Scale-out NAS: Speicher ohne Limit

Scale-out NAS sind bezahlbar geworden und bringen jetzt auch kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mehr Storage-Flexibilität und Datensicherheit.

Was tun, wenn der Speicherbedarf steigt - hoch- oder ausskalieren? Am besten beides! Scale-out-Technologien gibt es schon eine Weile, sie waren bisher allerdings nur für Großunternehmen erschwinglich. Diese Unternehmen benötigten Speicher für sehr große Datenmengen und konnten sich die hoch spezialisierten Geräte leisten.

Joe DischerJoe Discher

Nun kommt neue Bewegung in den von Gartner weltweit bis 2015 auf rund 15 Milliarden Dollar geschätzten Markt für Scale-out NAS. Neue Hersteller in diesem Markt bieten Systeme für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit komplexeren Infrastrukturen. Damit können die Firmen die Anforderungen an Performance, Datensicherung und Durchsatzraten ihrer Systeme selbst dann erfüllen, wenn ihr Speicherbedarf im Jahr um 50 oder 100 Prozent oder noch mehr steigt.

In rasant wachsenden Speicherumgebungen ist es für Unternehmen teuer und mühselig, den ständig steigenden Kapazitätsbedarf zu decken. Die Einschränkungen bisheriger Speichertechnologien haben zur Entstehung von Datensilos geführt, die unflexibel und leistungsschwach sind. IT-Administratoren waren aufgrund von Zeitmangel und knappen Budgets gezwungen, immer weitere unabhängige, nicht integrierte Speichersilos zu erstellen. Die Zeiten haben sich jedoch geändert. Speicher hat sich zu einer entscheidenden Komponente entwickelt, wenn es um die Gestaltung von Infrastrukturen geht. Der Kapazitätsbedarf ist zu groß geworden, um bei neuen IT-Bereitstellungen außer Acht gelassen zu werden. Daher hat die Art und Weise, wie Speicher bereitgestellt wird, inzwischen oberste Priorität.

Skalierung beseitigt Speicherinseln

Eine geclusterte NAS-Lösung skaliert Kapazitäten und Performance, ohne die Verwaltungskomplexität zu erhöhen. Sie erreicht dies, indem sie Speicherinseln beseitigt. Dies sorgt für eine einfache und erschwingliche Skalierung. Unternehmen müssen nicht mehr den Kapazitätsbedarf für Jahre im Voraus abschätzen. Sie können Kapazitäten erweitern und die Performance verbessern, indem der Workload über die Speichercluster verteilt wird. Sie verwenden einfach die noch verfügbaren Laufwerkschächte in den vorhandenen Knoten oder fügen zusätzliche Knoten hinzu. Damit können sie zusätzliche Kapazitäten von neuen Knoten oder Laufwerken automatisch integrieren und gleichzeitig die geeignete Konfiguration und den geeigneten Lastenausgleich für die beste Performance des Gesamtsystems sicherstellen. Das Wachstum in einem derartigen Cluster ist praktisch unbegrenzt: Unternehmen können beliebig viele Knoten oder Laufwerke hinzufügen.

Global Namespace macht manuelles Provisioning überflüssig

Durch Konsolidierung des Dateispeichers verringern die Scale-out-NAS-Technologien den Umfang der erforderlichen Infrastruktur und verhindern, dass weitere Speicherinseln entstehen. Die Verwaltung eines einzigen Global Namespace ist einfach und konsistent – unabhängig davon, ob ein Unternehmen kleine Mengen oder mehrere Petabyte an Speicher verwaltet. Unternehmen können die Größe des Global Namespace nach Bedarf erhöhen. Dies ermöglicht den Zukauf zusätzlicher Speicherkapazitäten, wenn diese benötigt werden. Das spart Zeit und Investitionskosten.

Snapscale Namespace Diagram 2

Bild 1: Mit einem Global Namespace wird manuelles Provisioning überflüssig und ein nahezu unbegrenztes Speichervolumen kann einfach verwaltet werden.

