Tutorial: Continuous Data Protection (CDP) in Ihrem Plan für Backup und Recovery

Continuous Data Protection (CDP) ist eine für Backup- und Recovery hilfreiche Methode. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei einem CDP-Tool achten sollten.

Kontinuierliche Datensicherung (Continuous Date Protection, CDP) ist zum einen ein wichtiger Begriff und eine Technologie im Bereich Backup und Recovery. Zugleich ist sie ein Ziel für alle, die für den Schutz von Informationen zuständig sind – insbesondere bei Transaktionsverarbeitung und anderen Anwendungen, wo bereits der kleinere Datenverlust horrende Kosten verursachen können.

Die Storage Networking Industry Association (SNIA) definiert CDP als „eine Klasse von Mechanismen, die fortlaufend Änderungen an Daten erfassen oder nachverfolgen. Dies ermöglicht die Wiederherstellung des Datenzustands eines früheren Zeitpunktes.“ Diese  einfache Aussage wird jedoch durch die Tatsache verkompliziert, dass in der Praxis eine Vielzahl von Wegen existiert, wie sich CDP umsetzen lässt. Diese reichen von der relativ konventionellen Methode, einfach häufiger Backups oder Snapshots zu erstellen (manchmal als „nahezu Echtzeit“ bezeichnet), bis zu „echtem“ CDP, wo jegliche Veränderung aufgezeichnet wird.

In diesem Tutorial zur Anwendung von Continuous Data Protection in Ihrem Backup- und Recovery-Plan erfahren Sie alles über Fast- und Echtzeit-CDP und worauf Sie bei einem CDP-Tool achten sollten.

TUTORIAL CONTINOUS DATA PROTECTION – INHALT

  • Echte Continuous Data Protection
  • CDP-Produkte
  • Fast-CDP vs. echtes CDP

ECHTE CONTINOUS DATA PROTECTION 

Laut David G. Hill, Analyst bei der Mesabi Group, können Organisation mittels CDP potenziell einen beliebigen Wiederherstellungspunkt erreichen; dazu dient eine Appliance mit Disk-Array und der nötigen Software. Allgemein zeichnen CDP-Appliances kontinuierlich Veränderungen an Daten auf, ohne dabei die I/O-Verarbeitung von Anwendungen zu stören (anders als bei Snapshot oder „point-in-time“-Kopien). Ein Schlüsselelement von echtem CDP, so Hill, ist seine Fähigkeit, Daten-Kopien von jedem beliebigen Zeitpunkt (APIT, Any Point in Time) zu liefern. Dazu muss kein gesonderter Zeitpunkt definiert werden, an dem die Kopie angefertigt wird.

Tatsächlich wird „CDP heute oft als zusätzliche Funktionalität von Backup- oder Software-Suiten implementiert“, sagt Hill. In diesen Fällen ist CDP kein ganz neuer Backup-Ansatz, sondern eher eine Ergänzung traditioneller Methoden.

Genau die Tatsache, dass CDP häufig als bloßes „Extra“ angesehen wird, hemmt seine Verbreitung auf dem Markt, sagt Steve Scully, Research Manager bei IDC. „Es gab eine Zeit, da gingen einige Anbieter davon aus, man könne ein Milliardengeschäft rund um CDP aufbauen. Aber irgendwie ist nichts dergleichen passiert“, sagt er. Stattdessen waren am Markt – quasi tröpfchenweise – neue oder modernisierte Anwendungen, Appliances und Geschäftsbeziehungen zu beobachten, aber nichts davon hat wirklich gezündet. „In den meisten Unternehmen ist CDP für betriebliche Standardabläufe einfach kein Thema“, so Scully.

„Wenn die Leute ohnehin bereits jede Nacht ein Backup ausführen und dafür eine entsprechende Infrastruktur aufgebaut haben, kann CDP durchaus von Wert sein“, sagt Scully weiter. Doch solange nicht klar gezeigt werden könne, dass es wirklich signifikante Vorteile bietet, würden die meisten Unternehmen mit einem CDP-Einsatz zögern: „Wenn Sie ohnehin bereits einen soliden Prozess aufgebaut haben, dann ist es eher unwahrscheinlich, dass Sie CDP einführen“. Außerdem dürften die meisten CDP-Funktionen nicht viel helfen, wenn das Ziel darin besteht, Backups über einen längeren Zeitraum zu archivieren.

Doch auch wenn CDP nicht für alles und jeden passend ist, können seine Fähigkeiten durchaus von Bedeutung sein. Dies gilt insbesondere für solche Unternehmen, die sich keine Datenverluste leisten können.

CDP-Produkte 

Laut Scully ist CDP in einer Vielzahl von Formen verfügbar. Das Feld beginnt bei hochwertigen Enterprise-Anwendungen wie RecoverPoint von EMC – sehr leistungsfähig, aber zugleich auch stark mit der EMC-Umgebung verzahnt und teuer. Als Nächstes kommen die traditionellen Backup-Anbieter, die CDP-Funktionalität durch Übernahmen ins eigene Haus geholt haben. Beispiele sind CA mit XOsoft und IBM Corp. mit dem Produkt Tivoli Storage Manager FastBack, das 2008 von FilesX gekauft wurde. Zusätzlich haben eine ganze Reihe von Unternehmen CDP auf die eine oder andere Weise in ihre traditionellen Backup-Produkte einfließen lassen. Beispiele hierfür sind die Produkte von CommVault und NetBackup RealTime von Symantec.

„Ein besonders interessantes kleineres Unternehmen ist InMage Systems mit seiner InMage Appshot-Technologie. Dabei handelt es sich um einen weiteren Appliance-basierten Ansatz für CDP, der inzwischen in Co-Branding unter der Marke Hitachi Data Protection angeboten wird“, sagt Scully. Als eine der interessantesten CDP-Lösungen für kleine bis mittlere Unternehmen nennt er nicht zuletzt SonicWall mit seinem leicht zu bedienenden Appliance-artigen Angebot.

FAST- VS. ECHTES CDP 

CDP wie Fast-CDP bieten Wiederherstellungsoptionen, die mit einem traditionellen Backup-System schlicht nicht möglich sind: Sowohl CDP als auch Fast-CDP unterstützen eine sofortige Wiederherstellung. Dies ermöglicht das unverzügliche Aufsetzen eines Recovery-Images, sobald das primäre Image beschädigt ist. Der Unterschied besteht in dem RPO (Recovery Point Objective), das beide ermöglichen. CDP bietet ein RPO von Null, bei Near-CDP ist es abhängig davon, wie oft Sie einen Snapshot anfertigen (normalerweise eine Stunde).

Artikel wurde zuletzt im Januar 2010 aktualisiert

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