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Holen Sie das Optimum aus Cloud-Speicherdiensten heraus

Viele Unternehmen nutzen Cloud-Speicherdienste nur rudimentär und für wenig innovative Anwendungsfälle. Dabei gibt es viele Einsatzmöglichkeiten.

Schon seit rund 15 Jahren hören wir, dass der Übergang in die Cloud unvermeidlich ist. Aber Jahr für Jahr konzentrieren sich die Storage-Verantwortlichen nur auf das, was aktuell gerade priorisiert wird – und das ist in der Regel altbewährtes, das der Aufrechterhaltung des Betriebs dient und die Kosten niedrig hält. Eine echte, von Visionen geleitete Umstellung auf Cloud-basierte Speicherdienste ist nicht zu sehen.

Der Hauptgrund dafür dürfte darin liegen, dass es an der expliziten Unterstützung seitens des Business mangelt. Natürlich könnten Sie jetzt in zynischer Absicht die schleichende Verwendung von Schatten-IT als eine echte Strategie werten, die besseres leistet als das, was die IT als interner Dienstleister anbietet. Aber wahrscheinlich – und unglücklicherweise – wird von Ihnen verlangt, wenig riskante strategische Storage-Bereitstellungen oder inkrementelle Upgrades zu machen.

Das ist natürlich nicht gerade der Stoff für die Business-Transformation. Tatsache ist: Die IT alleine kann es nicht richten. Die Einführung von Cloud-Diensten, die helfen, den Geschäftsnutzen zu maximieren, erfordert ein großes Engagement der Geschäftsleitung. Dieses Engagement ist, ehrlich gesagt, nicht leicht zu erzeugen.

Die transformierende Cloud

Wir wissen alle, dass die Möglichkeiten von Cloud-Services viel weitergehen, als dort lediglich Daten zu archivieren. Diese Dienste sparen nicht nur echtes Geld, sondern können auch die IT-Angebote völlig neu ausrichten – vom reinen Betrieb der Infrastruktur hin zu einer Steigerung der Wertschöpfung. Doch die meisten IT-Abteilungen laufen eher auf Sparflamme, und es fehlt ihnen die Fähigkeit, Willenskraft oder auch die Zeit, aus sich herauszugehen, und es tatsächlich einmal zu riskieren, Kernanwendungen in hybride oder Public-Cloud-Speicherdienste zu transformieren – oder diese auf ganz andere Weise zu nutzen.

Stattdessen herrscht die Einstellung vor, es passiv zu akzeptieren, dass sich die hybride Cloud-Nutzung unweigerlich in Organisationen einschleichen wird. Das geschieht vielleicht über eine langweilige Integration von Storage as a Service (SaaS) in eine On-Premise-Anwendung oder über ein nicht minder langweiliges Projekt mit etwas mehr Cloud-Speicher für Backups und Datenarchive, das von einem künftigen Storage-Update-Projekt initiiert wird. Solche Möglichkeiten gibt es zweifellos einige.

Aber das kann es nicht sein. Es ist Zeit für alle, sich die Cloud mutiger und frecher zu Nutze zu machen. Die Rahmenbedingungen dafür sind exzellent: Die aktuellen Angebote für Cloud-Services sind risikoarm, leicht zu übernehmen und bieten genug Amortisierungsmöglichkeiten, um selbst sehr traditionellen Organisationen zu helfen, in größerem Ausmaß auf Cloud-Dienste zu migrieren und das Engagement für Cloud-Storage-Services wasserdicht zu rechtfertigen. Der Schlüssel zum Erfolg sowohl für die Unternehmens-IT als auch für die Cloud-Anbieter ist, den einen Cloud Use Case zu finden, der überzeugend genug ist, die Entscheidungsträger zu motivieren und der hilft, eine umfangreichere Cloud-Strategie zu anzustoßen.

Überraschenderweise können gerade Storage-Experten bei geschäftlich relevanten Cloud-Transformationen eine bedeutende Rolle einnehmen. Statt dass der Storage-Bereich weiter fünf Jahre hinter anderen Bereichen herhinkt (zumindest hat man den Eindruck) kann er den Weg ebnen. Um es deutlich zu sagen: Ich spreche von einer Nutzung von Cloud-Services, die über ein reines Backup/Archiv Tiering, spezielle Big-Data-Projekte oder einmalige Web-2.0-Anwendungsfälle hinausgeht. Natürlich ist die Cloud für all dies bestens geeignet. Aber es gibt weit mehr. Lassen Sie uns einige Beispiele von Cloud-Speicherdiensten betrachten, die direkt ins Herz des täglichen Geschäftsbetriebs treffen.

Maximale Wirkung von Cloud-Services

Es ist kein Geheimnis, dass die meisten Unternehmen heute File-Sync- und Sharing-Dienste nutzen. Je funktionsreicher sie ausgestattet sind und je reibungsloser diese Produkte arbeiten, umso häufiger werden sie verwendet. Es ist einfach, den SaaS-Weg zu gehen, wenn diese Werkzeuge Ihre Bedürfnisse erfüllen und den Rahmen Ihres Budgets nicht sprengen. Aber ich glaube, dass letztlich preiswertere und noch einfacher zu implementierende File-Sync- und Sharing-Dienste zur Verfügung stehen.

