausgelegt, aber das Konzept ist nun sehr viel weiter gefasst.

Weitere IBM Container Services sind der IBM Bluemix Container Service, IBM Cloud Private (ehemals IBM Spectrum Conductor for Containers) und dashDB local.

Verschiede Plug-ins

Die meisten anderen Storage-Anbieter wollen ihre Arrays über Plug-ins mit Containern verbinden. Plug-ins für Docker Engine Volumina erlauben die Anbindung von externem Storage an Container. Solche Plug-ins bieten nicht den Funktionsumfang von REX-Ray oder Ubiquity, sind aber für einfache Anbindungen geeignet.

Hier eine Übersicht über die wichtigsten Plug-ins:

  • Azure File Storage: Verbindet Azure File Storage als Docker Volumina mit dem Protokoll SMB 3.0 (auf Ubuntu Server).
  • BeeGFS Volume Plugin: OSS Plug-in für das parallele Dateisystem BeeGFS.
  • Contiv Volume Plugin: OSS Plug-in für Ceph und NFS.
  • DigitalOcean Block: Storage Plug-in für Block-Storage von DigitalOcean und Docker.
  • DRBD Plug-in: Verbindet Docker mit hochverfügbarer DRBD Storage.
  • Flocker Plug-in: Verbindet Flocker und Docker.
  • Fuxi Volume Plug-in: Ein Plug-in im Rahmen des Projektes OpenStack Kuryr. Verbindet Docker und Cinder, der Block-Storage-Schnittstelle von OpenStack.
  • gce-docker Plug-in: Ein Plug-in für Google Cloud
  • GlusterFS Plug-in: Verbindet Docker mit GlusterFS (Red Hat Storage).
  • HPE 3Par Volume Plug-in: Verbindet HPE 3Par und StoreVirtual mit derAPI Docker Volume
  • NetApp Plugin (nDVP): Verbindet Docker mit den Arrays von NetApp.
  • Nimble Storage Volume: Plug-in Docker und die Arrays von Nimble Storage (HPE)
  • Portworx Volume Plugin: Portworx und Docker
  • REX-Ray plugin: Plug-in in der Programmiersprache Go. Unterstützt Cloud Plattformen (VirtualBox, EC2, Google Compute Engine, OpenStack) sowie Dell EMC ScaleIO und Isilon Arrays.
  • Virtuozzo Storage and Ploop Plug-in: Plug-in für Virtuozzo Storage
  • VMware vSphere Storage Plugin: Verbindet VMware vSphere mit Docker

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Artikel wurde zuletzt im September 2017 aktualisiert

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