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Software-defined Enterprise Storage hilft bei der digitalen Transformation

Software-defined Enterprise Storage ist ein wesentlicher Schritt zum digitalen Unternehmen mit Cloud Computing und softwarebasiertem Rechenzentrum.

Stetig wachsende Datenmengen und die Nutzung mobiler Endgeräte führen dazu, dass auch der Bedarf an flexiblem Speicher stetig wächst.

Proprietäre Lösungen bieten den Unternehmen zu wenig Flexibilität, denn Systemerweiterungen sind sehr kostspielig und nur sehr aufwändig auf dem aktuellen Stand der Entwicklung zu halten. Cloud Computing und das softwarebasierte Rechenzentrum bieten hier zukunftsweisende Lösungen und ebnen den Weg zum digitalen Unternehmen.

Branchengrößen wie Amazon, Google oder Netflix haben die Nutzung und Bereitstellung von IT grundlegend verändert, indem sie ihre Services aus rein softwarebasierenden Rechenzentren heraus zur Verfügung stellen.

Fakt ist, dass Cloud Computing und softwarebasierte Infrastrukturen in allen Unternehmen Einzug halten – bei manchen sind sie bereits Teil der strategischen Ausrichtung, der Großteil der deutschen Unternehmen hat Software-defined aber noch auf ihrer To-do-Liste.

Zur erfolgreichen Umsetzung dieser Strategie ist es notwendig, alle Elemente der IT-Infrastruktur zu virtualisieren und an einem einzigen Servicepunkt zur Verfügung zu stellen. Software-defined Storage ist die wesentliche Säule im Wandel zu einer softwarebasierten Infrastruktur, da sie die Grundlage für Agilität in der IT bildet.

Softwarebasierte Storage-Lösungen können hier neue Maßstäbe setzen, in dem sie sich zum Beispiel als Basis für OpenStack-Umgebungen anbieten, oder durch die gleichzeitige Unterstützung klassischer Storage-Protokolle einen „sanften Übergang“ ermöglichen.

Ein monolithisches Storage-Subsystem hat etwas sehr Beruhigendes. Ein Klotz aus Stahl und Silikon, scheinbar unverwüstlich, eine sichere Investition, so könnte man meinen. Doch die Realität ist eine andere: Nach einer solchen Investition muss schon bald die nächste Ausgabe getätigt werden, oft verbunden mit einem Hardwareaustausch und einer damit einhergehenden Datenmigration.

Insgesamt verursachen die Anschaffung und Wartung von proprietären Storage-Plattformen kontinuierlich hohe Kosten und behindern die Finanzierung neuer Projekte. Die Kosten für „Keeping the lights on“ steigen anteilig in den meisten Unternehmen weltweit nach wie vor ungebremst an. Nur etwas mehr als 20 Prozent des IT-Budgets stehen nach heutigem Stand für Innovationen zur Verfügung.

Open Source und Hybrid Cloud: Innovation, Agilität und Flexibilität

Die IT-Abteilungen kämpfen schon seit Jahren mit einem enormen Anstieg der Anforderungen an Storage und Rechenleistung. Die stetig steigenden Aufwände für proprietäre Systeme verhindern Innovation. Daher haben bisher gültige Strategien im digitalen Zeitalter ausgedient.

Neue Wege bieten (hyper-) konvergente Infrastrukturen, idealerweise basierend auf Open-Source-Software und Standardhardware. Um weitere Potentiale zur Steigerung der Agilität im Rechenzentrum zu erschließen und gleichzeitig Einsparungen zu erzielen, ist der Weg zu einer einheitlichen Plattform für den Betrieb aller Applikationen unausweichlich.

Im „Software-defined Datacenter“ (SDDC) der Zukunft werden viele Unternehmen die erforderliche Leistung nicht mehr ausschließlich im eigenen Rechenzentrum erbringen wollen und können. In Leistungsspitzen kann etwa die Public Cloud die interne IT sinnvoll ergänzen. Gemeinsam bilden Private- und Public-Cloud dann eine Hybrid Cloud.