Ein Global Namespace vereinfacht die Verwaltung, da das manuelle Provisioning überflüssig wird und nahezu unbegrenzt Speichervolumes erstellt werden können. Unternehmen haben auch die Möglichkeit, die Volume-Nutzung mithilfe von anpassbaren Kontingenten für unterschiedliche Netzwerkanwendungen oder Abteilungen manuell zu kontrollieren.

Netzwerkbandbreite – nicht länger ein Problem

Unternehmen mit wachsendem Kundenstamm haben oft mit Überlastungen und Engpässen beim Datendurchsatz zu kämpfen. Die Performance-Einschränkungen treten oft aufgrund der festgelegten verfügbaren Bandbreite in der monolithischen Architektur eines herkömmlichen Speicher-Designs auf. Scale-out-NAS-Technologien sind auf die Behebung von solchen Engpässen ausgerichtet und optimieren die aggregierte Performance im gesamten Netzwerk, indem sie die Benutzerverbindungen und die Verteilung der Daten im gesamten Cluster ausgleichen.

Durch Erhöhung des nutzbaren Speichers im Global Namespace beim Hinzufügen weiterer Knoten profitieren alle Clients. Die Performance-Verbesserungen stellen sich ein, weil inkrementelle Bandbreite, Datei-I/O, Prozessorleistung und Kapazitäten bereitgestellt werden. Das Hinzufügen weiterer Knoten zu einem vorhandenen Cluster verbessert die Anwendungsperformance. Das ermöglicht Unternehmen, mit ihrem wachsenden Kundenstamm Schritt zu halten und gleichzeitig Ausfallzeiten oder aufwändige Datenmigrationen zu vermeiden.

Volle Redundanz durch Beseitigung aller Fehlerquellen

Auch wenn der Speicher durch bewährte RAID-Technologien gesichert ist, kann es zu Datenverlusten oder Unterbrechungen des Geschäftsbetriebs kommen, wenn wesentliche Hardwarekomponenten ausfallen. Scale-out-NAS-Lösungen sichern Daten und verhindern Unterbrechungen des Geschäftsbetriebs, weil sie den Ausfall mehrerer Laufwerke und sogar ganzer Knoten tolerieren – ohne Ausfallzeiten oder Offline-Neuerstellung.

Scale-out NAS replication 2

Bild 2: Mit einer Data-Replicator-Software können Unternehmen für Disaster Recovery vorsorgen und zwischen Clustern oder einzelnen Servern in Niederlassungen weltweit replizieren.

Diese Robustheit und Stabilität erreichen Scale-out-NAS-Architekturen, indem sie Daten gleichzeitig auf mehrere Knoten und Laufwerke schreiben, um so unmittelbar Redundanz zu erzielen. Diese Architektur ermöglicht es Unternehmen, für sehr hohe Datensicherheit zu sorgen, weil sie systematisch alle typischen Fehlerquellen beseitigt, die Ausfallzeiten oder Datenverlust nach sich ziehen.

Fazit: Scale-out NAS

Die jüngsten Entwicklungen im Hinblick auf die nächste Generation der Scale-out-NAS-Produkte führen dazu, dass mittlere Unternehmen von einer Technologie profitieren können, die bisher den größten Unternehmen vorbehalten waren. Mit Scale-out-NAS-Technologien können unbegrenzt skalierbare Speichersysteme aufgebaut werden, die einfach zu verwalten sind und volle Kostenkontrolle ermöglichen.

Über den Autor: Joe Disher hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der IT-Industrie und begann seine Karriere als Network Manager bei Storage Dimensions. Nach Stationen bei Connex, Snap und Adaptec startete Disher 2008 bei Overland Storage und bekleidet dort heute den Posten des Director of Product Marketing.

Artikel wurde zuletzt im August 2013 aktualisiert

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