Nehmen Sie zum Beispiel Ctera 5.0. Das Werkzeug bietet Unternehmen nicht nur umfangreiche File-Sync- und Sharing-Dienste, sondern auch eine Vielzahl von anderen virtuellen Private-Cloud-Funktionen für die verteilt und mobil tätigen Unternehmensmitarbeiter.

Wenn Tier-1-Performance Ihr Hauptanliegen beim Cloud-Speicher ist, sollten Sie ClearSky Data ins Auge fassen. Die Mission von ClearSky ist es, Enterprise-Kunden zu helfen, mehr Daten in den Public-Storage zu transferieren. Die verteilte Caching-Software stellt drei Tier-Storage-Ebenen zur Verfügung: Appliances für lokales Hot Data, ClearSky-Rechenzentren für den Großteil des Storage und Amazon S3 für Backup-Daten. Zielgruppe für den Anbieter sind Unternehmen, die über wenigstens 100 TByte an Primärspeicher verfügen.

Ein weiteres Beispiel für einen sehr wirkungsvollen Cloud-basierten Storage-Service ist Riverbeds SteelFusion, das einen ähnlichen, aber in vielen Aspekten auch unterschiedlichen Cloud-Storage Ansatz als Ctera und ClearSky Data für Remote- und Backoffice bietet. SteelFusion ist eine virtuelle Server-Infrastrukturlösung, mit der Anwender Hochleistungsanwendungen, die lokal in einer Niederlassung eingesetzt werden, in das Rechenzentrum konsolidieren können. Dabei bleiben die erforderlichen Reaktionszeiten im LAN für die Nutzer erhalten. Durch den Einsatz dieser Software ist es möglich, Infrastrukturinseln zu eliminieren, bei denen die Daten in den Zweigstellen selbst vorgehalten und gesichert werden.

Cloud und traditioneller Speicher

Anbieterseitig erwarten wir, dass Storage Arrays von Haus aus Cloud Tiering unterstützen sollten. Etablierte Anbieter sind inzwischen um den Schutz der kapazitätsbasierten Legacy Storage Revenue Streams besorgt – obwohl es hier auch einige Veränderungen gibt.

IBM und EMC zum Beispiel arbeiten daran, die Bruchstellen auszubügeln, die bei der Zusammenarbeit ihrer traditionellen Speicherlösungen mit ihren jeweiligen Cloud-Diensten auftreten.

Und ein weiteres Beispiel: Microsoft Azure StorSimple – ursprünglich im Grund nicht mehr als eine einfache Storage-Anwendung – hat sich inzwischen zu etwas ganz anderem weiter entwickelt. Automatisches Backup und Cloud Tiering (zu Microsoft Azure) sowie eine neue virtuelle StorSimple-Option, die auch in Azure für In-Cloud-Recovery laufen kann, helfen bei kleinen IT-Storage-Projekten – die günstig zu betreiben sind und lokalen, gemeinsam genutzten Speicher besser schützen – größere und nützlichere Business-Cloud-Transformationen zu rechtfertigen und zu beschleunigen.

Und damit Sie nicht denken, Cloud-Storage-Services seien nur für mobile Anwender und Midrange-Speicher geeignet: Die Oracle Cloud kann nun auch mit Mainframe-Speicherdaten umgehen. Der Grund ist, dass mit Oracles kürzlichem Release von StorageTek Virtual Storage Manager System 7, Mainframe-Manager ihre Speicher-Tapes abschaffen und die Oracle Cloud als Mainframe-Storage nutzen können.

Cloud-Storage-Dienste können mehr

Der gemeinsame Nutzen all dieser Cloud-basierten Speicherdienste ist weitaus größer als ursprünglich geplant. Während sie einmal eingeführt wurden, um konkrete IT-Probleme zu lösen, haben sie im praktischen Betrieb gezeigt, was die Cloud alles kann und Führungskräfte angeregt, sich für weitere Cloud-Anwendungen einzusetzen.

Zwar müssen sich IT-Mitarbeiter an den Cloud-Stil anpassen, aber gleichzeitig ermöglicht es die Cloud der IT, sich eher auf die technologischen Bedürfnisse der Business-Anwender zu konzentrieren – statt einfach nur die Infrastruktur für Business-Workloads zu betreuen. Wenn Ihr Unternehmen schon über die Cloud gesprochen hat, aber sich nicht wirklich bemüht, Anwendungen in die Cloud zu verlagern, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um zu zeigen, wie ein einfaches Speicher-Refresh-Projekt genutzt werden kann, um den Weg in die Cloud anzuregen und zu ebnen.

Fazit

Wenn Sie die Daten in die Cloud verschieben, verschiebt sich auch das Business. Ist ein Cloud-Projekt erfolgreich, verändert dies auch die IT grundlegend und definiert die Beziehung zwischen IT und Business-Akteuren neu.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2016 aktualisiert

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