tiero - Fotolia

Cloud Storage: Sorgfältige Navigation erforderlich

Die Cloud kann positiv wirken, aber vor überzogenen Erwartungen sei gewarnt. Vorsicht und Sorgfalt sind angesagt, wenn Sie keine negativen Überraschungen erleben wollen.

Der Hype um die Cloud hat sich etwas abgekühlt. Dutzende Cloud-Services haben sich bewährt und andere sind gescheitert. Es gibt Gewinner und Verlierer. Cloud Storage und Services sind damit zu einem normalen Markt geworden.

Um Administratoren zu beruhigen, die allergisch auf den Begriff Cloud reagieren, verkünden viele Experten, die Cloud sei eigentlich ganz einfach: Ein Platz, um Daten abzulegen und Anwendungen zu betreiben, genau wie ein Rechenzentrum oder ein auswärtiger Standort.

Dies mag einige Leute beruhigen, aber in Wahrheit ist es doch etwas anders und die Cloud-Services werden viele Rollen und Verantwortlichkeiten in den IT-Abteilungen stark verändern. 

Das versteht mittlerweile jeder. Aber auch mit den großen Veränderungen der Rechenzentren im Zeitalter der Cloud sind einige Sorgen immer noch da. Und auch einige aufwendige Arbeiten müssen nach wie vor wie in der Zeit vor der Cloud durchgeführt werden, obwohl in anderen Bereichen neue Lösungsansätze nötig sind. Das heißt allerdings nicht, dass in der Cloud immer noch dasselbe funktioniert wie in der Vor-Cloud-Welt.

Als zusätzliche Komplikation mischen sich Geschäftsbereiche immer stärker ein. Sie besorgen sich selbst Cloud Services, ohne die IT-Abteilung zu fragen.

Storage: Es bleibt schwierig

Laut einer Umfrage von Primary Data auf der VMworld 2017 empfinden 36 Prozent der Befragten eine Datenmigration als schmerzerregend. Die Hälfte sagte aus, über 60 Prozent ihrer Daten seien kalt, also seit längerem nicht angefasst, ungenutzt und Platzverschwendung.

Angesichts dessen, was Primary Data verkauft, sahen sie wohl in den Resultaten eine Geschäftschance. Aber mein Gedanke war, was ist eigentlich neu? Das alles sind klassische Probleme, die Storage-Administratoren immer schon lösen mussten.

Der Unterschied heute ist es, dass die Cloud hinzugekommen ist und in vielen Unternehmen eine große Rolle spielt. Deshalb müssen Sie vorsichtig dabei sein, alte Probleme wie Datenmigrationen und kalte Daten mit traditionellen Methoden anzugehen. Je mehr in der Cloud die Dinge ähnlich scheinen, desto mehr unterscheiden sie sich voneinander.

Die Cloud muss zumindest ein Teil der Lösung fast aller Probleme im Rechenzentrum sein. Das gilt besonders für Storage als den ausgereiftesten Teil der Cloud Services, der normalerweise den größten Kostenblock im Rechenzentrum darstellt und den meisten Platz verbraucht. Es ist also kein Wunder, dass in der Umfrage von Primary Data 35 Prozent der Befragten mit dem Budget haderten und 27 Prozent sich über die Cloud Adoption Sorgen machten.

Fähigkeiten für die Cloud

Eine andere Umfrage von Rackspace zeigt ebenfalls einige Erkenntnisse. Storage-Administratoren wissen, dass sie nicht einfach in den Laden gehen und Cloud-basierten Speicher kaufen können. Sie müssen vorher genau herausfinden, welche Art von Speicher für welche Anwendung am besten geeignet ist.

Dieser Prozess wird erschwert, wenn sich der Speicher in der Cloud befindet. Sie müssen auf Datenmigrationen, Bandbreite, Latenz, Eingangs- und Ausgangskosten, die Kosten kalter Daten und so weiter achten. Für andere IT-Fachrichtungen mag es andere Probleme geben, aber auch dort sind die Prozesse kompliziert.

44 Prozent der Befragten in der Rackspace-Umfrage sagten, dass sie in die Wartung von Cloud-Services mehr Zeit investieren müssen als erwartet. Das ist besonders enttäuschend, wenn man es mit unserer eigenen TechTarget-Umfrage vergleicht, die ergeben hat, dass eine Reduzierung der Kosten für 70 Prozent das wichtigste Kriterium bei einer Entscheidung für Cloud-Services war. Kosten senken und am Ende mehr ausgeben passt schlecht zusammen.

Das bezeichnende Resultat der Rackspace-Umfrage war es wohl, dass 62 Prozent den Wunsch äußerten, mehr in ihre Befähigung und Ausbildung im Umgang mit der Cloud zu investieren.

Fazit

Ich sage nicht, dass Sie Cloud-Services oder Cloud-basierten Datenspeicher meiden sollten. Aber Sie sollten Sie mit Vorsicht angehen. Die Probleme, die Sie angehen, mögen Ihnen bekannt vorkommen, aber die Methoden zur Problemlösung in der Cloud sind andere.    

Folgen Sie SearchStorage.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Nächste Schritte

Halten Sie die Kosten für Cloud Storage im Zaun

DSGVO / GDPR: Das muss bei Cloud-Storage noch getan werden

So bauen Sie eine Private Cloud mit Orchestrierung und Storage richtig auf

Artikel wurde zuletzt im November 2017 aktualisiert

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Public Cloud

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

SearchDataCenter.de

Close