Mobile Geräte mit Backup, Synchronisierung und Sicherheitsfunktionen

Mobile Geräte werden von sehr vielen Mitarbeitern benutzt, aber Backup, Synchronisierung und Security werden oft vernachlässigt.

Dieser Artikel behandelt

Sichere Datenspeicherung

Der Gebrauch von mobilen Geräten ist auch in der Geschäftswelt eine ganz normale Angelegenheit geworden, wie eine aktuelle Untersuchung von Forrester Research bestätigt, die sich vor allem mit dem Datensicherheit bei Endgeräten und mit Code 42 Software beschäftigt.

77 Prozent der Befragten benutzen Smartphones, während 76 Prozent zu Hause mit einem Tablet arbeiten. Nur 34 Prozent gaben an, zu Hause ein firmeneigenes Notebook zu verwenden. Selbst wenn sie sich im Büro befinden, liegt der Gebrauch von Smartphones (60 Prozent) und Tablets (53 Prozent) über dem von Notebooks (23 Prozent) – allerdings nur dann, wenn sie sich gerade nicht an ihrem Arbeitsplatz befinden, sondern zum Beispiel in einer Sitzung.

Trotz einem offensichtlichen Trend gab nur die Hälfte der Befragten an, dass ihre Unternehmen ein Backup-Produkt für Endgeräte einsetzt.

Mobile Geräte werden fast überall mehr als Notebooks benutzt – auf Reisen, an öffentlichen Orten, auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause und so weiter. Nur wenn die Mitarbeiter direkt an ihrem Büroarbeitsplatz sind, greifen sie mehr zu ihrem Notebook oder Desktop-PC. Mehr als die Hälfte der Befragten sagte allerdings auch, dass sie Smartphones und Tablets an ihrem Arbeitsplatz zusätzlich zu einem Notebook oder PC benutzen.

Eine zunehmende Anzahl von Befragten hat außerdem auch auf den Geräten im privaten Besitz Zugang zu geschäftlichen Daten. 40 Prozent verwenden geschäftliche Daten auf ihren persönlichen Smartphones, während 54 Prozent dies in den nächsten 12 bis 24 Monaten tun wollen. 29 Prozent haben gegenwärtig auf ihren persönlichen Tablets Zugang zu geschäftlichen Daten, und 56 Prozent sagten, dies werde in den nächsten 12 bis 24 Monaten bei ihnen der Fall sein.

Trotz diesem offensichtlichen Trend gab nur die Hälfte der Befragten an, dass ihre Unternehmen ein Backup-Produkt für solche Endgeräte einsetzt. Unsere eigenen internen Befragungen haben sogar noch weniger Interesse an dieser Technologie festgestellt.

Die Herausforderungen von Datensicherheit an Endgeräten

Viele Unternehmen gehen davon aus, dass die meisten Daten, die auf Notebooks, Smartphones und Tablets abgelegt sind, irgendwo im Netzwerk gespeichert und ordentlich per Backup gesichert sind. In diesen Tagen, in denen Notebooks Festplatten mit hohen Kapazitäten besitzen und ständig Daten auf ihnen und auf Smartphones geschaffen werden, ist eine solche Annahme jedoch gefährlich. Mobile Geräte und Notebooks besitzen eine größere Anfälligkeit für Datenverluste, als viele IT-Leute wahrnehmen oder zugestehen wollen.

Es gibt jedoch zwei besondere Herausforderungen, um ein Backup für Notebooks und mobile Geräte durchzuführen:

  • Sie sind nicht ständig mit einem Unternehmensnetzwerk verbunden. Backups können über das Internet ausgeführt werden, das allerdings langsam sein kann, oder dann, wenn die Geräte wieder mit dem Netzwerk verbunden sind. Je nach Produkt kann der Backup-Prozess die Notebook-Performance beeinträchtigen.
  • Betriebssysteme von Smartphones und Tablets verfügen über eingebaute Sicherheitsfeatures, die den Zugang zu auf dem Gerät gespeicherten Daten begrenzen. Aber es gibt eine ganze Reihe von Produkten auf dem Markt, die besonders Daten schützen, die auf Endgeräten abgelegt sind.

Datensicherheitsprodukte für Endgeräte

Doch obwohl mobile Geräte stark an Popularität zulegen, waren die meisten Datenschutzprodukte für Endgeräte für Notebooks und Desktop-PCs entwickelt worden – und sind es noch immer. Diesen Markt gibt es seit einer Weile, und die Produkte weisen eine gewisse Reife auf. 

Viele der heutigen Produkte erlauben den Zugang zu Daten, die an beliebigen anderen Stellen durch ein Backup gesichert sind.

Viele schließen Funktionen wie Data Deduplication und Komprimierung ein sowie inkrementelles Backup, so dass nach einem ersten, längeren Backup-Prozess nur noch wenige neue Daten über das Netz zur Backup-Instanz geschickt werden müssen. Backups passieren im Hintergrund und haben wenig Einfluss auf die Notebook-Performance.

