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Hyperkonvergente Systeme können Flexibilität in der Data Protection verbessern

Hyperkonvergente Systeme sind zunehmend in der Lage, die Anforderungen von Data Protection zu erfüllen. Das verspricht Flexibilität und Kostensenkungen.

Hyperkonvergenz war ursprünglich nur für Primär-Storage gedacht. Aber es bietet auch neue Möglichkeiten für Data Protection.

Früher war Data Protection ein einfacher Prozess. Die Backup-Software speicherte einmal täglich eine Datensicherung auf das Bandlaufwerk und man hoffte, damit größere Probleme zu vermeiden.

Mit Technologien wie Virtualisierung, SATA-Laufwerken, Deduplizierung, Kompression und anderen hat sich das Bild verändert. Eine der bemerkenswertesten Änderungen bringt aber die Hyperkonvergenz. Einfach eine Kiste kaufen, mit dem Rechenzentrum verbinden und virtuelle Maschinen einrichten. Wenn mehr Speicher benötigt wird, noch eine Kiste dazu und fertig.

Traditionelle Data Protection Lösungen arbeiten jetzt auch mit hyperkonvergenter Infrastruktur (HCI) zusammen und darüber hinaus können die HCI-Systeme selbst Data Protection gewährleisten.

Zum Beispiel haben Anbieter wie Unitrends und Veeam ihre Lösungen an HCI angepasst. Beide haben Appliances im Angebot, die Backup und Recovery für HCI, Nicht-HCI und hybride Systeme bereitstellen, sowohl physisch als auch virtuell.

Integrierte Data Protection

Andererseits haben auch HCI-Hersteller wie Simplivity und Cohesity Data Protection in ihre Produkte integriert. Simplivity bietet in der Omnicube-Produktfamilie eingebaute Data Protection, die mehr kann als nur kopieren und replizieren. Eine integrierte Policy Engine erlaubt es, Backup-Intervalle für virtuelle Maschinen festzulegen, den Speicherort und die Retentionszeiten.

Darüber hinaus können einzelne Dateien von jedem Backup wiederhergestellt werden. Auf diese Weise kann eine einheitliche Architektur eine große Menge an verschiedenen Geräten im Rechenzentrum ersetzen. Dies entspricht der Philosophie der Einfachheit und Kostensenkung.

Cohesity wählt einen anderen Ansatz und verwendet HCI dazu, die Probleme des sekundären Storage zu lösen, die 80 Prozent der Unternehmensdaten ausmachen. Dabei ist Data Protection eine wichtige Komponente, neben Analyse oder Test/Dev. Dahinter steht das Konzept, dem Anwender beim primären Storage freie Hand zu lassen, aber dahinter eine HCI zu stellen, die im Gegensatz zum passiven NAS aktives Compute ermöglicht.

Cohesity bietet zwei Arten von Data Protection. Es kann entweder als Backup-Ziel für existierende Backup-Anwendungen im Rechenzentrum dienen oder als komplett integrierte Backup-Plattformen in virtuellen Umgebungen. Dies wird durch eine integrierte Data Protection Lösung erreicht, die für virtuelle Maschinen Backup und Restore durchführen kann, ohne zusätzliche Software oder Media Server zu benötigen.

„Traditionelle Data Protection Lösungen arbeiten jetzt auch mit hyperkonvergenter Infrastruktur (HCI) zusammen und darüber hinaus können die HCI-Systeme selbst Data Protection gewährleisten.“

Tim Whalen, Taneja Group

Flexibilität ist der Schlüssel   

Alle vier erwähnten Anbieter verfolgen unterschiedliche und flexible Wege, um ihr Ziel zu erreichen, HCI und Data Protection zu verbinden. Für gemischte und hybride Umgebungen im Rechenzentrum können Unitrends und Veeam HCI und Nicht-HCI absichern.

Aber vielleicht hat sich der Anwender ja für den Start in die HCI-Welt und für Simplivity entschieden. In diesem Fall kann man die bestehenden Data Protection Systeme im Rechenzentrum weiter verwenden und Simplivity zur Absicherung von HCI nutzen.

Oder vielleicht hat der Anwender sich für Cohesity entschieden, um die Anforderungen sekundärer Storage zu erfüllen. Dann kann man Cohesity als Backup-Ziel für die bestehenden Backup-Lösungen wählen und die eingebaute Data Protection von Cohesity kümmert sich um die virtuellen Umgebungen.

Über den Autor:
Tim Whalen ist Analyst der Taneja Group mit dem Spezialgebiet Data Protection.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2016 aktualisiert

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