Wie eingangs beschrieben, werden die Anforderungen an Speicherkapazitäten unaufhaltsam wachsen. Auch diese können über einen hybriden Ansatz effektiv abgebildet werden. Damit wird es aber für die Unternehmen immer wichtiger, einen einfachen und kostengünstigeren Weg für Enterprise Storage zu finden, bei dem die individuelle IT-Infrastruktur mit den Cloud-Diensten nahtlos zusammenarbeitet. Hier können Software-defined Storage-Lösungen (SDS) durch die Unterstützung der gängigen Protokolle und einer „Scale-Out“-Architektur die richtige Lösung bieten.

In einer Umfrage von Gartner zu diesem Thema wurde festgestellt, dass softwarebasierte Storage-Lösungen die Kosten für Hardware-Storage um mindestens 50 Prozent senken können. Bis 2019 werden demnach schon 70 Prozent der Storage-Array-Systeme auch als Software-Version erhältlich sein. Bis 2020 werden zwischen 70 und 80 Prozent der unstrukturierten Daten auf kostengünstigen Storage-Lösungen in SDS-Umgebungen verwaltet werden. Es ist also nicht so sehr die Frage ob, sondern wie SDS implementiert werden soll.

SDS fördert Agilität

Unternehmen müssen agil sein und sich schnell anpassen können. Storage-Ressourcen als zentraler Speicherort für die Unternehmensdaten müssen ebenso agil sein und im Idealfall zu jeder Zeit und an jedem Ort die gleiche Leistung erbringen – zu einem wesentlich günstigeren Preis als bisher.

Die richtige SDS-Lösung sollte offen, selbstreparierend und -verwaltend sein sowie nahezu unbegrenzt skalierbare Speicherkapazitäten bieten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Speicher-Subsystemen sollte jeder zusätzliche Hardwareknoten nicht nur die Kapazität erweitern, sondern auch die Performance. Also ein echtes „Scale-Out“-System, welches darüber hinaus auch die Möglichkeit bietet, Speicherplatz über Standorte und Hardwaresysteme beliebig zu verteilen. Damit können globale Unternehmen auch globale Ressourcen bereitstellen, deren Konsistenz jederzeit sichergestellt ist.

„Ohne die Begrenzungen auf ein monolithisches System können Storage-Ressourcen effizienter genutzt und die Verwaltung durch automatisiertes, regelbasiertes Management vereinfacht werden.“

Frank-Michael Jores, SUSE Linux GmbH

Ohne die Begrenzungen auf ein monolithisches System können Storage-Ressourcen effizienter genutzt und die Verwaltung durch automatisiertes, regelbasiertes Management wesentlich vereinfacht werden. Bei der Speicherkapazität können Storage-Administratoren so einfach unterschiedliche Service-Level nutzen und müssen sich dabei nicht um Hardwareeigenschaften kümmern. Durch die vollständige Entkopplung von Speicherhardware und Speichersoftware entfällt auch die aufwändige und immer riskante Migration von Daten. Software-Updates und der Austausch von Hardware finden im laufenden Betrieb statt (Non Disruptive Upgrade).

Fazit

Schon heute ist die Flexibilität klassischer Enterprise-Storage-Systeme an einem kritischen Punkt angekommen, da die IT-Infrastrukturen der Unternehmen immer schneller auf Veränderungen reagieren müssen. Wenn das Deployment von Softwareprodukten durch Verfahren wie DevOps im Minutentakt möglich ist, dann kann es sich kaum noch ein Unternehmen leisten, monatelange Datenmigrationen auf herkömmliche Speichersysteme in Kauf zu nehmen.

Es lohnt sich also immer, die Vorteile von SDS genauer zu betrachten. Mit der richtigen Lösung erlangen Unternehmen die Flexibilität und Agilität, die sie benötigen, um die künftigen Anforderungen der Fachabteilungen schnell und kostengünstig zu erfüllen.

Über den Autor:
Frank-Michael Jores ist Regional Director Central Europe bei SUSE Linux GmbH.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2017 aktualisiert

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