Man sollte sich immer darüber vergewissern, ob ein Datensicherheitsprodukt für Endgeräte Deduplizierung und Komprimierung sowie weitere Funktionen anbietet. Diese Produkte setzen einen Software-Agenten auf dem Notebook oder Desktop-Gerät ein und senden in der Regel Änderungen an den Daten an einen zentralen Server im Rechenzentrum vor Ort (und nicht in der Cloud), die somit durch den Einsatz eines traditionellen Backup-Produkts geschützt werden können.

Es gibt auch eine Reihe von Produkten, die ein Backup von Endgerätedaten mit einem Cloud-Service durchführen. Wie bereits angemerkt, sind die meisten Smartphones und Tablets nicht für diesen Typ von Backup vorbereitet. Immerhin haben viele Hersteller von Backup-Produkten für Endgeräte eine Art Notlösung eingebaut: den Support von File-Sync- und -Share-Angeboten.

File-Sync- und -Share-Lösungen

File Sync and Share ist kein Backup und ist auch nicht mit dieser Technologie verwandt, aber wenn es um mobile Geräte geht, ist es eine Form von Datensicherheit. File-Sync- und -Share-Lösungen drehen sich darum, die Produktivität zu erhöhen, indem sie ihren Nutzern den Zugang zu Daten von jedem Gerät, überall und zu jeder Zeit erlauben. 

Darüber hinaus haben sie einen Nebeneffekt: Mobile Geräte verpacken Daten, Anwendungen und das Betriebssystem in eine käfigartige, abgesicherte Schachtel, aber mit den File-Sync- und -Share-Fähigkeiten können Anwender Daten öffnen und ändern, ohne dass sie lokal gespeichert werden. Das ist für Unternehmen, die nicht wollen, dass ihre Mitarbeiter ohne Sicherheitsnetz mit den Geschäftsdaten herumspielen, eine gute Lösung.

Um im Falle eines Diebstahls Sicherheit zu gewährleisten, bieten fast alle der Hersteller entsprechende Funktionen wie entferntes Datenlöschen oder komplette Sperrung des Gerätes an.

Viele der heutigen Produkte, die Informationen auf mobilen Geräten schützen, erlauben den Zugang zu Daten, die an beliebigen anderen Stellen durch ein Backup gesichert sind. Mit anderen Worten verlagern sie das Backup-Problem komplett an eine andere Instanz, indem sie wichtige, zu sichernde Daten aus dem Endgerät herausnehmen beziehungsweise an einen sicheren Ort kopieren. Dies ist ein sinnvolles Vorgehen, das nicht nur für geschäftliche, sondern auch für private Daten tauglich ist.

Ganz offensichtlich benutzen alle Anwender heute ihre Telefone für viel mehr als nur für Arbeitszwecke. Sie möchten vielleicht ein Excel-Dokument öffnen und eine kleine Änderung an ihm vornehmen, aber wollen Sie wirklich, dass Ihr Arbeitgeber auch von Ihrem Samstagnacht-Selfie ein Backup macht? Das würde vielleicht keinen guten Eindruck von Ihnen vermitteln, aber darüber hinaus liegt es nicht gerade im Geschäftsinteresse, den Backup-Prozess ständig auszuweiten – was dann in einer riesigen Menge von unnützen Daten enden würde, die alle vom Backup erfasst werden.

Einige Beispiele für diesen Software-Typus schließen Code 42 CrashPlan und SharePlan ein, sowie CommVault Edge, EMC Mozy und EMC Mozy Sync.

Echtes Backup von Smartphones und Tablets

Es sind einige Produkte erhältlich, die echte Backups von Smartphones und Tablets durchführen können. Je nach den Anforderungen eines Unternehmens sind diese vorzuziehen.

Es könnte jedoch, wie bereits erwähnt, mehr Datensicherheit aktiviert werden, als man wirklich braucht. Wenn Ihr Unternehmen jedoch strenge Kontrollen der mobilen Geräte vorsieht und „Bring Your Own Device“ (BYOD) nicht erlaubt, könnten diese Produkte die richtige Wahl sein. Beispiele hierfür sind Druva inSync und Asigra Cloud Backup.

Druva bietet auch File-Sync- und -Share-Funktionen als Ergänzung für das Backup an. Asigra tut das bisher nicht, hat aber angekündigt, entsprechende Funktionen „auf unserer Roadmap zu haben“.

Sicherheit für Endgeräte

Der Diebstahl von mobilen Geräten stellt ein weiteres Problem dar, da die Firmenmitarbeiter ständig ihre Handys und Notebooks in irgendeinem Verkehrsmittel, in einem Coffee Shop, einer Bar, einem Restaurant oder an einem anderen Ort liegen lassen. Diese „Vergesslichkeit“ stellt natürlich ein beträchtliches Risiko für viele Unternehmen dar. Um hier Sicherheit zu gewährleisten, bieten fast alle der erwähnten Hersteller entsprechende Funktionen wie entferntes Datenlöschen oder komplette Sperrung des Gerätes an.

Dies ist je nach Unternehmen ein wichtiges Feature, aber Security für mobile Geräte gehört nicht zu den primären Aufgaben dieser Produkte. Es gibt stattdessen eine ganze Gruppe von entsprechenden Produkten, die sich nur um die Schutzproblematik kümmern und voraussichtlich besser geeignet sind, wenn ein Unternehmen mehr in Sachen Security tun möchte.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2015 aktualisiert

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