Quo Vadis, Storage?

Was bringt künftiger Storage und wie verändern sich die Speicherlösungen? Neue Technologien werden das RZ nachhaltig bestimmen und verändern.

Wohin steuert die Storage-Industrie eigentlich? Dot Hill ist seit mehr als 30 Jahren in der Speicherbranche aktiv und hat alle Neuerungen und Trends dieser Zeit hautnah miterlebt. Aus dieser historischen Perspektive sehen wir folgende Entwicklungen am Horizont.

Was verändert sich nicht an Storage?

Lassen Sie uns zunächst benennen, was sich in der Speicherbranche nicht ändert. Insbesondere beim Wachstum wird es bleiben. Über einen längeren Zeitraum sind die Speicherkapazitäten jährlich um 40 bis 60 Prozent gewachsen. Das wird sich nicht ändern. 2015 wird die Datenmenge über fünf Zettabyte betragen – also doppelt so viel wie 2012. 

Sie können davon ausgehen, dass sich die Menge von da ab alle zwei Jahre verdoppelt. Außerdem werden Kunden auch weiterhin eine große Auswahl unterschiedlicher Speicheroptionen haben – vielleicht zu viele Optionen. Und das erhöht die Verwirrung und Komplexität bei Entscheidungen von Storage-Administratoren und IT-Managern.

Was verändert sich aktuell?

Laut IDC sind inzwischen mehr als 90 Prozent des weltweiten Datenvolumens unstrukturiert. Dank mobiler Endgeräte, Rich Content und dem Internet, das alles und jeden verbindet, steigt dieser Wert weiterhin an. 

Jim Jonez,
Vice President Marketing,
Dot Hill

Die Zahl der Menschen mit einem Mobilvertrag für irgendein Gerät liegt derzeit bei 5,7 Milliarden weltweit. Der mobile Datenverkehr hat laut Cisco allein im Jahr 2013 um 81 Prozent zugenommen und das alles muss irgendwo gespeichert werden.

Der Flash-Markt wächst ebenfalls. Flash steckt heute überall – in Servern, Netzen und in Speichersystemen. Experten sind sich relativ einig darüber, dass Flash traditionelle rotierende Speichermedien ergänzen, aber nicht ersetzen wird. 

Diese Annahme stützen Kostenprojektionen. Tatsächlich werden die Kosten der Flash-Technologie mit den Jahren fallen – aber das gilt auch für die Kosten von rotierenden Festplatten. 2017 wird Flash noch immer 20mal so teuer sein wie rotierende Festplatten, prognostiziert IDC.

Das bedeutet, dass hybride Storage-Arrays mit intelligentem Tiering allgegenwärtig sein werden, sobald der Preis des Flash-Anteils sinkt. Hybrid Arrays sind aus einem einfachen Grund sinnvoll: Rotierende Medien liefern billige Kapazität, SSD-Flash-Drives billige IOPS. Ein System, das beides kombiniert, kombiniert deshalb hohe Leistung und Kapazität in einer kosteneffizienten Lösung.

Die richtige Lösung wählen

Mit den sinkenden Kosten von Flash gewinnen Unternehmen Leistung, indem sie diesen Speichertyp in existierende Systeme wie Dot Hills AssuredSAN 4004-Modelle mit RealStor 2.0 integrieren. Die Firmware unterstützt die Integration von Flash entweder für einen größeren Schreib-Cache oder Storage-Tiering

Mit zehn Prozent Flash-Kapazität kann ein System 80 Prozent der Ein-/Ausgabeanforderungen (I/Os) aus dieser Schicht heraus abwickeln. Das zeigt, dass sich hybride Arrays rechnen. Weil immer mehr Menschen Informationen an Mobilsystemen abfragen, müssen immer mehr Anwendungen aktuelle Informationen in Echtzeit liefern. 

Das bedeutet für die Speichersysteme, die diese Applikationen unterstützen, dass sie auf unterschiedliche Anfragen in Echtzeit reagieren müssen. Hybride Systeme, die einen intelligenten Algorithmus nutzen, um zu identifizieren, welche Daten „heiß“ sind, migrieren diese Daten in Echtzeit auf die schnelle SSD-Speicherschicht, um jederzeit schnell antworten zu können. 

Solcherlei flexible Hardware kann Unternehmen für die Zukunft besser positionieren. Da die Geschäftsfelder sich schneller verändern als die Produktzyklen, müssen IT-Manager antizipieren, wie ihre Speicherplattform während deren Lebenszyklus an diese veränderte Umwelt angepasst werden kann. 

Dafür sind beispielsweise flexible Netzschnittstellen wichtig, mit denen sich ein Speicher-Array einfach auf schnellere Fibre-Channel-Netzwerke aktualisieren oder sogar auf iSCSI umstellen lässt. Flexible, modulare Storage-System-Designs ermöglichen es Kunden zu wachsen, sich anzupassen und ihre Speichersysteme entsprechend der veränderten Anforderungen einzurichten.

Weil Speicherhersteller ständig innovative Hybride und Flash-Kombinationen und -Lösungen entwickeln, können Unternehmen auch in Zukunft mit aufregenden neuen Möglichkeiten rechnen. Die riesigen Datenmengen, die Notwendigkeit, Informationen zu analysieren und die Evolution der menschlichen Kommunikationsmethoden stellen sicher, dass die Speicherbranche sich weiterhin positiv entwickeln wird. 

Über den Autor: 
Jim Jonez ist Vice President Marketing bei Dot Hill und verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Hightech-Industrie. Während seiner beruflichen Laufbahn arbeitete Jonez in verschiedenen Marketing-Management-Positionen bei unterschiedlichen Storage-, Networking- und Software-Firmen. Dazu gehören unter anderem Quantum Corporation, OnStream, HP, Iomega, U.S. Robotics und Cardinal Technologies. Jonez machte seinen Bachelor-Abschluss in Mechanical Engineering an der University of Washington und verfügt darüber hinaus über einen Masters-Abschluss in Industrial Administration, den er an der Carnegie-Mellon University erhielt.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2015 aktualisiert

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