VM-spezifisches Backup optimiert Performance

Es gibt viele VM-spezifische Backup-Produkte. Oft werden sie ignoriert, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Performance deutlich leidet.

Spezifische Backup-Lösungen für virtuelle Maschinen existieren schon seit geraumer Zeit. Allerdings werden sie oftmals nicht eingesetzt, sondern erst in Erwägung gezogen, wenn es zu Performance-Einbußen kommt.

Verstärkt ein Unternehmen seine Server-Virtualisierung, so ist dies eine gute Methode, um herauszufinden, wie antiquiert die eigenen Backup-Prozesse sind. Wenn Sie ihre Server-Infrastruktur zu 20 Prozent virtualisiert haben, können sie jeglichen VM-Backup-Ansatz verfolgen. Dazu gehört beispielsweise Agenten innerhalb der VMs und eine etwas ältere Software auf einem Backup-Server laufen zu haben, die dafür eventuell noch ausreicht.

Sind aber 50, 75 oder gar 90 Prozent der Server virtualisiert, dann wird die bislang eingesetzte, traditionelle Backup-Lösung die Performance ihrer virtuellen, konvergenten oder hyper-konvergenten Infrastruktur stark beeinträchtigen.

Das Problem ist zweigeteilt:

Alte Backup-Software: In vielen Unternehmen kommen Software-Versionen zum Einsatz, die gewollt ein oder zwei Versionen hinter dem aktuellen Stand sind. Damit wollen die Administratoren sicherstellen, dass die Software vollständig gepatcht und von allen Bugs befreit ist. Leider kann das für manche Software bedeuten, dass sie drei oder mehr Jahre alt sind und nicht die neusten APIs nutzen, wie beispielsweise Microsoft VSS für Hyper-V oder VMware vStorage VADP. Nutzt man also diese althergebrachten Ansätze in einer hoch-virtualisierten Umgebung, dann verschlechtern diese Mechanismen die Performance der produktiven VMs und die der darunterliegenden Hosts.

Progressive Produktionsinfrastruktur: Die Server-Teams versuchen so viele Systeme wie möglich zu virtualisieren, da dies eine hohe Effizienz bei der Provisionierung und dem Management bringt. Darüber hinaus sind VMs aus Recovery-Sicht agiler, besonders für BC/DR-Szenarien (Business Continuity/Disaster Recovery). Wissen die Server-Administratoren nicht, dass die Backup-Kollegen zwei Softwareversionen hinterherhinken, dann fällt die Diskrepanz zwischen altem Backup und neuer Serverinfrastruktur erst auf, wenn die Performance abfällt.

Es gibt hierfür zwei Lösungen.

Lösung 1: Aktualisieren Sie ihr Unified-Backup-Produkt. Unified bedeutet, es kann sowohl virtuelle wie auch physische Server absichern. Die aktuellen Versionen der meisten Unified-Backup-Produkte nutzen Host-basierte Hypervisor-APIs für ihre VM-Backups. Das heißt nicht, dass diese Produkte genauso gut sind wie VM-spezifische Backup-Produkte, die zum Schutz und Wiederherstellen von VMs konzipiert sind. Eine aktuelle Version einer Unified-Backup-Software heißt nur, dass das die Diskrepanz nicht so groß ist wie mit veralteter Software.

Lösung 2: Fügen Sie ein VM-spezifisches Backup- und Recovery-Produkt hinzu. Das mag nicht verlockend erscheinen, aber wenn Sie mehr als 60 Prozent ihrer Umgebung virtualisiert haben, dann ist die VM-Backup-Software ihre neue primäre Backup-Lösung, während die ältere, herkömmliche Software lediglich für die noch verbleibenden physischen Server zum Einsatz kommt.

Würde das Backup-Team nicht mit den Upgrades der Backup-Software warten, dann wäre die existierende Backup-Software nicht schwerfällig und unzulänglich. Das könnte auch an den Anbietern von Unified-Backup-Produkten liegen, da die Upgrades häufig komplex sind, Wartungskosten hervorrufen oder nicht genügend Partner-/Service-Support vorhanden ist.

Für IT-Manager bedeutet das, an einem Scheideweg zu stehen, wenn das Produktionsteam immer weiter die Infrastruktur modernisiert und die bestehenden Datensicherungsprodukte einfach nicht mehr leistungsstark genug dafür sind. Es gibt keine definitive Antwort, welchen Weg man einschlagen sollte, da es einige andere Abwägungen gibt. Dazu zählen unter anderem die Deduplizierungs-Effizienz, Implementierungskomplexität, verteiltes Management/Reporting und die Agilität des VM-Recoverys.

Der einzig wirklich gute Rat ist, dass die IT-Teams bei einer Modernisierung der produktiven Systeme zeitgleich an eine Erneuerung der Backup-Tools denken.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2015 aktualisiert

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